Bibelverse werden mit Genehmigung der Deutschen Bibelgesellschaft genutzt
Luther 2017
06.06.2026
Himmel und Erde werden vergehen,
meine Worte aber werden nicht vergehen.
Von dem Tage aber und der Stunde weiß
niemand, auch die Engel im Himmel nicht.
Markus 13, 31-32
Ich erinnere mich noch sehr genau an meine Gedanken, wenn ich diese Schriftstelle in meiner Kindheit hörte. Dann stellte ich mir vor wie in nächster Zeit die Welt nicht mehr sein würde und wir uns plötzlich alle im Himmel befänden. Wird man erwachsen lächelt man über so kindliche Gedanken. Und doch wissen wir genau, dass wir in diesem Sinne nichts wissen. Ahnungslos wie ein Kind sind. Das wir nur ein Wissen und uns darauf verlassen können. Unser Leben unser Sein liegt einzig allein in Gottes Hand. Das sollte uns Mut zum Leben geben und Vertrauen zu Gott unserem Vater.
30.05.2026
Ich will den Vater bitten und er wird euch einen anderen Tröster geben,
dass er bei euch sei in Ewigkeit.
Johannes 14:16
Die Zeit nach Himmelfahrt ist für die Jünger Jesu wohl die schwerste. Jetzt ist ihr Meister für immer von ihnen gegangen. Gewiss, er hatte versprochen, ihnen seinen Geist zu senden, doch bisher hatten sie nichts davon gemerkt. Immer noch trauern sie alten Zeiten nach, in denen sie gemeinsam mit Jesus von Ort zu Ort zogen und jubelnd gefeiert wurden. Das ist nun schon eine ganze Weile her. Irgendwann müssen sie ihr Leben wieder in den Griff bekommen. Doch immer noch sind sie sich uneins, wie es weitergehen soll. Plötzlich, und unerwartet, hören sie ein Brausen und als sie sich verwundert umsehen, entdecken sie auf dem Kopf des Nachbarn eine lohende Flamme wie ein Feuer, das aber nicht verzehrt. Sie sind verwundert und fangen plötzlich an zu reden, ein jeder von ihnen möchte von seinen Erlebnissen mit Jesus berichten. Bisher saßen sie in einem abgeriegelten Raum, während draußen das Leben pulsierte. Man feierte das Erntefest. Aus vielen Teilen des Landes waren Menschen in die Stadt gekommen zu diesem Fest. Doch jetzt stören sich die Jünger nicht mehr an der Menschenmasse. Bisher schweigsam, zieht es sie jetzt förmlich hinaus zu den Menschen, um ihnen von Jesus zu berichten. Sie sind die ersten Zeugen, das wird ihnen gerade bewusst und sie müssen reden, wer sollte es sonst tun! Ohne es zu merken und ohne eine Fremdsprache zu lernen, ist es ihnen jetzt möglich, mit den Menschen zu reden, ganz gleich in welcher Sprache. Jesu Wort beginnt zu Laufen durch die Stadt, durch die Nachbarländer, ja um die ganze Welt. Es gibt nur eine wichtige Botschaft: Jesus ist der Sohn Gottes!
23.05.2026
Fürchte dich nicht, sondern rede und schweige nicht!
Denn ich bin mit dir, und niemand soll sich unterstehen,
dir zu schaden.
Apostelgeschichte 18, 9-10
Gott erteilt seinen Kindern den Auftrag zu reden. Wer ihn erfahren hat, kann nicht anders und muss von vom Erzählen, muss seine Erfahrungen, seine empfangene Liebe Gottes weitersagen. Nicht im stillen Kämmerlein und für uns allein sollen wir Gott gedenken, nein er fordert uns auf geht hin erzählt eurem Nächsten von mir, ich bin ja bei euch. Ich gebe euch die rechten Worte zur rechten Zeit. Habt keine Angst, traut euch etwas zu. Versuchen wir es doch einmal und reden von unserem Schöpfer.
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14.5.2026
Sie der Himmel und aller Himmel Himmel
und die Erde und alles, was darinnen ist,
das ist des Herrn deines Gottes.
