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Luther 2017

25.07.2026

 

 

 

Da redete Jesus abermals zu ihnen und sprach:

Ich bin das Licht der Welt.

Wer mir vertraut,

der wird nicht wandeln in der Finsternis,

sondern wird das Licht des Lebens haben.

Johannes 8, 12

 

Welch wunderbare, aufmunternde Worte Jesus. Im Licht kennen wir keine Angst. Wenn die Sonne den Tag erhellt wird uns gleich froher zu Mute. Alle Sorgen die uns drücken, werden ein Stückchen kleiner. Wie erst wenn Jesus unser Licht ist und unser Leben erhellt. Dann wird uns froh ums Herz. Alle Last die wir tragen, dürfen wir zu ihm bringen. Herr, wir danken dir, dass du unser Licht bist. Schenke uns das wir dich erkennen.

 

18.07.2026

 

Sündigt aber dein Bruder, so geh hin und weise ihn zurecht

zwischen dir und ihm allein. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder gewonnen.

Matthäus 18,15

Zwistigkeiten sind gerade in Familie immer wieder an der Tagesordnung. Auch, wenn wir denken, früher war alles besser, so täuschen wir uns nur selbst. In der Familie meines Großvaters waren sechs Geschwister. Durch den frühen Tod des Vaters hatte die Mutter nicht mehr das Geld, auch dem Jüngsten das Studium zu finanzieren. Er musste in eine Schlosserlehre gehen. Das bewog die älteren Geschwister, sich von dem Jüngsten zu distanzieren. Selbst, als mein Großvater sein Studium auf Umwegen nachholte, was zu der Zeit nicht einfach war, blieb er das schwarze Schaf bei seinen Geschwistern. Heute wundern wir uns über die Zerstrittenheit in vielen Familien, dabei gehört es von Beginn der Welt dazu. Sonst hätte es vermutlich Matthäus nicht angesprochen. Oder denken wir zurück an Kain und Abel, wo es sogar zum Brudermord kommt. Oder an den Segen des Vaters bei Jakob und Esau. Solange die Erde besteht, gibt es Streitigkeiten in den Familien. Dass wir der Meinung sind, es wäre ein Merkmal unserer Zeit, liegt wohl daran, dass wir es aktueller wahrnehmen, da es uns oder unsere Bekannten selbst betrifft.  Geht hin und setzt alles daran, dass ihr euch mit eurem Bruder versöhnt, schreibt Matthäus. Manches Mal ist jedoch alle Mühe umsonst und wir können unser Problem nur im Gebet Gott anvertrauen, der uns besser kennt, als wir uns selbst kennen. Wir werden stets bemüht sein, Frieden mit Nachbarn, Freunden und Verwandten zu halten. Wo wir nicht weiterkommen, können wir nur Jesus um Hilfe bitten. Manches Mal sind wir machtlos, doch Gott weiß, dass, er kennt unsere Mühen und unsere Verzweiflung, wo alle Mühen umsonst sind. Herr, steh uns bei und schaffe Frieden!

 

11.07.2024

 

Der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist,

da ist Freiheit.

2 Korinther 3,17

 

Es gab Zeiten, in denen sich Christen durchaus nicht frei fühlten. Dabei spricht Paulus von der Freiheit der Christen bereits in seinen Briefen an die Korinther. Gehen wir zurück zur Reformationszeit, war doch gerade das, mit, ein ausschlaggebender Punkt, dass Martin Luther und andere Reformatoren sich stark machten gegen die Ablassbriefe. Gott schenkt uns Freiheit, Freiheit im Glauben und Freiheit für unser Leben. Im Mittelalter versuchten Tetzel und seine Anhänger den Menschen genau das Gegenteil einzureden. Nur durch den Kauf der Ablassbriefe könnten sich die Menschen von ihren Sünden und Verfehlungen freikaufen. Doch Gott ist die Liebe, wie es schon Paulus schreibt. Gott will keinen aufgezwungenen Glauben, er gibt uns die Freiheit, uns für ihn zu entscheiden. Später noch bis in die letzten einhundert Jahre hinein, versuchten die Eltern ihren Kindern klarzumachen, nur, wenn sie brav folgen würden, würde Gott die lieben. Dabei ist Gott die Liebe und verlangt nichts von uns, was über unsere Kräfte geht. Gottes Geist gibt uns die Freiheit im Glauben an Gottes unerschöpfliche Liebe frei im Glauben leben zu können.

