Von Bäumen lesen wir bereits im Paradies. Sie sind uns als Obstbäume, Nadelbäume und Laubbäume bekannt. Der Oliven und der Feigenbaum spielen ebenfalls in der Bibel schon eine Rolle. Bäume spenden uns Schatten, wenn wir im Sommer der Hitze entkommen möchten, sie verbessern unsere Luft und tragen so zu einem besseren Klima bei. Aber nicht nur von ihrer Wichtigkeit her, sind Bäume für Mensch und Tier unverzichtbar, nein sie tragen auch ganz einfach zu unserem Wohlbefinden bei. So haben sich manche Menschen den Schutz des Baumes zum Lebensmotto erkoren und setzen sich in ihrer Freizeit für deren Erhalt ein. Am 27. April ist der Tag des Baumes. Bäume sind von alters her Freunde des Menschen.

Auch für mich hatten Bäume stets eine besondere Bedeutung. Gehe ich heute durch Parks, Gärten und Wälder, werde ich nie, nur so unter ihnen durchgehen, sondern gerne in die Höhe schauen, in ihre Wipfel, dorthin wo sich ihr Leben abspielt. Mit all dem Getier, das in seinen Zweigen lebt.

Nach Jahrzehnten konnte ich mir meinen langersehnten Traum erfüllen und den Wald meiner Kindheit noch einmal aufsuchen. Bereits damals waren alte Bäume meine ganz große Liebe. Ob es die dicke Buche war, in deren Wurzeln, nach Erzählung meines Vaters, ein kleiner Zwerg wohnte, oder die ‚sieben Brüder‘, bei denen aus einer Wurzel sieben Stämme wuchsen. Mein Kindheitstraum, einmal bei den ‚sieben Brüdern‘ mein Haus zu bauen, ging natürlich nicht in Erfüllung, er war eben ein Kindheitstraum und unrealistisch. Doch auch hier sah ich, ‚das Leben ist Veränderung‘. Die alte Buche gab den Eingang ist Wurzelreich nicht mehr frei, sie war zugewachsen. Die ‚sieben Brüder‘ gab es nicht mehr. Dort wuchsen längst andere Bäume.

Bäume sind jeder für sich ein Wunder. Ein Wunder, das unser himmlischer Vater, wohlbedacht für uns wachsen und gedeihen ließ. Nehmen wir uns ein wenig Zeit und schauen wir bei unserem nächsten Spaziergang einmal in die Baumwipfel. Alte Bäume könnten uns viel erzählen, wenn wir ihnen zuhören würden. Sie verdienen unsere Achtung. © Christina Telker

Der Baum


Es steht ein Baum am Waldesrand
und träumt von alten Tagen,
als einst die Luft noch rein und klar
und er noch jung an Jahren.

Manch Wandrer zog an ihm vorbei,
hier fand er Ruh und Rast.
Die Zeit lief noch im leichten Schritt
und nicht in Eil und Hast.

Schon lange zieht Motorgestank
durch seine zarten Zweige,
er ächzt und stöhnt und macht sich nun,
bereit zur letzten Reise.

Wir haben die Natur zerstört
die Gott uns einst geschenkt.

Nun wird es Zeit, dies einzusehn,

sonst sind wir bald am End.

© Christina Telker

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