Kindheit in den 1950er Jahren
Ach, was war das doch für eine schöne Zeit,
Handy und Computer, waren noch so weit.
Mit den Tieren waren wir auf du und du,
spielten gern im Wald und sangen auch dazu.
Morgens weckte uns der Hahnenschrei,
der Gesang der Vögel war dabei.
Nach dem Frühstück gings in die Natur.,
sie war unser Königreich und Freude pur.
Mittags rief uns dann der Glocke Klang.
Sie bestimmte unsre Zeit den ganzen Tag.
Rief sie abends, war der Tag vorbei,
doch wir träumten schon was morgen sei.
Über Mond und Sterne staunten wir des nachts,
die Natur hat unsre Welt so schön gemacht.
Alle Jahreszeiten warn uns eine Freude,
jede Zeit für sich bracht uns was Neues.
Oh, wie sehn ich mich manchmal zurück,
An die unbeschwerte Kindheit und manch kleines Glück.
Nein, uns fehlte weder Prunk noch Geld,
wir genossen unsre kleine Welt.
Christina Telker
Erinnerung
Wie du gingst mit dem Vater durch Wald und Flur,
wie er abends erzählte Geschichten?
Wie du im Garten dein erstes Beet angelegt
und Radieschen und Möhren ausgesät?
Als du dann zur Schule kamst,
deinen ersten Ranzen nahmst?
Wie du lerntest das ABC,
selbst Rechnen mit Stäbchen war nicht schwer.
Bei den Großeltern der Urlaub,
den du liebtest; Jahr um Jahr?
Wie du einst dir Buden bautest;
mancher Rock, ging da entzwei.
Später dann, der Gang zur Kirche,
mit dem ersten Spitzenkleid.
Konfirmanden ward ihr da, das war eine schöne Zeit.
Doch dann kam der Ernst des Lebens,
erste Wohnung, es musst sein.
Selten kamst du noch nach Hause,
denn die Arbeit fraß dich auf.
Vollgepackt, so war dein Leben,
Hobby, Freizeit kam zu kurz,
du hältst nun Rückblick und erkennst,
Gott hat’s mit dir gut gemeint.
© Christina Telker
Vergiss nie deine Wurzeln
Vergiss nie deine Wurzeln,
vergiss nie deinen Stamm.
Nur sie können dich halten,
ein ganzes Leben lang.
Vergiss nicht deine Ahnen,
ihr Weg war hart und schwer.
Sie haben viel geleistet,
sie kamen von weit her.
Der Krieg hat sie vertrieben,
aus ihrem Heimatland.
Weil sie zusammenhielten,
gings weiter Hand in Hand.
Für euch wurde bereitet;
es wurde aufgebaut;
ein Land mit neuen Zielen,
dem Frieden wurd‘ vertraut.
Krieg ist für euch ein Fremdwort,
möge es stets so sein.
Mischen wir uns bei andern ein,
kann so kein Friede sein.
Drum lasst die Waffen liegen,
zieht nicht in fremdes Land.
Nur so kann Friede werden,
wenn ihr euch reicht die Hand.
Wir haben einst versprochen,
Frieden, heißt das Gebot,
für das wir uns einsetzen,
vergessen ist dies Wort.
(Christina Telker)
Deine Ahnen
Lebst du aus deinen Wurzeln,
denkst an deine Ahnen zurück,
wie sie durch Armut und Not,
fest hielten an Gottes Gebot?
Hörst du auf Gottes Auftrag,
den er jedem gibt?
Weil er seine Kinder,
damals wie heute liebt.
Sprichst du mit deinen Eltern,
über ihren Weg,
der auch mal bergig, mal eben;
die dir dein Leben gegeben?
Nun beginnst du dein Leben,
gekrönt mit Gottes Segen.
Er gibt dir sein Geleit,
in deiner Lebenszeit.
Dein Leben ist aufgebaut;
auf den Wurzeln deiner Ahnen:
Einst bist auch du ergraut,
und ein Vorbild für die andern.
Drum denke stets an die;
die dir das Leben gegeben.
Hör treulich auf Gottes Wort,
er begleitet dich auf deinen Wegen.
© Christina Telker
Land meiner Kindheit
Ich reise ins Land meiner Kindheit,
dort ist es wunderschön,
der Wald, er ist mein Spielplatz,
dort kann die Natur ich sehn.
Ich leb mit den Jahreszeiten,
im Frühling bricht alles auf,
im Sommer geh ich in die Beeren,
der Herbst schenkt mir buntes Laub.
Im Winter, wenn alles zur Ruh geht,
dann hol ich den Schlitten raus,
ich nutze den Berg zum Rodeln;
direkt hinter unserm Haus.
So geht es jahraus, jahrein,
kein Leben kann schöner sein.
Mit der Tierwelt bin ich per du,
im Wald geht es lustig zu.
Ich reise ins Land meiner Kindheit,
denn dort bin ich zu Haus.
Wir lebten einfach und bescheiden,
doch das machte uns nichts aus.
Wann ich noch einmal könnte,
ich flöge gern dorthin.
Ein Butterbrot war uns wie Torte,
nach Reichtum stand nicht unser Sinn.
Christina Telker
Im Elternhaus
Im Elternhaus, da fühl ich mich geborgen,
hier kann ich Mensch sein, hier gehör ich hin.
Drücken mal Kummer mich, und Sorgen,
so weiß ich doch, wo ich die Lösung find.
Das Leben läuft nicht immer nur gerade,
auch Sturm und Hagel säumen unsern Weg.
Doch gibt es immer einen Ort der Zuflucht,
wie schlimm, auch immer, grad das Wetter geht.
Hier auf der Insel „Heimat“ find ich Ruhe,
find ich Geborgenheit, ganz gleich zu welcher Stund.
Hier kann ich ruhen und genesen,
hier wird mein krankes Herz gesund.
Solch eine Heimat, hab ich auch bei Gott,
im Himmel hält er stets den Platz mir frei,
wann ich auch komme, seine offnen Arme,
warten auf mich in seinem Vaterreich.
Drum bin ich dankbar, für solch einen Vater,
der mich behütet, ganz egal wo ich wohl bin.
Ich lieg geschützt zu jeder Zeit in seinem Arme,
denn hier bin ich zu Haus, ich bin sein Kind.
Christina Telker
Zum Gedenken
Du schaust die alten Fotos an,
so manchem reichtest du gern die Hand,
würdest so gern noch ein`ges fragen,
auch ein liebend Wort noch sagen.
Doch dich schaut nur ein Foto an,
dein Gegenüber ist schon gegang`n,
die Lebensuhr war abgelaufen,
nichts lässt an Zeit zurück sich kaufen.
Du trägst nur Erinnerung im Gepäck,
gemeinsame Stunden sind lang schon weg.
Im Herzen wird die Erinnerung leben,
du kannst ihr nur liebe Gedanken geben.
Hätt`s du genutzt die einstige Zeit,
jetzt liegt sie schon so weit, so weit.
In Ausreden warst du nie verlegen,
hast zu wenig Zeit den Lieben gegeben.
Längst schon hast du es erkannt,
doch ist dir die Zeit davon gerannt.
So nutze sie sinnvoll mit denen die leben,
und vergiss nicht ihnen Liebe zu geben.
© Christina Telker