 

Du schickst uns deinen Geist,

so dürfen wir erfahren,

dein Segen ruht auf uns,

heut und an allen Tagen.

Du schickst uns deinen Geist,

damit wir es erkennen,

wir dürfen dich, oh Herr,

auch unsern Vater nennen.

Durch deinen Geist, oh Herr,

sind wir bereit von Zwängen und können dich bekennen.

 

04.07.2026

 

Aber mir hast du Arbeit gemacht mit deinen Sünden

und hast mir Mühe gemacht mit deinen Missetaten.

Ich tilge deine Übertretungen um meinetwillen

und gedenke deiner Sünden nicht.

Jesaja 43, 24b-25

 

 

Denken wir eigentlich daran was wir Gott antun, wenn wir wieder einmal nicht nach seinem Willen handeln? Sicher nicht. Wenn wir mit dem Kopf durch die Wand gehen denken wir nur an uns, weder an unseren Nächsten der über unser handeln traurig ist noch an Gott. Wenn wir nun das Wort lesen das Gott Jesaja sagt, werden wir dann nicht doch nachdenklich? Wir tun Gott weh, wenn wir gegen seinen Willen handeln, denn er liebt uns, seine Kinder so sehr, das er es nicht ertragen kann wenn wir ein Unrecht tun. So tilgt er unsere Sünden, hat sie für immer ausgelöscht durch den Tod und die Auferstehung seines Sohnes. Herr wir danken dir für deine Liebe.

 

27.06.2026

 

Jesus aber sprach zu ihnen:

Ich bin das Brot des Lebens.

Wer zu mir kommt,

den wird nicht hungern:

und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.

Johannes 6, 36

 

Wie schwer ist doch Jesu Wort oftmals zu verstehen. Die Menschen die um ihn sind können es nicht fassen. Sie haben die Speisung der Fünftausend erlebt. Bei der von wenigen Broten und Fischen die Menschen gesättigt wurden. Von welch einem Brot spricht Jesus jedoch, wenn er sagt, sie werden ewig gesättigt sein und keinen Durst mehr kennen? Jesus spricht nicht von leiblichen Bedürfnissen, er spricht von der Seele, die Frieden findet, wenn sie an Gott glaubt. So bitten wir dich: „Herr schenke uns den Glauben an Dein Wort, dass wir Frieden finden.“

 

 

20.06.2026

 

Petrus aber tat den Mund auf und sprach:

Nun erfahre ich in Wahrheit,

das Gott die Person nicht ansieht;

sondern in jedem Volk, wer ihn fürchtet und recht tut,

der ist ihm angenehm.

Apostelgeschichte 10, 34

 

Welch ein Ausspruch des Petrus. Immer wieder dachten und denken Menschen, Gott einen Dienst erweisen zu müssen. Dies war auch der Grund aus dem heraus Luther seine Thesen an die Schlosskirche zu Wittenberg schlug. Wacht auf, glaubt an Gott und seine Liebe und ihr seid erlöst von euren Sünden. Ihr braucht euch nicht freikaufen, das hat Jesus am Kreuz getan. Ihr braucht Gott nur glauben und seine Liebe annehmen. Herr lass uns erkennen, dass du die Liebe bist. Lass und deine Gnade annehmen, die uns ohne unser Zutun frei spricht von unseren Fehöern und Sünden.

 

*

13.06.2026

 

Denn das ist der Wille meines Vaters,

dass wer den Sohn sieht und glaubt an ihn,

das ewige Leben habe;

und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage.

Johannes 6, 40

 

Welch Zusage Jesu! Wir Christen halten uns ein Leben lang an dieser Aussage fest. Dies ist es, dass unsere Trauer lindert, wenn ein geliebter Mensch von uns gegangen ist. Eines Tages werden wir uns wiedersehen. Auch wenn wir nicht wissen wie dieses Wiedersehen sein wird, so wissen wir doch wir sind gemeinsam bei unserem Vater im Himmel. Etwas größeres kann es nicht geben. Vater wir danken dir, für dein Wort, für die Zuversicht die du uns geschenkt hast. Dafür, dass wir wissen wir sind deine Kinder auch nach dem Tode.

 

06.06.2026

 

Himmel und Erde werden vergehen,

meine Worte aber werden nicht vergehen.

