Bibelverse werden mit Genehmigung der Deutschen Bibelgesellschaft genutzt
Luther 2017
26.4.2026
Denn ein Tag in deinen Vorhöfen
Ist besser als sonst tausend.
Ich will die Tür hüten in meines
Gottes Haus, als wohnen in der Gottlosen Hütten.
Psalm 84, 11
Dem Psalmbeter ist Gottes Haus ein Ort der Zuflucht und Geborgenheit. Nur hier kann er zur Ruhe kommen, nur hier kann er sich wahrhaft freuen. In manchen katholischen Gegenden ist es auch heute noch Brauch täglich mehrmals zur Messe zu gehen. Ich lernte das vor vielen Jahren bei einem Urlaub in Luxemburg kennen. Überall weisen Schilder auf die Gottesdienste hin. Wie schaffen das die Leute, dachte ich so bei mir? Gehen sie denn nicht arbeiten? Aber das Leben dieser Menschen ist ganz anderes eingerichtet als das unsere, für sie ist der Weg zur Kirche selbstverständlich. Für uns ist es schon etwas Besonderes sonntags zur Kirche zu gehen. Welch ein Unterschied. Herr wandle du unser Herz, das wir uns dort geborgen fühlen wo du zu Hause bist.
18.04.2026
Und wenn du nun isst uns satt wirst,
so hüte dich, dass du nicht den Herrn vergisst.
5.Mose 6, 11b-12a
Wie selbstverständlich ist es doch für uns geworden, uns an einen gedeckten Tisch zu setzen. Unsere Eltern und Großeltern haben dies noch anders kennen gelernt. Sie dankten für jedes Stück Brot, weil es ein Geschenk war und nicht Gewohnheit. Heute in der Überflussgesellschaft, wo so manches schnell einmal weggeworfen wird, vergessen wir das danken. Es ist das normalste was wir uns denken können, unsere Kinder werden im Überfluss groß. Herr wir danken dir, dass wir jeden Tag neu zu essen haben. Aber hilf auch, dass wir die nicht vergessen die auch heute noch um eine Handvoll Reis bangen müssen und nicht wissen was der nächste Tag bringt. Herr schenke du uns offene Augen und ein Herz, dass das Danken nicht vergisst.
12.4.2026
Denn es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen,
aber meine Gnade soll nicht weichen,
und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen,
spricht der Herr, dein Erbarmer.
Jesaja 54, 10
Ewiger Friede, welch ein Geschenk das Gott den Menschen anbietet. Hier auf Erde kennen wir das nicht. Wir können nur die Jahre zwischen den Kriegen zählen und freuen uns wenn es eine große Spanne an Jahren ist, die ein Land im Frieden leben durfte. Gott bietet ewigen Frieden! Kann es etwas Größeres geben, wohl nicht. Aber damit nicht genug, er bietet uns auch seine Gnade an,
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6.4.2026
Und siehe, zwei Jünger gingen an demselben Tag
in ein Dorf, das war von Jerusalem etwas zwei
Wegstunden entfernt; dessen Name ist Emmaus.
Und sie redeten miteinander von all diesen Geschichten.
Und es geschah, als sie so redeten und sich miteinander
besprachen, nahte sich Jesus selbst und ging mit ihnen.
Aber ihre Augen wurden gehalten, dass sie ihn nicht erkannten.
Lukas 24, 13-15
Da gehen nun die Jünger ein Stück ihres Weges mit Jesus und erkennen ihn nicht. Geht es uns nicht oft genug so im Leben? Was nicht sein kann, das ist auch nicht. So müssen die Jünger es auch empfunden haben. Gerade haben sie von der Auferstehung Jesus gehört. ‚Was die Frauen wohl gehen haben‘, werden sie so bei sich gedacht haben. Sie kommen gar nicht auf die Idee, dass dieser Mann neben ihnen Jesus sein könnte. So reden sie weiter und weiter und sehen nicht, wie nah sie ihm sind. Wenn wir uns nicht nur in unser Leid verkriechen, sehen auch wir Jesu ausgestreckte Hand, die bereit ist, uns zu retten.
5.4.2026 Ostern
Aber am ersten Tag der Woche sehr früh kamen sie
zum Grab und trugen bei sich die wohlriechenden Öle, die sie
bereitet hatten. Sie fanden aber den Stein weggewälzt
vom Grabe und gingen hinein und fanden den Lein des Herrn Jesus nicht.
Und als sie darüber bekümmert waren, siehe, da traten zu ihnen
zwei Männer mit glänzenden Kleidern. Sie aber erschraken
und neigten ihr Angesicht zur Erde. Da sprachen sie zu ihnen:
Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier,
er ist auferstanden.
Lukas 24, 1-6a
Jesus ist auferstanden! Welch eine Geschichte! Und gerade zwei Frauen sind diese Engel zuerst erschienen. Das in einer Zeit, wo die Frauen weit hinter den Männern kamen. Jedoch waren sie es, die in inniger Liebe zum Herrn brannten und ihn auch nicht im Tode vergaßen, sondern ihr weniges Geld gaben, um wohlriechende Öle zu erstellen. Früh in der Morgenstunde, um nicht Gefahr zu laufen, gesehen zu werden, machten sie sich auf zum Grabe des Herrn. Sie wollten ihm unbedingt noch etwas Gutes tun, darum hatten sie Furcht, von Grabe verwiesen zu werden, wenn sie jemand gesehen hätte. Gott sieht das Herz, die innere Einstellung. Diese beiden waren auserkoren, es in die Welt zu tragen: „Jesus ist auferstanden, freut euch! Halleluja!“ So können auch wir heute voller Freude mit diesem Gruß in den Ostersonntag gehen. Der Tod ist besiegt, Halleluja!
