Lutherbibel 2017, © Deutsche Bibelgesellschaft
1.3.2026
Darum wer meine Rede hört und tut sie,
der gleicht einem klugen Mann,
der sein Haus auf Fels baut.
Als anun der Platzregen fiel und die Wasser kamen
Und die Winde wehten und stießen an das Haus,
fiel es doch nicht ein,
denn es war auf Fels gegründet.
Und wer meine Rede hört und tut sie nicht,
der gleicht einem törichten Mann,
der sein Haus auf Sand baute.
Matthäus 7, 24-26
Diese Schriftstelle in der Bibel erinnert mich immer an ein Kinderbuch. Es hieß: „Zilli, Billi und Willi“. Es waren drei Schweinchen, jeder baute sich ein Haus, jeder auf anderem Grund und mit anderem Material. Als das Wetter kam, bliebt nur ein Haus stehen, das Haus, das aus Stein gebaut war, die anderen fielen zusammen. So ist es auch mit unserem Glauben, gründen wir ihn fest auf Jesus, unseren Herrn, dan n kann das Wetter des Lebens toben, es kann uns wohl schrecken und ängstigen, es kann uns aber nicht umstoßen, den n Gottes Schutz ist bei uns egal was kommt. Ich wünsche uns einen felsenfesten Glauben.
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20.02.2026
Da harrte Noah weitere sieben Tage,
und ließ eine Taube fliegen, die kam nicht
wieder zu ihm. Da tat Noah das Dach von der Arche
auf und sah, das der Erdboden trocken war.
1.Mose 8, 12 + 13b
Die Sintflut ist überstanden. Noahs Geduld wurde auf eine harte Probe gestellt aber sein Vertrauen zu Gott, war groß so dass er wusste, der Herr führt mich wieder an Land, er hält sein Versprechen. Wenn doch auch wir so vertrauen könnten, uns einfach in Gottes Hand legen könnten. Es gibt immer wieder Menschen die sich wirklich ganz in Gottes Hände geben. Jedoch sind es nur wenige. Ich wünsche uns allen ein festes Vertrauen in Gott, so würde unser Leben leichter werden.
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11.02.206
Du sollst dem Herrn deinen Gott anbeten
und ihm allein dienen.
5.Mose 6,13
Ist es nicht so, dass wir gerade dies in der Hast des Tages vergessen. Abgespannt fallen wir abends ins Bett und schon schlafen wir ein ohne noch einen klaren Gedanken fassen zu können. Ich erinnere mich an eine Geschichte die in den 70er Jahren die Runde machte. Ein kleines Mädchen überlegte, wie es wohl mit Gott reden könne, da fiel sein Blick auf das Telefon. Es hob den Hörer ab, wählte eine Nummer und begann ihr Gespräch. Sie hatte in dieser ihrer kleinen Welt zum Praktischen gegriffen, zum Telefon. Wir wissen, dass wir mit Gott im Gebet reden können. Versuchen wir doch einmal am Tage fünf Minuten für die Stille zu finden, für ein Gespräch mit Gott.
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6.2.2026
Ich bin getauft auf deinen Namen,
Gott Vater, Sohn und heil`ger Geist,
ich bin gezählt zu deinem Samen,
zum Volk das dir geheiligt heißt.
Ich bin in Christum eingesenkt,
ich bin mit deinem Geist beschenkt.
Jojann Jakob Nambach (1693-1735)
Welch wunderbares Lied, das unsere Täuflinge begleitet! Welch großartiges Versprechen, dass uns Gott gibt an diesem Tag. Wir sind getauft auf seinen Namen. Was kann es größeres geben, als die Geschenk. Gott hat mit der Taufe versprochen auf uns aufzupassen, stets bei uns zu sein. Auch wenn wir es mal für einige Zeit vergessen sollten, Gott vergisst seine Kinder nicht. Wer einmal von ihm angenommen wurde, wird immer sein Kind sein. Darum können wir auch nach jeder Verfehlung, ganz gleich ob diese groß oder klein war, nach jeder Dürrepause in der wir Gott für nicht so wichtig in unserem Leben hielten, wieder zu ihm kommen, er nimmt uns immer mit offenen Armen auf. Dafür danke wir dir, oh Herr, Amen.
