St. Martin
St. Martin, St. Martin,
du reitest uns voran,
damit unsre Laterne,
ein jeder sehen kann.
Du lehrtest uns zu teilen,
du gibst den Armen Brot,
so woll`n auch wir es halten,
dass keiner leide Not.
Du gabest einem Bettler,
als wenn´s dein Bruder sei,
verstecktest dich im Gänsestall,
und fandest nichts dabei.
Wir woll`n wie du es halten
und stehn dem Nächsten bei,
das Teilen macht uns Freude,
da sind wir gern dabei.
Christina Telker
*
Heimlichkeiten
Strohhalmreste und Buntpapier,
lag das auch schon gestern hier?
Oder hat die Mutter heut -
gebastelt für die Weihnachtszeit?
Habt ihr schon den Schrank gesehn?
Er darf nicht mehr offen stehn.
Wo sind nur die Schlüssel hin,
was ist dort wohl alles drin?
Auch die Kammer ist versperrt,
Schlüsselloch ist zugeklebt.
Sieh die vielen Heimlichkeiten
sollen Freude uns bereiten.
Später unterm Weihnachtsbaum
stehen wir dann wie im Traum.
Freuen uns an schönen Gaben,
werden uns an Plätzchen laben.
Christina Telker
Peter und das Christkind
„Sag mir wo wohnt das Christkind“,
fragt Peter den Papa.
„Ich möcht´s so gern besuchen,
es war schon lang nicht da“.
„Das Christkind wohnt im Himmel,
dort hinterm Wolkenmeer,
von dort kommt´s mit Knecht Ruprecht,
zu jeder Weihnacht her.“
Der Vater deckt sein Söhnchen,
nun warm und zärtlich zu:
„Schlaf gut und träum von Christkind,
ich wünsch dir gute Ruh.“
Der Peter sieht im Traume,
den schönsten Tannenbaum,
das Christkind steht daneben,
in strahlend hellem Raum.
Es reicht mit mildem Lächeln,
dem Peter seine Hand:
„Komm her zu mir mein Kleiner,
ich zeige dir mein Land.“
Die Zwei gehn durch die Räume,
voll hellem Lichterschein,
ach könnte es doch immer,
so wie im Märchen sein.
Als dann der kleine Peter,
am Morgen froh erwacht,
hat er noch voller Freude,
an seinen Traum gedacht.
Er sieht auf seinem Kissen,
ein feines, goldnes Haar,
jetzt weiß er voll Glückseligkeit,
dass er beim Christkind war.
© Christina Telker
Niklausabend
Am Niklausabend heimlich, leis,
schleicht sich der Hans hinaus.
Will warten hier und möchte ihn sehn
den guten Nikolaus.
Er hockt im Flur sich hintern Schrank,
im dunklen, es wird still,
doch fallen ihm die Augen zu,
auch wenn er es nicht will.
Am nächsten Morgen wacht er auf,
die Knochen schmerzen sehr,
der Nikolaus war längst schon da,
heut kommt er nicht mehr her.
Der Hans, er reckt und streckt sich aus,
und denkt „im nächsten Jahr,
da pass ich aber besser auf,
das ist mir heut schon klar.“
Christina Telker
Bald ist Weihnacht
Hörst du die Schlittenglöckchen,
sie läuten her vom Tann.
Lange wird es nicht mehr dauern,
dann kommt an, der Weihnachtsmann.
Mit dem Schlitten schwer beladen,
hält er dann vor deinem Haus,
und er packt, weißt du ein Verslein,
all seine Geschenke aus.
Bist du mal nicht brav gewesen,
sieht er es dir an,
denn er kann Gedanken lesen,
der gute Weihnachtsmann.
Viele Helfer auf der Welt,
gehen ihm zur Hand,
damit heut am Weihnachtstag,
Freude herrscht im Land.
Christina Telker
Blick durchs Schlüsselloch
Die Türen sind verschlossen,
es knistert dort und hier,
ich bin so voller Ungeduld,
war schon das Christkind hier?