Von dem Tage aber und der Stunde weiß

niemand, auch die Engel im Himmel nicht.

Markus 13, 31-32

 

Ich erinnere mich noch sehr genau an meine Gedanken, wenn ich diese Schriftstelle in meiner Kindheit hörte. Dann stellte ich mir vor wie in nächster Zeit die Welt nicht mehr sein würde und wir uns plötzlich alle im Himmel befänden. Wird man erwachsen lächelt man über so kindliche Gedanken. Und doch wissen wir genau, dass wir in diesem Sinne nichts wissen. Ahnungslos wie ein Kind sind. Das wir nur ein Wissen und uns darauf verlassen können. Unser Leben unser Sein liegt einzig allein in Gottes Hand. Das sollte uns Mut zum Leben geben und Vertrauen zu Gott unserem Vater.

 

 

30.05.2026

 

Ich will den Vater bitten und er wird euch einen anderen Tröster geben,

dass er bei euch sei in Ewigkeit.

Johannes 14:16

 

Die Zeit nach Himmelfahrt ist für die Jünger Jesu wohl die schwerste. Jetzt ist ihr Meister für immer von ihnen gegangen. Gewiss, er hatte versprochen, ihnen seinen Geist zu senden, doch bisher hatten sie nichts davon gemerkt. Immer noch trauern sie alten Zeiten nach, in denen sie gemeinsam mit Jesus von Ort zu Ort zogen und jubelnd gefeiert wurden. Das ist nun schon eine ganze Weile her. Irgendwann müssen sie ihr Leben wieder in den Griff bekommen. Doch immer noch sind sie sich uneins, wie es weitergehen soll. Plötzlich, und unerwartet, hören sie ein Brausen und als sie sich verwundert umsehen, entdecken sie auf dem Kopf des Nachbarn eine lohende Flamme wie ein Feuer, das aber nicht verzehrt. Sie sind verwundert und fangen plötzlich an zu reden, ein jeder von ihnen möchte von seinen Erlebnissen mit Jesus berichten. Bisher saßen sie in einem abgeriegelten Raum, während draußen das Leben pulsierte. Man feierte das Erntefest. Aus vielen Teilen des Landes waren Menschen in die Stadt gekommen zu diesem Fest. Doch jetzt stören sich die Jünger nicht mehr an der Menschenmasse. Bisher schweigsam, zieht es sie jetzt förmlich hinaus zu den Menschen, um ihnen von Jesus zu berichten. Sie sind die ersten Zeugen, das wird ihnen gerade bewusst und sie müssen reden, wer sollte es sonst tun! Ohne es zu merken und ohne eine Fremdsprache zu lernen, ist es ihnen jetzt möglich, mit den Menschen zu reden, ganz gleich in welcher Sprache. Jesu Wort beginnt zu Laufen durch die Stadt, durch die Nachbarländer, ja um die ganze Welt. Es gibt nur eine wichtige Botschaft: Jesus ist der Sohn Gottes!

 

23.05.2026

 

Fürchte dich nicht, sondern rede und schweige nicht!

Denn ich bin mit dir, und niemand soll sich unterstehen,

dir zu schaden.

Apostelgeschichte 18, 9-10

 

Gott erteilt seinen Kindern den Auftrag zu reden. Wer ihn erfahren hat, kann nicht anders und muss von vom Erzählen, muss seine Erfahrungen, seine empfangene Liebe Gottes weitersagen. Nicht im stillen Kämmerlein und für uns allein sollen wir Gott gedenken, nein er fordert uns auf geht hin erzählt eurem Nächsten von mir, ich bin ja bei euch. Ich gebe euch die rechten Worte zur rechten Zeit. Habt keine Angst, traut euch etwas zu. Versuchen wir es doch einmal und reden von unserem Schöpfer.

*

14.5.2026

 

Sie der Himmel und aller Himmel Himmel

und die Erde und alles, was darinnen ist,

das ist des Herrn deines Gottes.

5. Mose, 10, 14

 

Aufmerksam verfolgen wir neue wissenschaftliche Forschungen, hören gespannt was Astronauten im Weltall entdeckten. Haben wir uns in solchen Momenten eigentlich einmal klar gemacht wie groß unsere Welt ist? Sicher nicht. Was alles dazu gehört, wenn wir von dem Weltall sprechen? Alles Himmel und Erde und noch viel mehr, Dinge die wir uns gar nicht vorstellen können und die noch längst nicht alle erforscht sind, all das gehört unserem Gott, all das hat er geschaffen. Aus dieser Sich heraus können wir vielleicht einmal versuchen, seine Größe und Macht zu verstehen. Und doch ist er für jeden einzelnen von uns da und will für uns der liebende Vater sein. Kann es etwas Größeres geben?