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30.01. 2026
Mein Lieber, ich wünsche,
dass es dir in allen Stücken gut gehe
und du gesund seist,
so wie es deiner Seele gut geht.
3. Johannes 1,2
Johannes schreibt hier an einen guten Freund, um ihm Gesundheit zu wünschen und ihm gute, aufbauende Worte zu sagen. Nicht immer können wir sagen, dass es uns wirklich gut geht. Haben wir dann noch das Vertrauen in Gottes Güte, wie einst die ersten Christen, so, dass wir ihm grenzenlos Vertrauen? Ich denke, Zweifel gab es zu jeder Zeit. Es ist menschlich, zu Zweifeln an Dingen, die wir nicht sehen. Gott weiß das und gibt uns immer wieder die Möglichkeit ihn zu erfahren. Damals wie heute ist da kein Unterschied. Wer Gott mit glaubendem Herzen nahe kommt, findet ihn auch und spürt, dass er da ist. Sei es nun in Zeiten des Glücks oder des Leidens. Momente des Zweifelns kennt auch Johannes, darum spricht er seinem Freund Zuversicht und Gesundheit zu. Wie gut sind wir doch dran, wenn wir so mit einem Freund über unseren Glauben sprechen können, wenn wir alles mit einem Menschen teilen dürfen. Peter und Jörg hatten sich als Kinder ewige Freundschaft geschworen. Die Jahre hatten sie voneinander entfernt, jeder hatte seinen beruflichen Werdegang erlebt und war in eine andere Stadt gezogen. Bei einem Klassentreffen sahen sie sich wieder. Nach Jahrzehnten der Trennung musste sie erst einmal gegenseitig Tuchfühlung aufnehmen. Doch schon bald spürten sie, nichts hatte sich geändert, noch immer waren sie tief miteinander verbunden.
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23.01.2026
Er nahm aber zu sich die Zwölf und sprach zu ihnen: Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem,
und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von dem Menschensohn.
Lukas 18,31
Wir befinden uns in der Fastenzeit. In dieser Zeit gehen wir mit Jesus den Weg nach Golgatha. In diesem Vers aus dem Lukasevangelium bereitet Jesus seine Jünger bereits auf den Weg vor, der ihn zum Kreuz führt. Für die Jünger sind diese Worte noch eine schwere Kost, sie verstehen nicht, wovon Jesus redet. Für sie ist das Leben, das sie mit ihm führen, in Ordnung, so wie es ist. Sie haben dafür alles aufgegeben, ihre Familien und ihre Berufe. Das einzige, was für sie wichtig ist und zählt ist, Jesus nachzufolgen. Was deutet er ihnen da an, mit diesen Worten? Sie können und wollen es vielleicht auch nicht fassen, dass diese Zeit schon bald ein Ende nehmen wird. Doch Jesus weiß, dass sein Erdenweg, nur dieses eine Ziel hat, zu sterben, um den Tod zu überwinden. Er weiß, dass er wieder auferstehen wird. Aber er weiß auch, dass der kommende Weg bitter und schmerzvoll ein wird. Für die Jünger sind seine Worte ein Rätsel. Noch können sie nicht erkennen, was dahintersteckt und sorgen sich. Sie wissen nichts von Kreuzigung und Auferstehung. Wie dankbar können wir sein, die wir die Bibel, und Jesus Lebensgeschichte kennen. Wir können nur immer wieder Gott loben und Preisen, dass wir durch seinen Sohn erlöst wurden. Er hat uns den Weg in den Himmel frei gekämpft.
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10. 01.2026
Und er sprach zu ihnen:
Seht zu und hütet euch vor aller Habgier;
denn niemand lebt davon, dass er viele Güter hat.
