Heimlichkeiten
Strohhalmreste und Buntpapier,
lag das auch schon gestern hier?
Oder hat die Mutter heut -
gebastelt für die Weihnachtszeit?
Habt ihr schon den Schrank gesehn?
Er darf nicht mehr offen stehn.
Wo sind nur die Schlüssel hin,
was ist dort wohl alles drin?
Auch die Kammer ist versperrt,
Schlüsselloch ist zugeklebt.
Sieh die vielen Heimlichkeiten
sollen Freude uns bereiten.
Später unterm Weihnachtsbaum
stehen wir dann wie im Traum.
Freuen uns an schönen Gaben,
werden uns an Plätzchen laben.
Christina Telker
Kinderweihnacht
Aus dem Fenster schaut das Gretchen
sieht die Welt ist zugeschneit.
Staunend steht sie vor dem Glitzern
oh du schöne Weihnachtszeit.
Gretchen träumt vom Tannenbaume,
von Knecht Ruprecht mit Gespann.
Denn schon morgen kommt der Alte,
alle Kinder freu´n sich dann.
Schnell jetzt noch die Stiefel putzen
sonst legt er nichts feines rein.
Morgen wenn Du ausgeschlafen
kannst Du Dich darüber freu´n
Äpfel, Mandeln und Rosinen
Teddy und ein Weihnachtsmann.
Träume von dem guten Alten,
der Dir all das bringen kann.
© Christina Telker
Niklausabend
Am Niklausabend heimlich, leis,
schleicht sich der Hans hinaus.
Will warten hier und möchte ihn sehn
den guten Nikolaus.
Er hockt im Flur sich hintern Schrank,
im dunklen, es wird still,
doch fallen ihm die Augen zu,
auch wenn er es nicht will.
Am nächsten Morgen wacht er auf,
die Knochen schmerzen sehr,
der Nikolaus war längst schon da,
heut kommt er nicht mehr her.
Der Hans, er reckt und streckt sich aus,
und denkt „im nächsten Jahr,
da pass ich aber besser auf,
das ist mir heut schon klar.“
Christina Telker
Kinderträume
Weihnachtsmann spann deinen Schimmel
in den Schlitten ein,
denn wir warten auf Geschenke,
alle Groß und Klein.
Auch ein Bäumchen bring mir mit,
ich freu mich schon darauf,
mit Glitzerfäden, bunten Kugeln
und einer Spitze oben auf.
Wenn ich schlafe in der Nacht,
kommst du auch zu mir,
ich sag dir mein Verslein auf,
so gefällt es dir.
Auch an deinen Schimmel,
habe ich gedacht,
leg ihm Stroh und Möhren hin,
dass sein Herz ihm lacht.
Grüße auch das Christkind schön,
dass so manche Nacht,
neben meinem Bettchen steht
und den Schlaf bewacht.
© Christina Telker
Knecht Ruprecht
Jedes Jahr zur Weihnachtszeit,
wenn es draußen tüchtig schneit,
stapft Knecht Ruprecht durch die Straßen,
mit Geschenken für die Braven.
In dem großen goldnen Buch,
er nach den Adressen sucht,
die das Christkind aufgeschrieben,
von den Kindern, von den Lieben.
Für den Pit ein Schaukelpferd,
dass er lange schon begehrt.
Einen Teddy riesengroß,
hätt die Gritt gern auf dem Schoß.
So geht schnell die Zeit dahin,
Ruprecht denkt in seinem Sinn:
„Ich muss sehr mich heute eilen,
um die Gaben auszuteilen.“
Wenn der Mond am Himmel wacht,
jedes Kind im Träume lacht,
findet auch Knecht Ruprecht Ruh
und schließt seine Augen zu.
© Christina Telker
Tierweihnacht
In dem Walde steht ein Baum,
lieblich ist er anzuschaun.
Möhren, Äpfel hängen dran
die gebracht der Weihnachtsmann.
Hat der Tiere Tisch gedeckt
sorgt sich, dass es Jedem schmeckt.
Futter soll für Alle sein,
schmatzend grunzt das wilde Schwein.
Freundlich lächelt Fuchs dem Häschen,
Mäuschen wackelt mit dem Näschen.
In der kargen Winterszeit,
solch ein Mahl die Tiere freut.
„Danke, lieber Weihnachtsmann“
stimmen sie ein Loblied an.
Auch Frau Eule, diese Weise,
krächzt ein „Danke“ mit, ganz leise.
Christina Telker