5. Mose, 10, 14
Aufmerksam verfolgen wir neue wissenschaftliche Forschungen, hören gespannt was Astronauten im Weltall entdeckten. Haben wir uns in solchen Momenten eigentlich einmal klar gemacht wie groß unsere Welt ist? Sicher nicht. Was alles dazu gehört, wenn wir von dem Weltall sprechen? Alles Himmel und Erde und noch viel mehr, Dinge die wir uns gar nicht vorstellen können und die noch längst nicht alle erforscht sind, all das gehört unserem Gott, all das hat er geschaffen. Aus dieser Sich heraus können wir vielleicht einmal versuchen, seine Größe und Macht zu verstehen. Und doch ist er für jeden einzelnen von uns da und will für uns der liebende Vater sein. Kann es etwas Größeres geben?
09.05.2026
Und in keinem anderen ist Heil, auch ist, kein anderer
Name unter dem Himmel den Menschen gegeben,
durch den sie sollen selig werden.
Apostelgeschickte 4, 12
Wer kennt sie noch die zehn Gebote? Vereinzelt fällt uns vielleicht noch etwas dazu ein, aber geordnet bekommen wir sie nur selten. Eigentlich sind es ganz normale Lebensregeln nach denen wir uns richten sollten. Aber eins steht allen voran, das 1. Gebot. Den Nehmen Gottes zu heiligen. Ihn zu ehren und zu lieben vor allen anderen Dingen. Wie schnell bauen wir uns in unserem Herzen eigene Götter, der Möglichkeiten gibt es viele. So entfernen wir uns immer weiter von unserem himmlischen Vater. Herr hilf uns, uns an deine Gebote zu halten, lass unser Herz erkennen, dass du das Wichtigste in unserem Leben bist.
30.04.2026
Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen,
auf dass wir klug werden
Psalm 90, 12
Gott wünscht sich fröhliche Menschen, die im Vertrauen auf ihn durchs Leben gehen. Und doch lesen wir dann diesen Satz in der Bibel. Sterben erzeugt Trauer, lässt uns in Leid versinken. Aber so ist es nicht gemeint. Selbstverständlich trauern wir um ein geliebtes Wesen, ob Mensch oder Tier wenn es von uns geht. Gott möchte aber mit diesem Satz daran erinnern, das mit dem Tod das Leben nicht zu Ende ist. Nach dem Tode kommt ein noch schöneres Leben bei ihm. Nicht in unserem alten Kleid der Körperlichkeit. Wie es sein wird weiß keiner von uns und doch sollen wir uns freuen, nach dem Tode zu unserem himmlischen Vater zu kommen. Nur wenige Menschen können dies begreifen und die Angst vor dem Sterben überwinden. Herr hilf unserem Kleinglauben, schenke uns mehr Vertrauen zu dir.
26.04.2026
Denn ein Tag in deinen Vorhöfen
Ist besser als sonst tausend.
Ich will die Tür hüten in meines
Gottes Haus, als wohnen in der Gottlosen Hütten.
Psalm 84, 11
Dem Psalmbeter ist Gottes Haus ein Ort der Zuflucht und Geborgenheit. Nur hier kann er zur Ruhe kommen, nur hier kann er sich wahrhaft freuen. In manchen katholischen Gegenden ist es auch heute noch Brauch täglich mehrmals zur Messe zu gehen. Ich lernte das vor vielen Jahren bei einem Urlaub in Luxemburg kennen. Überall weisen Schilder auf die Gottesdienste hin. Wie schaffen das die Leute, dachte ich so bei mir? Gehen sie denn nicht arbeiten? Aber das Leben dieser Menschen ist ganz anderes eingerichtet als das unsere, für sie ist der Weg zur Kirche selbstverständlich. Für uns ist es schon etwas Besonderes sonntags zur Kirche zu gehen. Welch ein Unterschied. Herr wandle du unser Herz, das wir uns dort geborgen fühlen wo du zu Hause bist.
18.04.2026
Und wenn du nun isst uns satt wirst,
so hüte dich, dass du nicht den Herrn vergisst.
5.Mose 6, 11b-12a
Wie selbstverständlich ist es doch für uns geworden, uns an einen gedeckten Tisch zu setzen. Unsere Eltern und Großeltern haben dies noch anders kennen gelernt. Sie dankten für jedes Stück Brot, weil es ein Geschenk war und nicht Gewohnheit. Heute in der Überflussgesellschaft, wo so manches schnell einmal weggeworfen wird, vergessen wir das danken. Es ist das normalste was wir uns denken können, unsere Kinder werden im Überfluss groß. Herr wir danken dir, dass wir jeden Tag neu zu essen haben. Aber hilf auch, dass wir die nicht vergessen die auch heute noch um eine Handvoll Reis bangen müssen und nicht wissen was der nächste Tag bringt. Herr schenke du uns offene Augen und ein Herz, dass das Danken nicht vergisst.
