Hinter der Maske

 

Vermutlich gibt es keinen Menschen, der nicht zumindest einmal in seinem Leben im Zirkus war. Heute ist es kaum noch etwas Herausragendes. Mehrmals im Jahr erreicht uns das Angebot einen Zirkus zu besuchen, weil die Zahl dieser Fahrgeschäfte in den letzten fünfzig Jahren zugenommen hat. Man erwartet Außergewöhnliches. Artisten, Raubtiere, die nicht mehr gefährlich sind, weil sie durch die Dressur zum ‚Schoßhündchen wurden und nicht zu vergessen, den Clown. Jeder gibt sein bestes, bis hin  zur Schmerzgrenze. Nichts kann gefährlich und heiter genug sein. Man erwartet für sein Geld etwas Einmaliges.

Bunt und schillernd erreicht der Clown die Herzen der Zuschauer und bringt diese zum Lachen. Das ist ja nun das einfachste vom ganzen Zirkus. Es sieht so leicht aus, das kein Zuschauer auf die Idee kommt, darüber nachzudenken, wer sich hinter der Maske befindet und wie er sich fühlt. Dem Clown nimmt man das ab, was er spielt. Für viele ist er die Hauptattraktion des Zirkus. Mit dem Clown steht und fällt die Attraktivität der Vorstellung.

Wie ist es aber, wenn der Clown seine Maske ablegen würde? Hätten wir dann immer noch den heiteren Strahlemann vor uns? Wie oft im Leben spielen wir den Clown. Nein, nicht im Zirkus, sondern im Leben. Wir müssen oft genug eine Maske tragen und dürfen uns nicht anmerken lassen wie wir denken oder fühlen. Die wahre Schönheit des Menschen erkennen wir jedoch erst ohne die Maske. (c) Ch. Telker

 

 

Der Clown

 

Der Clown, der bringt dein Herz zum Klingen.
Der Clown will fröhlich mit dir singen.
Du lachst, siehst nur die Welt im Spaß,
den Mensch im Clown, du ganz vergaßt.

Der Clown er lacht den ganzen Tag,
der Clown, er kennt fast jeden Spaß,
doch legt er seine Maske ab,
auch er so manchen Kummer hat.

Der Clown, wird niemals traurig sein,
er strahlt heiter wie Sonnenschein.
Doch ist die Schminke vom Gesicht,
oft traurig unser Clown dann blickt.

Er ist ein Mensch wie Jedermann
der auch nicht immer lachen kann.
Vielleicht denkst du auch mal daran,
dass auch ein Clown mal weinen kann.

© ChT