 

09.05.2026

 

Und in keinem anderen ist Heil, auch ist, kein anderer

 Name unter dem Himmel den Menschen gegeben,

durch den sie sollen selig werden.

Apostelgeschickte 4, 12

 

Wer kennt sie noch die zehn Gebote? Vereinzelt fällt uns vielleicht noch etwas dazu ein, aber geordnet bekommen wir sie nur selten. Eigentlich sind es ganz normale Lebensregeln nach denen wir uns richten sollten. Aber eins steht allen voran, das 1. Gebot. Den Nehmen Gottes zu heiligen. Ihn zu ehren und zu lieben vor allen anderen Dingen. Wie schnell bauen wir uns in unserem Herzen eigene Götter, der Möglichkeiten gibt es viele. So entfernen wir uns immer weiter von unserem himmlischen Vater. Herr hilf uns, uns an deine Gebote zu halten, lass unser Herz erkennen, dass du das Wichtigste in unserem Leben bist.

 

 

30.04.2026

 

Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen,

auf dass wir klug werden

Psalm 90, 12

Gott wünscht sich fröhliche Menschen, die im Vertrauen auf ihn durchs Leben gehen. Und doch lesen wir dann diesen Satz in der Bibel. Sterben erzeugt Trauer, lässt uns in Leid versinken. Aber so ist es nicht gemeint. Selbstverständlich trauern wir um ein geliebtes Wesen, ob Mensch oder Tier wenn es von uns geht. Gott möchte aber mit diesem Satz daran erinnern, das mit dem Tod das Leben nicht zu Ende ist. Nach dem Tode kommt ein noch schöneres Leben bei ihm. Nicht in unserem alten Kleid der Körperlichkeit. Wie es sein wird weiß keiner von uns und doch sollen wir uns freuen, nach dem Tode zu unserem himmlischen Vater zu kommen. Nur wenige Menschen können dies begreifen und die Angst vor dem Sterben überwinden. Herr hilf unserem Kleinglauben, schenke uns mehr Vertrauen zu dir.

 

26.04.2026

 

Denn ein Tag in deinen Vorhöfen

Ist besser als sonst tausend.

Ich will die Tür hüten in meines

Gottes Haus, als wohnen in der Gottlosen Hütten.

Psalm 84, 11

 

Dem Psalmbeter ist Gottes Haus ein Ort der Zuflucht und Geborgenheit. Nur hier kann er zur Ruhe kommen, nur hier kann er sich wahrhaft freuen. In manchen katholischen Gegenden ist es auch heute noch Brauch täglich mehrmals zur Messe zu gehen. Ich lernte das vor vielen Jahren bei einem Urlaub in Luxemburg kennen. Überall weisen Schilder auf die Gottesdienste hin. Wie schaffen das die Leute, dachte ich so bei mir? Gehen sie denn nicht arbeiten? Aber das Leben dieser Menschen ist ganz anderes eingerichtet als das unsere, für sie ist der Weg zur Kirche selbstverständlich. Für uns ist es schon etwas Besonderes sonntags zur Kirche zu gehen. Welch ein Unterschied. Herr wandle du unser Herz, das wir uns dort geborgen fühlen wo du zu Hause bist.

 

18.04.2026

 

 

Und wenn du nun isst uns satt wirst,

so hüte dich, dass du nicht den Herrn vergisst.

5.Mose 6, 11b-12a

 

Wie selbstverständlich ist es doch für uns geworden, uns an einen gedeckten Tisch zu setzen. Unsere Eltern und Großeltern haben dies noch anders kennen gelernt. Sie dankten für jedes Stück Brot, weil es ein Geschenk war und nicht Gewohnheit. Heute in der Überflussgesellschaft, wo so manches schnell einmal weggeworfen wird, vergessen wir das danken. Es ist das normalste was wir uns denken können, unsere Kinder werden im Überfluss groß. Herr wir danken dir, dass wir jeden Tag neu zu essen haben. Aber hilf auch, dass wir die nicht vergessen die auch heute noch um eine Handvoll Reis bangen müssen und nicht wissen was der nächste Tag bringt. Herr schenke du uns offene Augen und ein Herz, dass das Danken nicht vergisst.