Lukas 12:15
Bei diesem Vers müssen wir an das Gleichnis von Bauern denken, der nicht genug bekommen konnte, sich eine Scheune nach der anderen baute und meinte, jetzt hätte er genug, um sogar eine Hungersnot zu überstehen. Doch dann kam es anders als gedacht, der Bauer starb und alles, was er angesammelt hatte, konnte er nicht mehr nutzen. Vor einiger Zeit sah ich ein Buch in unserem städtischen Bücherschrank „Ohne Gott kommen wir weiter“. So oder ähnlich lautete der Titel. Mich erschreckte dieser Titel! Kann man so denken, fragte ich mich? Kann man das wirklich? Wie furchtbar! Ist es nicht der einzige wahre Schatz, den wir haben, bis über den Tod hinaus! Der Glauben an Gott und sein Wirken in unserem Leben, sind die Rettung für uns! Dort, wo wir Gott an unserer Seite haben, haben wir den besten Schatz, den wir besitzen können. Jesu Blut, für uns vergossen, zur Vergebung der Sünden. Nichts kann uns wahrhaft schaden, wenn wir darauf vertrauen in Gottes Hand geborgen zu sein. Gewiss, es ist schön, ein Haus mit Garten sein Eigen zu nennen, doch ich lebe ebenso glücklich in meiner Zwei-Zimmer-Wohnung. Wichtig ist mir, mein Mann, die Familie und die Gesundheit meiner Lieben. Das ist der Platz, wo mein Herz auftanken kann, wenn ich abends von der Arbeit heimkomme. Der Gang am Sonntag in die Kirche und in der Woche zum Bibelkreis. Dort finde ich Gleichgesinnte, denen ich im Glauben nahe bin.
Herr, du schenkst uns deine Liebe,
du hältst uns an deiner Hand,
du schenkst uns Kraft und Stärke,
führst uns ins Vaterland.
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4.1.2026
Der Herr sprach: „Licht soll aus der Finsternis hervor leuchten, und einen hellen Schein
in unsere Herzen geben, dass durch uns entstünde die Erleuchtung zur Erkenntnis
zur Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi
1.Korither 4,6
Wie mag es damals den Hirten auf dem Felde ergangen sein, als der Engel ihnen verkündigte: „Euch ist ein Kind geboren! Gott hat seinen Sohn gesandt! Fürchtet euch nicht, geht hin und schaut!“ Wie erschreckt müssen sie gewesen sein, als in der dunklen Nacht der Himmel erstrahlte in Glanz und Herrlichkeit. Es dauert eine Weile bis sie begreifen, Gott hat uns ein Geschenk gemacht, uns droht keine Gefahr. Dann laufen sie eiligen Schrittes zur Krippe, immer dem Stern folgend. Als sie vor dem Kind stehen, knien sie sich hin und danken Gott und loben ihn für seine Wunder. Das wünsche ich auch jedem von uns, dass Gottes Licht in unser Herz kommt und wir erkennen, dass er für uns da ist, das er der leibende Gott ist, der seinen Sohn gesandt hat um unsere Fehler und Schwächen zu vergeben. Danke Gott, dass du für uns da bist an jedem Tag neu!
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1.1.2026
Ich will singen von der Gnade des Herrn ewiglich
und seine Treue verkünden mit meinem Munde für und für.
Psalm 89, 2
Noch ist unser Herz von dem Ereignis in Bethlehem erfüllt. Für die Menschen vor mehr als 2000 Jahren war es die Sensation! Da ist in einem Stall ein Kind geboren worden, das ihr Leben verändern wird. Lange schon warteten sie auf den ersehnten Messias. Nun ist ganz in ihrer Nähe DAS Kind geboren, auf das sie seit Generationen gewartet haben. Die Engel auf dem Felde waren nicht zu übersehen! Dieser helle Schein reichte bis nach Bethlehem, denn damals waren die Nächte dunkel und die Straßenbeleuchtung war noch nicht erfunden. Und dann dieser Stern! Von überallher sah man ihn leuchten bis in weite Ferne, sodass sogar die drei Sterndeuter sich auf den Weg machten, um dieses Kind zu ehren und ihm ihre Gaben zu bringen. Solch ein Ereignis spricht sich herum. Wer von diesem Licht erfüllt ist, kann gar nicht anders, als sich davon inspirieren zu lassen und Gott zu loben und zu danken! Doch Gottes Güte ist schon zuvor bekannt, denn er schloss seinen Bund bereits mit David. Darum singt er ihm Lob und Preis in diesem Psalm. Bereits damals stand Gottes Heilsplan fest, so weist dieser Psalm des Königs Davids bereits auf Jesus hin. Wir werden Gott nie ergründen, er handelt stets anders, als wir es erwarten. Wie großartig fasst David sein Lob in Worte, obwohl er Gottes Heilsplan noch nicht einmal kannte. Uns ist das Kind in der Krippe gegeben, damit wir selig werden.