Im Abendrot

O wie schön ist Deine Welt,

Vater, wenn sie golden strahlet,

wenn Dein Glanz herniederfällt

und den Staub mit Schimmer malet,

wenn das Rot, das in der Wolke blinkt,

 in mein stilles Fenster sinkt.

 

 Könnt ich klagen? könnt ich zagen?

 irre sein an Dir und mir?

 Nein, ich will im Busen tragen

 Deinen Himmel schon allhier,

 und dies Herz, eh es zusammenbricht,

 trinkt noch Glut und schlürft noch Licht.

 
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