 

12.4.2026

 

Denn es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen,

aber meine Gnade soll nicht weichen,

und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen,

spricht der Herr, dein Erbarmer.

Jesaja 54, 10

 

Ewiger Friede, welch ein Geschenk das Gott den Menschen anbietet. Hier auf Erde kennen wir das nicht. Wir können nur die Jahre zwischen den Kriegen zählen und freuen uns wenn es eine große Spanne an Jahren ist, die ein Land im Frieden leben durfte. Gott bietet ewigen Frieden! Kann es etwas Größeres geben, wohl nicht. Aber damit nicht genug, er bietet uns auch seine Gnade an,

*

 

 

6.4.2026

 

Und siehe, zwei Jünger gingen an demselben Tag

in ein Dorf, das war von Jerusalem etwas zwei

Wegstunden entfernt; dessen Name ist Emmaus.

Und sie redeten miteinander von all diesen Geschichten.

Und es geschah, als sie so redeten und sich miteinander

besprachen,  nahte sich Jesus selbst und ging mit ihnen.

Aber ihre Augen wurden gehalten, dass sie ihn nicht erkannten.

Lukas 24, 13-15

 

Da gehen nun die Jünger ein Stück ihres Weges mit Jesus und erkennen ihn nicht. Geht es uns nicht oft genug so im Leben? Was nicht sein kann, das ist auch nicht. So müssen die Jünger es auch empfunden haben. Gerade haben sie von der Auferstehung Jesus gehört. ‚Was die Frauen wohl gehen haben‘, werden sie so bei sich gedacht haben. Sie kommen gar nicht auf die Idee, dass dieser Mann neben ihnen Jesus sein könnte. So reden sie weiter und weiter und sehen nicht, wie nah sie ihm sind. Wenn wir uns nicht nur in unser Leid verkriechen, sehen auch wir Jesu ausgestreckte Hand, die bereit ist, uns zu retten.

 

5.4.2026 Ostern

 

Aber am ersten Tag der Woche sehr früh kamen sie

 zum Grab und trugen bei sich die wohlriechenden Öle, die sie

bereitet hatten. Sie fanden aber den Stein weggewälzt 

vom Grabe und gingen hinein und fanden den Lein des Herrn Jesus nicht.

Und als sie darüber bekümmert waren, siehe, da traten zu ihnen

zwei Männer mit glänzenden Kleidern. Sie aber erschraken

und neigten ihr Angesicht zur Erde. Da sprachen sie zu ihnen:

Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier,

er ist auferstanden.

Lukas 24, 1-6a

 

Jesus ist auferstanden! Welch eine Geschichte! Und gerade zwei Frauen sind diese Engel zuerst erschienen. Das in einer Zeit, wo die Frauen weit hinter den Männern kamen. Jedoch waren sie es, die in inniger Liebe zum Herrn brannten und ihn auch nicht im  Tode vergaßen, sondern ihr weniges Geld gaben, um wohlriechende Öle zu erstellen. Früh in der Morgenstunde, um nicht Gefahr zu laufen, gesehen zu werden, machten sie sich auf zum Grabe des Herrn. Sie wollten ihm unbedingt noch etwas Gutes tun, darum hatten sie Furcht, von Grabe verwiesen zu werden, wenn sie jemand gesehen hätte. Gott sieht das Herz, die innere Einstellung. Diese beiden waren auserkoren, es in die Welt zu tragen: „Jesus ist auferstanden, freut euch! Halleluja!“ So können auch wir heute voller Freude mit diesem Gruß in den Ostersonntag gehen. Der Tod ist besiegt, Halleluja!

*

 

Karsamstag 4.4.2026

 

Und siehe, da war ein Mann mit Namen Josef,

ein Ratsherr, der war ein guter, frommer Mann

und hatte ihren Rat und ihr Handeln nicht

gebilligt. Der ging zu Pilatus und bat um den

Leib Jesu und nahm ihn ab, wickelte ihn in ein Leintuch

und legte ihn in ein Felsengrab, in dem noch nie jemand gelegen hatte.

