Blick in die Ferne
Wenn du einmal wanderst,
hinauf zu Bergeshöhn,
so streift dein Blick ins Weite,
dort gibt es viel zu sehn.
Du fühlst dich leicht und heiter,
fast einem Vogel gleich,
Gedanken gehn auf Reisen,
in eine andre Zeit.
Wie war das wohl gewesen,
als diese Burgen dort,
vom Rittervolk bewohnt warn;
verlassen steht der Ort.
Als Kaufleute hier zogen;
die Handelsstraße lang,
als fahrend Musikanten,
hier weilten mit Gesang?
Gern möcht ich weiter träumen,
fernab von Raum und Zeit,
doch sind ja diese Träume,
schon längst Vergangenheit.
Geblieben sind die Mauern,
sie grüßen uns noch heut.
Ja, sie sind lebend Zeugen
aus einer fernen Zeit.
Christina Telker
Blick ins Weite
Hinunter von des Bergeshöh´
gleitet mein Blick ins Tal,
wie ist die Welt so herrlich hier,
nur Friede überall.
Ich hör der Vögel Lobgesang,
sie möchten uns begrüßen,
im grünen Tale sehe ich,
ein kleines Bächlein fließen.
Ein Häslein äugt von Ferne her,
der Mensch düngt ihm Gefahr.
„Ach Häslein, sei so ängstlich nicht,
wir tun dir nichts fürwahr.“
Der Kuckuck ruft mir neckend zu,
die Luft ist klar und rein,
das Herze hüpft voll Übermut,
freut sich am Sonnenschein.
An diesem Anblick könnt ich mich,
ein Leben lang erfreun,
hier zieht´s mich immer wieder hin,
was könnte schöner sein?!
Christina Telker
Chorkonzert
In jedem Frühjahr glaub es mir,
kann ich es kaum erwarten,
dann sitz ich auf der Bank im Park
oder in meinem Garten.
Die Instrumente sind gestimmt,
kein Ton kann klarer klingen,
wenn ich genieße den Gesang,
aus tausend Vogelstimmen.
Ein jeder Sänger, stimmt für sich,
die eigne Weise an,
und doch ist alles wohlbedacht,
wie`s schöner, nicht sein kann.
Das tiriliert und musiziert,
es klingt hinaus ins Weite,
klingt über Berge, über Höhn`
auf wunderbare Weise.
In jedem Jahre freu ich mich,
auf dieses Chorkonzert,
komm, setz dich leise neben mich,
damit uns keiner stört.
© Christina Telker


