Jesus, unsere Sonne
Kann es denn etwas Schöneres geben, als an einem lauen Sommertag im Gras auf der Wiese zu liegen und in den strahlend blauen Himmel zu schauen? Käfer und Schmetterlinge, kann ich aus dieser Position, viel besser beobachten, da ich mit ihnen auf Augenhöhe bin. Die Kräuter und Gräser der Wiese duften so, dass ich diese einmalige Mischung aus purem Sauerstoff und dem Duft der Wiesen, so, recht in mich aufnehmen kann.
Die Sonne, ist für uns alle ein Lebenselixier. Nach trüben Tagen sinkt unsere Stimmung auf den Nullpunkt, das liegt am Lichtmangel, wie wir wissen. Die Sonne mit ihrem Licht und ihrer Wärme ist für uns lebensnotwendig. Darum ist für viele Menschen der Sommer die schönste Jahreszeit.
Ebenso geht es uns Christen mit Jesus und seiner Liebe, seiner Zuwendung zu uns. Nicht umsonst war und ist die Kirche der Mittelpunkt einer Stadt. Nicht nur, dass diese Gebäude meist im Stadtzentrum angesiedelt sind, sondern sie sind auch unser Lebensmittelpunkt. Kommen wir in eine fremde Stadt, hält unser Blick zuerst suchend Ausschau nach diesem Gebäude. Hier finden wir Geborgenheit, hier finden wir die Möglichkeit, von der Hast des Alltags auszuruhen. Wir können einen Blick in frühere Jahrhunderte und deren Architektur werfen. Vor allem finden wir hier aber auch Menschen, mit denen wir über alles reden können. Ganz gleich, wo wir uns befinden, ob an der See oder im Gebirge. Menschen, die Jesus als Mittelpunkt ihres Lebens ansehen, haben alle das gleiche Lebensmotto, die gleiche Ausrichtung: stets ihrer Sonne entgegen.
Diese Sonne scheint für uns den ganzen Tag, ja selbst in der Nacht. Ob beim Lesen der Tageslosung am Morgen oder beim Gebet in der Nacht. Wir sind nie alleine. Immer, wenn wir in unseren Gedanken oder im Gebet zu Jesus kommen, ist er für uns da. Er umgibt uns mit seinem Schein. Selbst wenn wir durch ein dunkles Tal wandern müssen, ist er an unserer Seite und hält uns.
Christina Telker
Hand in Hand
Die erste Hand, die ein Neugeborenes zu fassen bekommt, ist die Hand der Mutter. Es greift nach der Hand, greift nach Geborgenheit und beruhigt sich. Auch das Kleinkind hält gerne die Hand der Eltern oder Großeltern. Sich an der Hand halten erzeugt Nähe.
Dann kommt eine Zeit der Jugend und des Erwachsenwerdens, in der wir nach Selbstständigkeit suchen. Jetzt ist uns die Hand eher lästig, als haltgebend. Wir wollen uns lösen, fühlen uns eingeengt. Jeder von uns durchlebt diese Zeit einmal.
Kommt dann die erste Liebe, sind wir stolz darauf, mit IHM oder IHR Hand in Hand durch die Straßen zu gehen. Wir zeigen dadurch, wir gehören zusammen. Nicht immer hält dieses Hand in Hand gemeinsam gehen bis ans Lebensende. Manch einer findet jedoch auch gerade diesen Weg zueinander wieder. Gerade auch im Alter schenkt uns diese innige Verbundenheit, die Geborgenheit wieder, die wir einst bei der Mutter fanden. Die Liebe im Alter, ist ein ganz besonderes Geschenk. Vieles haben wir erlebt und durchlebt. Wir sind dankbar, immer noch zusammen sein zu dürfen, dankbar für jeden Tag.