Ich stell mich auf die Zehen
und schau durchs Schlüsselloch
und doch kann ich nichts sehen,
find ich das Christkind noch?
Ich seh ein feines Leuchten,
im Spalt unter der Tür.
Jetzt weiß ich es ganz genau,
das Christkind es war hier!
Jetzt öffnet sich die Türe,
ich seh ihn wie im Traum,
vor mir erstrahlt im Glanz,
der schönste Weihnachtsbaum.
© Christina Telker
Kinderweihnacht
Aus dem Fenster schaut das Gretchen
sieht die Welt ist zugeschneit.
Staunend steht sie vor dem Glitzern
oh du schöne Weihnachtszeit.
Gretchen träumt vom Tannenbaume,
von Knecht Ruprecht mit Gespann.
Denn schon morgen kommt der Alte,
alle Kinder freu´n sich dann.
Schnell jetzt noch die Stiefel putzen
sonst legt er nichts feines rein.
Morgen wenn Du ausgeschlafen
kannst Du Dich darüber freu´n
Äpfel, Mandeln und Rosinen
Teddy und ein Weihnachtsmann.
Träume von dem guten Alten,
der Dir all das bringen kann.
© Christina Telker
Der Traum des Tannenbaumes
Es war einmal ein Tannenbaum,
der träumte einen Weihnachtstraum,
geschmückt, sah er sich groß und schön,
in einem Weihnachtszimmer stehn.
Um ihn herum, die schönsten Gaben,
damit auch dann am Heil` gen Abend,
die Menschen ihre Freude haben.
Es tönen alte Weihnachtslieder,
der Tannenbaum träumt immer wieder,
wie er`s gehört aus alten Sagen,
wie er geträumt in Kindertagen.
Da raschelt`s im verschneiten Tann,
der alte Förster kommt heran,
er kommt direkt zu unserm Baum,
für ihn erfüllt sich nun sein Traum.
Der Baum steht dann im Schein der Kerzen,
und Jubel zieht in alle Herzen.
© Christina Telker
Kinderweihnacht
Aus dem Fenster schaut das Gretchen
sieht die Welt ist zugeschneit.
Staunend steht sie vor dem Glitzern
oh du schöne Weihnachtszeit.
Gretchen träumt vom Tannenbaume,
von Knecht Ruprecht mit Gespann.
Denn schon morgen kommt der Alte,
alle Kinder freu´n sich dann.
Schnell jetzt noch die Stiefel putzen
sonst legt er nichts feines rein.
Morgen wenn Du ausgeschlafen
kannst Du Dich darüber freu´n
Äpfel, Mandeln und Rosinen
Teddy und ein Weihnachtsmann.
Träume von dem guten Alten,
der Dir all das bringen kann.
© Christina Telker
Bischof Nikolaus
Es ist schon alles sehr lang her,
da kam ein Schiff, von weit, übers Meer,
der Hunger in dieser Stadt war groß,
ja alle Menschen litten Not.
Das Schiff, es hatte Getreide geladen,
Nahrung für viele, an so manchen Tagen,
doch die Seeräuber scherte nicht die Not,
bis Bischof Nikolaus, die Schätze der Kirche darbot.
Auch drei junge Mädchen, hübsch und fein,
rettete er von große Pein.
Bischof Nikolaus war einst bekannt,
für seine Milde; im ganzen Land.
Er hatte stets für Arme ein Herz,
er half lindern Not und Schmerz.
Darum danken es ihm auch noch heute,
jedes Jahr aufs Neu die Leute.
So ist uns allen wohlbekannt,
am 6. Dezember; St. Nikolaus, im Land.
Gern teilt er kleine Gaben aus,
zu erfreuen jeden im Haus.
© Christina Telker
Kinderträume
Weihnachtsmann spann deinen Schimmel
in den Schlitten ein,
denn wir warten auf Geschenke,
alle Groß und Klein.
Auch ein Bäumchen bring mir mit,
ich freu mich schon darauf,
mit Glitzerfäden, bunten Kugeln
und einer Spitze oben auf.