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Karsamstag 4.4.2026
Und siehe, da war ein Mann mit Namen Josef,
ein Ratsherr, der war ein guter, frommer Mann
und hatte ihren Rat und ihr Handeln nicht
gebilligt. Der ging zu Pilatus und bat um den
Leib Jesu und nahm ihn ab, wickelte ihn in ein Leintuch
und legte ihn in ein Felsengrab, in dem noch nie jemand gelegen hatte.
Lukas 23, 50-53
Jesus ist gestorben, trauernd begeben sich die Menschen zurück in ihr Heim. Doch einen gibt es: Josef, der am nächsten Tage zu Pilatus geht und Jesus’ Leib fordert, um ihn zur Ruhe zu betten. Viel Geld hat er für dieses Grab bezahlt, es sollte eines Tages seine Grabstätte sein. Um Jesus jedoch eine würdige Ruhestätte zu geben, will er ihn in dieses Grab legen. Er kann nichts tun gegen die Aufrührer und gegen den Todesspruch, aber er kann dafür sorgen, dass Jesus würdig bestattet wird, und das tut er.
Karfreitag, 3.4.3036
Und als sie kamen an die Stätte,
die heißt Schädelstätte, kreuzigten sie ihn dort
und die Übeltäter mit ihm, einen zur Rechten
und einen zur Linken. Jesus aber sprach:
Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun.
Und sie verteilten seine Kleider und warfen das Los darum.
Lukas 23, 33-34
Bis zum letzten Ende bittet Jesus seinen Vater für seine Peiniger. Denn sie wissen nicht, was sie tun. Nein, die Menschen wissen es wirklich nicht, und doch ist es Gottes Wille, seinen Sohn für uns in den Tod zu schicken, damit wir leben. Was wären wir ohne Ostern?! Wir müssten bangen um den Tod, uns ängstigen vor dem Ende. Jetzt, wo Jesus den Tod besiegt hat, können wir voll Vertrauen auch das letzte Stück unseres Lebensweges gehen. Es kann nichts kommen, was uns schreckt. In Gottes Armen sind wir geborgen. Durch Jesus ist der Tod überwunden und wir sind erlöst. Haleluja
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2.4.2026 Gründonnerstag
Und als sie ihn abführten, ergriffen sie
einen Mann, Simon von Kyrene, der vom Feld kam,
und legten das Kreuz auf ihn, dass er`s Jesus nachtrüge.
Es folgte ihm aber eine große Volksmenge und Frauen
die klagten und beweinten ihn.
Lukas 23, 26-27
Nun ist es endgültig, es gibt kein Entrinnen mehr. Jesus soll hingerichtet werden. Und doch haben die Soldaten Mitleid, vielleicht durch die Menge des Volkes, die nun trauernd folgt. Sie legen einem Fremden das Kreuz auf. Welch eine Last, muss solch ein Kreuz haben, wenn wir die Größe bedenken? Und doch bleibt dem Fremden nichts anderes übrig. Auch wir haben jeder von uns sein Kreuz zu tragen. Vor Jahren las ich einmal eine Geschichte, in der es hieß, Gott legt jedem nur das Kreuz auf das er tragen kann. Ich fing an, darüber nachzudenken, und stellte fest, dass es selbst in schweren Tiefs, die ich durchlebte, zeitweise immer noch Menschen gab, denen es schlechter ging als mir. So sollten wir versuchen, unser Leben zu betrachten, wenn wir wieder einmal ganz unten sind. Es kann noch so schlimm kommen, Gott verlässt uns nicht.
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31.03.2026
Als sie aber aßen, nahm Jesus das Brot,
dankte, brach`s und gab`s den Jüngern
und sprach: Nehmet, esset das ist mein Leib.
Und er nahm den Kelch und dankte,
gab ihnen den und sprach:
Trinket alle daraus; das ist mein Blut des Bundes,
das vergossen wird für viele
zur Vergebung der Sünden.
Matthäus 26, 26-28
Diese Worte des letzten Abendmahles Jesus mit seinen Jüngern hören wir bei jedem Abendmahl in der Kirche, und doch sind sie immer etwas ganz Besonderes, etwas, das tief in uns dringt. Jesus hat sich aus Liebe für uns, damit wir nicht verloren gehen, ans Kreuz schlagen lassen und ist für unsere Missetat gestorben. Wir können es nur dankend annehmen und uns seiner Liebe anvertrauen. Ganz besonders an einem solchen Tag wie dem Gründonnerstag. Herr, wir danken dir für deine Liebe.
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Guter Gott, du allein weißt, wohin unsere Wege uns führen,
was wir morgen erleben, wem wir übermorgen begegnen.
Lass in uns das Vertrauen in dich wachsen
Und gib uns jeden Tag von neuem die Kraft,
uns von dir leiten und begleiten zu lassen. Amen