12.4.2026
Denn es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen,
aber meine Gnade soll nicht weichen,
und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen,
spricht der Herr, dein Erbarmer.
Jesaja 54, 10
Ewiger Friede, welch ein Geschenk das Gott den Menschen anbietet. Hier auf Erde kennen wir das nicht. Wir können nur die Jahre zwischen den Kriegen zählen und freuen uns wenn es eine große Spanne an Jahren ist, die ein Land im Frieden leben durfte. Gott bietet ewigen Frieden! Kann es etwas Größeres geben, wohl nicht. Aber damit nicht genug, er bietet uns auch seine Gnade an,
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6.4.2026
Und siehe, zwei Jünger gingen an demselben Tag
in ein Dorf, das war von Jerusalem etwas zwei
Wegstunden entfernt; dessen Name ist Emmaus.
Und sie redeten miteinander von all diesen Geschichten.
Und es geschah, als sie so redeten und sich miteinander
besprachen, nahte sich Jesus selbst und ging mit ihnen.
Aber ihre Augen wurden gehalten, dass sie ihn nicht erkannten.
Lukas 24, 13-15
Da gehen nun die Jünger ein Stück ihres Weges mit Jesus und erkennen ihn nicht. Geht es uns nicht oft genug so im Leben? Was nicht sein kann, das ist auch nicht. So müssen die Jünger es auch empfunden haben. Gerade haben sie von der Auferstehung Jesus gehört. ‚Was die Frauen wohl gehen haben‘, werden sie so bei sich gedacht haben. Sie kommen gar nicht auf die Idee, dass dieser Mann neben ihnen Jesus sein könnte. So reden sie weiter und weiter und sehen nicht, wie nah sie ihm sind. Wenn wir uns nicht nur in unser Leid verkriechen, sehen auch wir Jesu ausgestreckte Hand, die bereit ist, uns zu retten.
5.4.2026 Ostern
Aber am ersten Tag der Woche sehr früh kamen sie
zum Grab und trugen bei sich die wohlriechenden Öle, die sie
bereitet hatten. Sie fanden aber den Stein weggewälzt
vom Grabe und gingen hinein und fanden den Lein des Herrn Jesus nicht.
Und als sie darüber bekümmert waren, siehe, da traten zu ihnen
zwei Männer mit glänzenden Kleidern. Sie aber erschraken
und neigten ihr Angesicht zur Erde. Da sprachen sie zu ihnen:
Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier,
er ist auferstanden.
Lukas 24, 1-6a
Jesus ist auferstanden! Welch eine Geschichte! Und gerade zwei Frauen sind diese Engel zuerst erschienen. Das in einer Zeit, wo die Frauen weit hinter den Männern kamen. Jedoch waren sie es, die in inniger Liebe zum Herrn brannten und ihn auch nicht im Tode vergaßen, sondern ihr weniges Geld gaben, um wohlriechende Öle zu erstellen. Früh in der Morgenstunde, um nicht Gefahr zu laufen, gesehen zu werden, machten sie sich auf zum Grabe des Herrn. Sie wollten ihm unbedingt noch etwas Gutes tun, darum hatten sie Furcht, von Grabe verwiesen zu werden, wenn sie jemand gesehen hätte. Gott sieht das Herz, die innere Einstellung. Diese beiden waren auserkoren, es in die Welt zu tragen: „Jesus ist auferstanden, freut euch! Halleluja!“ So können auch wir heute voller Freude mit diesem Gruß in den Ostersonntag gehen. Der Tod ist besiegt, Halleluja!
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Karsamstag 4.4.2026
Und siehe, da war ein Mann mit Namen Josef,
ein Ratsherr, der war ein guter, frommer Mann
und hatte ihren Rat und ihr Handeln nicht
gebilligt. Der ging zu Pilatus und bat um den
Leib Jesu und nahm ihn ab, wickelte ihn in ein Leintuch
und legte ihn in ein Felsengrab, in dem noch nie jemand gelegen hatte.