Wenn ich schlafe in der Nacht,
kommst du auch zu mir,
ich sag dir mein Verslein auf,
so gefällt es dir.
Auch an deinen Schimmel,
habe ich gedacht,
leg ihm Stroh und Möhren hin,
dass sein Herz ihm lacht.
Grüße auch das Christkind schön,
dass so manche Nacht,
neben meinem Bettchen steht
und den Schlaf bewacht.
© Christina Telker
Knecht Ruprecht
Jedes Jahr zur Weihnachtszeit,
wenn es draußen tüchtig schneit,
stapft Knecht Ruprecht durch die Straßen,
mit Geschenken für die Braven.
In dem großen goldnen Buch,
er nach den Adressen sucht,
die das Christkind aufgeschrieben,
von den Kindern, von den Lieben.
Für den Pit ein Schaukelpferd,
dass er lange schon begehrt.
Einen Teddy riesengroß,
hätt die Gritt gern auf dem Schoß.
So geht schnell die Zeit dahin,
Ruprecht denkt in seinem Sinn:
„Ich muss sehr mich heute eilen,
um die Gaben auszuteilen.“
Wenn der Mond am Himmel wacht,
jedes Kind im Träume lacht,
findet auch Knecht Ruprecht Ruh
und schließt seine Augen zu.
© Christina Telker
Tierweihnacht
In dem Walde steht ein Baum,
lieblich ist er anzuschaun.
Möhren, Äpfel hängen dran
die gebracht der Weihnachtsmann.
Hat der Tiere Tisch gedeckt
sorgt sich, dass es Jedem schmeckt.
Futter soll für Alle sein,
schmatzend grunzt das wilde Schwein.
Freundlich lächelt Fuchs dem Häschen,
Mäuschen wackelt mit dem Näschen.
In der kargen Winterszeit,
solch ein Mahl die Tiere freut.
„Danke, lieber Weihnachtsmann“
stimmen sie ein Loblied an.
Auch Frau Eule, diese Weise,
krächzt ein „Danke“ mit, ganz leise.
Christina Telker
Das Geheimfach
In Omas altem Schranke,
da geht es seltsam zu.
Dort gibt es ein Geheimfach,
in ihm herrscht stille Ruh.
Doch jedes Jahr zur Weihnachtszeit,
holt sie den Schlüssel raus,
da spukts und knisterts in dem Fach,
wer ist dort wohl zu Haus?
Bist du schön brav und fragst mal nach,
dann sagt dir Großmama:
"Komm setz dich her zu mir mein Schatz,
und hör was ich dir sag.
In diesem Fach da wohnen sie,
die Märchen wunderbar,
die Feen und die Elfen,
auch Waldgeister sind da.
Sie schlafen und sie warten,
stets auf die Weihnachtszeit,
dann werden alle munter,
und spielen manchen Streich.
Wenn du bei mir am Ofen,
mir lauschst in stiller Ruh,
kannst du sie kennen lernen,
drum komm und hör fein zu.
Wir werden Nüsse knacken,
auch Plätzchen warten schon,
hörst du wie`s knackt und raschelt,
das ist der Weihnacht Ton."
Die Kerze strahlt am Kranze,
das Holz im Ofen knackt,
es ist die Zeit der Märchen,
die jedem Freude macht.
In Omas altem Schranke,
da geht es lustig zu.
Drum such schnell nach dem Schlüssel,
dann hör den Märchen zu.
© Christina Telker
Das Pfefferkuchenhaus
Kennst du noch das kleine Haus,
mit den Pfefferkuchen?
Märchen aus der alten Zeit,
kommen uns besuchen.
Rund um dieses kleine Haus,
standen sie im Kreise,
luden ein in ihre Welt,
zu einer Märchenreise.
Hast du großen Appetit,
öffnest du die Tür,
Pfefferkuchen feinster Art,
werden munden dir.
Dieses kleinen Häuschen,
war eine Welt für sich,
es stand stets zur Weihnachtszeit,
einst auf unserm Tisch.
© Christina Telker