Auch unser himmlischer Vater reicht uns seine Hand. Auch er möchte uns halten und durch unser Leben begleiten. Es liegt an uns, seine Liebe, seine Geborgenheit und Treue anzunehmen und ihm unsere Hand zu reichen oder sie auszuschlagen. Manchmal gelingt es uns erst nach Jahren, dies Angebot anzunehmen. Es gibt nie ein zu spät. Gottes ausgestreckte Hand ist immer für uns bereit. Christina Telker
Freud und Leid
Nicht immer scheint im Leben die Sonne und nicht immer ist sie uns hold. Auch Regentage und Stürme gehören zum Leben, bei dem einen mehr, beim anderen weniger. Gerecht ist das sicher nicht immer, aus unserer Sicht, aber jeder geht seinen Weg und es gibt ein Wort, das besagt, dass uns Gott immer nur so viel auferlegt, wie wir tragen können. Oftmals meinen wir: ‚Jetzt ist es aber genug. Warum immer ich?‘ Auch ich kenne diese Gedanken. Doch wenn ich dann nicht mehr weiterweiß, dann übergebe ich meine Planung ganz unserem himmlischen Vater. Ganz im Vertrauen auf ihn, lasse ich ihn walten. Er kennt den Weg, den er für jeden einzelnen von uns vorgesehen hat. Oftmals unverständlich für uns, wenn wir nur die Hände ringen können und nicht mehr weiterwissen. Dann aber, gerade im tiefsten Tal, wie Psalm 23 sagt, ist er bei uns und zeigt uns, dass es auch viel Freude im Leben gibt, für einen jeden von uns.
Gerne lese ich Biografien. Hier erfahre ich von Menschen
die ihr Schicksal meisterten, indem sie sich Gott anvertrauten, obwohl es ihnen schlechter ging als mir, das gibt mir neuen Mut.
Vor einer Weile, sah ich im Fernsehen, in einer Sportsendung, einen kurzen Ausschnitt von den Paralympics. Wieviel Lebensmut steckt in diesen Menschen, die selbst schwerste Schicksale hinnehmen und etwas Gutes daraus machen! Ich wünsche uns allen den Mut, nicht aufzugeben, wenn die Wege einmal steinig sind, sondern im Gottvertrauen unseren Weg weiterzugehen. Christina Telker
Das Morgengebet
Morgens stelle ich mich ans geöffnete Fenster,
es ist wie ein Morgengebet. ‘
Welch ein schöner Gedanke, so den neuen Morgen zu beginnen. In die aufgehende Sonne zu sehen, dem Gesang der Vögel zu lauschen und ganz tief durchzuatmen. Gott für den Schlaf der Nacht zu danken und den kommenden Tag unter seinen Segen zu stellen.
Doch wie oft in der Woche oder im Jahr nehmen wir uns die Zeit hierfür? Meist können wir doch nicht schnell genug aus dem Haus und zur Arbeit kommen. Die Zeit reicht kaum für eine Tasse Kaffee im Sitzen, am Frühstückstisch. Viel besser sieht es auch nicht mit unseren freien Tagen. aus. In Gedanken, sind wir bereits im Badezimmer, bei unseren Tagesplanungen. Und doch ist diese Vorstellung verlockend, ganz gleich, wie das Wetter ist, uns einen Moment des Durchatmens am geöffneten Fenster zu gönnen. Durch diese wenigen Minuten wird mein Tagesplan nicht gleich durcheinandergeraten. Kurz abschalten, mit den Gedanken:
„Danke Vater, für diese Nacht,
für deine Bewahrung!
Diesen beginnenden Tag lege ich in deine Hände.‘
So gestärkt in den neuen Morgen zu gehen, gibt uns Kraft und lässt uns den Tag mit einer anderen Sicht beginnen.
Wie wunderbar ist es doch, immer aufs Neue, einen Tag unseres Lebens geschenkt zu bekommen. Viel zu selbstverständlich nehmen wir es hin, und doch ist jeder neue Tag, ein Geschenk der Liebe unseres himmlischen Vaters. Christina Telker