Lukas 23, 50-53
Jesus ist gestorben, trauernd begeben sich die Menschen zurück in ihr Heim. Doch einen gibt es: Josef, der am nächsten Tage zu Pilatus geht und Jesus’ Leib fordert, um ihn zur Ruhe zu betten. Viel Geld hat er für dieses Grab bezahlt, es sollte eines Tages seine Grabstätte sein. Um Jesus jedoch eine würdige Ruhestätte zu geben, will er ihn in dieses Grab legen. Er kann nichts tun gegen die Aufrührer und gegen den Todesspruch, aber er kann dafür sorgen, dass Jesus würdig bestattet wird, und das tut er.
Karfreitag, 3.4.3036
Und als sie kamen an die Stätte,
die heißt Schädelstätte, kreuzigten sie ihn dort
und die Übeltäter mit ihm, einen zur Rechten
und einen zur Linken. Jesus aber sprach:
Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun.
Und sie verteilten seine Kleider und warfen das Los darum.
Lukas 23, 33-34
Bis zum letzten Ende bittet Jesus seinen Vater für seine Peiniger. Denn sie wissen nicht, was sie tun. Nein, die Menschen wissen es wirklich nicht, und doch ist es Gottes Wille, seinen Sohn für uns in den Tod zu schicken, damit wir leben. Was wären wir ohne Ostern?! Wir müssten bangen um den Tod, uns ängstigen vor dem Ende. Jetzt, wo Jesus den Tod besiegt hat, können wir voll Vertrauen auch das letzte Stück unseres Lebensweges gehen. Es kann nichts kommen, was uns schreckt. In Gottes Armen sind wir geborgen. Durch Jesus ist der Tod überwunden und wir sind erlöst. Haleluja
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2.4.2026 Gründonnerstag
Und als sie ihn abführten, ergriffen sie
einen Mann, Simon von Kyrene, der vom Feld kam,
und legten das Kreuz auf ihn, dass er`s Jesus nachtrüge.
Es folgte ihm aber eine große Volksmenge und Frauen
die klagten und beweinten ihn.
Lukas 23, 26-27
Nun ist es endgültig, es gibt kein Entrinnen mehr. Jesus soll hingerichtet werden. Und doch haben die Soldaten Mitleid, vielleicht durch die Menge des Volkes, die nun trauernd folgt. Sie legen einem Fremden das Kreuz auf. Welch eine Last, muss solch ein Kreuz haben, wenn wir die Größe bedenken? Und doch bleibt dem Fremden nichts anderes übrig. Auch wir haben jeder von uns sein Kreuz zu tragen. Vor Jahren las ich einmal eine Geschichte, in der es hieß, Gott legt jedem nur das Kreuz auf das er tragen kann. Ich fing an, darüber nachzudenken, und stellte fest, dass es selbst in schweren Tiefs, die ich durchlebte, zeitweise immer noch Menschen gab, denen es schlechter ging als mir. So sollten wir versuchen, unser Leben zu betrachten, wenn wir wieder einmal ganz unten sind. Es kann noch so schlimm kommen, Gott verlässt uns nicht.
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31.03.2026
Als sie aber aßen, nahm Jesus das Brot,
dankte, brach`s und gab`s den Jüngern
und sprach: Nehmet, esset das ist mein Leib.
Und er nahm den Kelch und dankte,
gab ihnen den und sprach:
Trinket alle daraus; das ist mein Blut des Bundes,
das vergossen wird für viele
zur Vergebung der Sünden.
Matthäus 26, 26-28
Diese Worte des letzten Abendmahles Jesus mit seinen Jüngern hören wir bei jedem Abendmahl in der Kirche, und doch sind sie immer etwas ganz Besonderes, etwas, das tief in uns dringt. Jesus hat sich aus Liebe für uns, damit wir nicht verloren gehen, ans Kreuz schlagen lassen und ist für unsere Missetat gestorben. Wir können es nur dankend annehmen und uns seiner Liebe anvertrauen. Ganz besonders an einem solchen Tag wie dem Gründonnerstag. Herr, wir danken dir für deine Liebe.
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Guter Gott, du allein weißt, wohin unsere Wege uns führen,
was wir morgen erleben, wem wir übermorgen begegnen.
Lass in uns das Vertrauen in dich wachsen
Und gib uns jeden Tag von neuem die Kraft,
uns von dir leiten und begleiten zu lassen. Amen
