Bunte Nester

 

Bunte Nester, welche Freude,

ja grad eine Augenweide;

warten auf die Kinder heute,

nach der langen Winterzeit.

 

Meister Lampe, oh wie keck,

hatte sie heut Nacht versteckt.

Auf der Wiese, hinterm Haus,

leuchten jetzt die bunten Nester,

wie ein farbenfroher Strauß.

 

Meister Lampe, im Verstecke,

schaut den Kindern freudig zu.

Peter, Anne und Katrein,

jeder will der Erste sein.

 

Ja, sie laufen um die Wette,

sehn den Hasen im Verstecke,

dieser schlägt nun schnell und keck,

einen Haken und ist weg.

Christina Telker

*

Osterzeit

 

Der Hahn er schaut sich um im Land,
im Garten und im Feld,
er sieht, wie alles neu erblüht,
freut sich der schönen Welt.

Der Frühling hat sich eingestellt,
mit Farben voller Pracht,
es leuchtet heute in gelb und rot,
wer hätte das gedacht.

Der Hahn, er ruft vom Gartenzaun,
sein Hühnervolk herbei.
Er kräht : "Ihr legt jetzt schnell ein Ei
vielleicht auch zwei und drei!"

Die Hühner schauen verwundert drein,
sie wundert der Befehl,
was wohl der Hahn an einem Tag,
mit so viel Eiern will?

Ein jedes Huhn, es möchte nun
die meisten Eier legen,
sie sind gespannt, was dann wohl kommt,
drum sind sie so verwegen.

Nicht lang, der Hahn kommt in den Stall,
und lobt die Hühner sehr.
Bald steht nun Ostern vor der Tür,
drum Hennen hört mal her.

Der Frühling bracht die Farbenpracht,
drum habe ich mir ausgedacht,
wir färben unsre Eierpracht,
das jedem Kind das Herze lacht!

Vom Acker her die Hasen schauen,
sie hocken dort am Gartenzaun,
und sehen dem Treiben zu.
Der Hoppel denkt, ich weiß etwas,
doch erstmal geht zur Ruh.

Der Mond, der schon am Himmel lacht,
sagt allen Hühnern gute Nacht,
im Hühnervolk kehrt Ruhe ein,
bei Sternenglanz und Mondenschein.

Als nun die Hühner alle ruhn,
haben die Hasen viel zu tun.
Sie sammeln schnell die Eier ein,
sie wollen heute Nacht fleißig sein.

Christina Telker

*

Osterhas

 

„Sieh, ein kleines Häs´lein dort!“

Paula zeigt´s der Mama.

Doch schon ist es wieder fort,

flink an einem andern Ort.

 

„Sag, war das der Osterhas?“

Paula nun die Mama frug.

„Gut, kann's sein“ die Mama lächelt

„das er eine Kiepe trug.“

 

„Komm, oh Mama, lass uns eilen,

sicher hat er was verloren.

Hinten dort am Waldesrand,

seh´ ich noch die langen Ohren.“

 

„Wenn du brav warst, glaub es mir,

ist er Ostern wieder hier.

Baut dir dann ein großes Nest,

legt auch Eier rein zum Fest.“

(Christina Telker)

*

 

Osterüberraschung

 

Hast du den Osterhasen gesehen?

Ich sah ihn grad über die Felder gehen.

Er trug eine Kiepe, die war gar schwer,

ein Küken lief lustig hinter ihm her.

 

Es war wohl gerade der Kiepe entsprungen,

wie war das dem Kleinen nur gelungen?

Als der Hase merkte was hier geschah,

stand er ganz verdattert da.

 

Der Hase dachte: „Was soll ich nur machen?“

Ihm war dabei so gar nicht zum Lachen.

Das Küken folgte auf Schritt und Tritt,

es ging den weiten Weg gerne mit.

 

Da hatte der Hase eine Idee:

„Du bleibst bei mir, wie ich das seh.

Da kannst du im nächsten Jahr Eier legen,

die kann ich dann den Kindern geben.“

Christina Telker

Eiersuche

 

Gülden leuchtet´s dort im Grase

war da schon der Osterhase,

heute früh in unserm Garten,

oder müssen wir noch warten?

 

Putzig dieser kleine Hase,

doch er ist aus Schokolade,

den ich bei den Birken fand,

dort im feinen, hellen Sand.

 

Wünsche mir ein Kuschelhäschen

mit nem süßen, weichen Näschen,

das auch bei mir schlafen kann

oh wie lieb hätt ich es dann.

 

Hallo Uschi, Peter, Fred

seht ihr auch was ich da seh,

so ein süßer kleiner Hase

wie ich ihn gewünscht mir habe.

 

Ostern ist ein schönes Fest

auch das große, süße Nest

macht mich froh ihr glaubt es kaum

alles ist fast wie im Traum.

© Christina Telker

*

 

Bei Familie Hase

 

Bei Lampes geht es lustig zu,

es gibt jetzt viel zu tun.

Da kann der Kleinste; glaub es mir,

nicht eine Stunde ruhn.

 

Denn in der Schule lernt man jetzt,

die Eier bunt zu malen,

da muss man sehr behutsam sein,

sonst platzen schnell die Schalen.

 

Auch Farbenkunde ist gefragt,

wie stellt man Farben her?

Man mixt und probt und überlegt,

der richt`ge Ton muss her.

 

Auf schöne Muster kommt es an,

wer hat wohl hier Ideen?

Die Kleine mit dem Stummelschwanz,

sie lässt die Schönsten sehen.

 

Die Haseneltern sind bemüht,

Verträge auszuhandeln,

da muss man jetzt von Stall zu Stall,

auf weiten Wegen wandeln.

 

Doch alle Hühner wissen schon,

Ostern ist nicht mehr weit.

So sparen sie nun Ei für Ei,

und halten sie bereit.

 

Die Sonne strahlt vom Horizont,

erweckt die Blumenkinder,

in rot und blau, in bunt und gelb,

erblühen sie geschwinde.

 

Mit Farbentöpfen strömen nun;

 die kleinen Häslein aus.

Es geht in Feld und Wald und Flur,

zum Farben sammeln raus.

 

Dann sitzen sie, gemeinschaftlich,

in froher Rund beisammen,

sie malen, werkeln, fein geschwind,

unter den alten Tannen.

 

Schon ist der Ostermorgen da,

nun heißt es gut verstecken,

Nur so kann Hase Franz voll Spaß,

die kleine Gerda necken.

 

Die Kinder laufen aus dem Haus,

suchen im grünen Gras.

Ein jeder ruft voll Freude aus:

„Ich dank dir, Osterhas!“

Christina Telker

*

 

Osterzeit

 

Seht die Henne „Gack“

sie legt jeden Tag

dir ein frisches Ei

manchmal sind´s auch zwei.

 

Kommt die Osterzeit heran,

ist sie auch bereit,

schon der bunten Eier wegen,

ihre Eier abzugeben.

 

Kommt das Häslein Hopps,

legt in den Blumentopf,

viele bunte Eierlein

und die sind für dich allein.

 

Gehst du früh dann in den Garten

brauchst du gar nicht lange warten

hinter einem Haselstrauch

siehst du´s auch.

 

Leuchtet bunt aus allen Ecken

unser Häslein will dich necken.

Hat gar viel für dich versteckt

weil dir Schokolade schmeckt.

(Christina Telker)