Lukas 23, 50-53

 

Jesus ist gestorben, trauernd begeben sich die Menschen zurück in ihr Heim. Doch einen gibt es: Josef, der am nächsten Tage zu Pilatus geht und Jesus’ Leib fordert, um ihn zur Ruhe zu betten. Viel Geld hat er für dieses Grab bezahlt, es sollte eines Tages seine Grabstätte sein. Um Jesus jedoch eine würdige Ruhestätte zu geben, will er ihn in dieses Grab legen. Er kann nichts tun gegen die Aufrührer und gegen den Todesspruch, aber er kann dafür sorgen, dass Jesus würdig bestattet wird, und das tut er.

 

Karfreitag, 3.4.3036

 

Und als sie kamen an die Stätte,

die heißt Schädelstätte, kreuzigten sie ihn dort

und die Übeltäter mit ihm, einen zur Rechten

und einen zur Linken. Jesus aber sprach:

Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun.

Und sie verteilten seine Kleider und warfen das Los darum.

Lukas 23, 33-34

 

Bis zum letzten Ende bittet Jesus seinen Vater für seine Peiniger. Denn sie wissen nicht, was sie tun. Nein, die Menschen wissen es wirklich nicht, und doch ist es Gottes Wille, seinen Sohn für uns in den Tod zu schicken, damit wir leben. Was wären wir ohne Ostern?! Wir müssten bangen um den Tod, uns ängstigen vor dem Ende. Jetzt, wo Jesus den Tod besiegt hat, können wir voll Vertrauen auch das letzte Stück unseres Lebensweges gehen. Es kann nichts kommen, was uns schreckt. In Gottes Armen sind wir geborgen. Durch Jesus ist der Tod überwunden und wir sind erlöst. Haleluja

 

 *

2.4.2026 Gründonnerstag

 

Und als sie ihn abführten, ergriffen sie

einen Mann, Simon von Kyrene, der vom Feld kam,

und legten das Kreuz auf ihn, dass er`s Jesus nachtrüge.

Es folgte ihm aber eine große Volksmenge und Frauen

die klagten und beweinten ihn.

Lukas 23, 26-27

 

Nun ist es endgültig, es gibt kein Entrinnen mehr. Jesus soll hingerichtet werden. Und doch haben die Soldaten Mitleid, vielleicht durch die Menge des Volkes, die nun trauernd folgt. Sie legen einem Fremden das Kreuz auf. Welch eine Last, muss solch ein Kreuz haben, wenn wir die Größe bedenken? Und doch bleibt dem Fremden nichts anderes übrig. Auch wir haben jeder von uns sein Kreuz zu tragen. Vor Jahren las ich einmal eine Geschichte, in der es hieß, Gott legt jedem nur das Kreuz auf das er tragen kann. Ich fing an, darüber nachzudenken, und stellte fest, dass es selbst in schweren Tiefs, die ich durchlebte, zeitweise immer noch Menschen gab, denen es schlechter ging als mir. So sollten wir versuchen, unser Leben zu betrachten, wenn wir wieder einmal ganz unten sind. Es kann noch so schlimm kommen, Gott verlässt uns nicht.

*

31.03.2026

 

Als sie aber aßen, nahm Jesus das Brot,

dankte, brach`s und gab`s den Jüngern

und sprach: Nehmet, esset das ist mein Leib.

Und er nahm den Kelch und dankte,

gab ihnen den und sprach:

Trinket alle daraus; das ist mein Blut des Bundes,

das  vergossen wird für viele

zur Vergebung der Sünden.

Matthäus 26, 26-28

 

Diese Worte des letzten Abendmahles Jesus mit seinen Jüngern hören wir bei jedem Abendmahl in der Kirche, und doch sind sie immer etwas ganz Besonderes, etwas, das tief in uns dringt. Jesus hat sich aus Liebe für uns, damit wir nicht verloren gehen, ans Kreuz schlagen lassen und ist für unsere Missetat gestorben. Wir können es nur dankend annehmen und uns seiner Liebe anvertrauen. Ganz besonders an einem solchen Tag wie dem Gründonnerstag. Herr, wir danken dir für deine Liebe.

 *

Guter Gott, du allein weißt, wohin unsere Wege uns führen,

was wir morgen erleben, wem wir übermorgen begegnen.

Lass in uns das Vertrauen in dich wachsen

Und gib uns jeden Tag von neuem die Kraft,

uns von dir leiten und begleiten zu lassen. Amen