Apfelernte
Die Äpfel hängen hoch am Baum
und wiegen sich im Winde.
Sie locken rot und kugelrund,
‚komm iss mich schon, mein Kinde‘.
Der Junge schaut und wünscht sich sehr,
nur einen Apfel runter
jedoch sitzt dieser fest am Baum
und lächelt froh und munter.
Da kommt der Sturm daher und fegt;
herab die Apfelschar,
im Rasen liegen nun gestreut
die Äpfel wunderbar.
Der Knabe beißt voll Freude rein,
ruft: „Danke lieber Wind!“
Die Mutter kommt und sammelt auf,
die Äpfel nun geschwind.
Christina Telker
Veränderte Welt
Schmetterlinge im Oktober,
Bäume zeigen sich im Grün.
Wollen denn in diesem Jahre,
Vögel nicht gen Süden ziehn?
Eicheln hängen fest am Baume,
Buckeckern geht´s eben so.
Sonnenschein fast wie im Sommer,
bunter Herbst wo bleibst du nur?
Gerne sehn wir immer wieder,
leuchtend hell den Sonnenschein.
Doch wir fragen uns voll staunen,
soll es so jetzt immer sein?
Kaltes Wetter, trübe Tage,
haben wir so gar nicht gern.
Darum könn´ sie gerne bleiben,
lange, lange uns noch fern!
Christina Telker
Goldener Oktober
Sag mir, wo ist der goldene Herbst,
ich kann mich gut entsinnen.
Die Vögel blieben lange hier,
man hörte sie fsie auch singen.
In allen Farben stand der Wald,
man konnt kaum satt sich sehen.
Heute ist alles grau in grau,
kein Sonnenstrahl zu sehen.
Der Wintermantel wird gebraucht,
viel früher als vor Zeiten.
Mich fröstelt, wenn ich raus nur schau,
ich höre den Sturm und Regen.
Wo ist der goldne Herbst nur hin,
wo sich bei fröhlgem Reigen,
die Mädchen froh beim Tanz sich drehn,
des Sommers Abschied zu feiern?
Wir wünschten uns, es wär wie einst,
mit sonnigem Oktober,
mit buntem Laub und Sonnenschein,
nichts könnte doch wohl schöner sein.
(Christina Telker)
Blöttertanz
Bäume ziehn ihr Festkleid an,
zeigen sich in ihrer Pracht.
Wind spielt heute auf zum Tanz,
Sonne hell vom Himmel lacht.
Blätter wirbeln durch die Luft,
drehen lustig sich zum Tanze.
Welche Freude, welche Lust!
Eitel Wonne ist das Ganze.
Seht die alte Linde an,
helles gelb die Zweige zieret.
Dort der Ahorn steht ganz bunt,
weil er alle Farben liebet.
Die Kastanie hält ihr grün,
möglichst lange in den Zweigen.
Eiche zieht sich rostbraun an,
jeder will sich schön heut kleiden.
Ist er aus, der Blättertanz,
bleiben sie am Boden liegen,
träumen unterm Schnee versteckt,
wie im Herbst, sie konnten fliegen.
Christina Telker
Der Herbst ist schön
Der Herbst ist eine schöne Zeit,
lässt bunte Blätter schweben,
er bringt uns Freude vielerlei,
manch Fest gibt´s zu erleben.
Kartoffelfeuer, Bauernmarkt,
die Drachen steigen lassen.
Zu Halloween und Martinstag,
erlebst du lust´ge Sachen.
Zu Hause wird´s gemütlich dann,
bei heißer Schokolade,
mit Märchen und mit Fröhlichkeit,
ist es auch drin nicht fade.
Tobt auch der Sturm um unser Haus
und Regen klopft ans Fenster,
wir lachen übers Sturmgebraus
und seine Herbstgespenster.
Christina Telker
Herbst
Der Herbst, er kommt mit Sturmgebraus,
es pfeift an alle Ecken,
die Blätter weht er bunt vom Baum
und möcht uns immer necken.
Die Nebelschleier ziehn daher,
gespenstisch anzusehen,
man hört der Blätter rascheln nur,
wenn wir spazieren gehen.
Die Pilze recken ihren Kopf,
du kannst sie kaum verfehlen,
die Hagebutte lockt in Rot,
zum Mus kannst du sie wählen.
Die Vögel ziehn gen Süden nun,
das Jahr ist fast vergangen,
die Äpfel siehst du hoch am Baum,
mit roten Wangen prangen.
Beim Erntefest mit Spiel und Tanz,
dankst du für manche Gaben,
die auf dem Tisch zu finden sind,
du kannst dich ran erlaben.
Christina Telker
Herbstgedanken
Ein goldenes Blatt schimmert zwischen den Zweigen,
es möchte des Herbstes Ankunft uns zeigen.
längst sind die Jungvögel ausgeflogen,
ziehn ihre Kreise in weitem Bogen.
Die Sonnenblumen strahlen weit
und rufen: „Jetzt ist Herbsteszeit!"
Der Storch, er plant schon lang die Reise,
klappert es in den Tag auf seine Weise.
Das Wetter kann sich nicht entscheiden,
drum bringt es uns von allem beiden,
mal Sonnenschein, dann wieder Regen,
mal Wind, mal Sturm, auch ganz verwegen.
Drum Mensch, freu dich an jedem Tag,
es komme wie es kommen mag.
Ein jeder Tag bringt Lebensfreude,
darum genieße stets das Heute.
© Christina Telker
Herbstliche Momente
Es raschelt in den Zweigen,
manch letzte Lied erklingt,
mit manchem kühlen Winde,
der Sommer Abschied nimmt.
Die Vögel ziehn gen Süden,
der Wald hält sich bereit,
schmückt sich zum Blättertanze
mit einem bunten Kleid.
Am frühen Morgen glitzern;
fast Diamanten gleich,
Tautropfen winterlich erstarrt,
im Rauhreif glänzend weiß.
Die Tage werden kürzer,
bald leuchtet manches Licht,
das dämmrig, fast verborgen,
durch Nebelschleier bricht.
Es lässt sich nicht mehr leugnen,
der Sommer Abschied nimmt,
der Herbst zeigt sich in seiner Pracht,
das Herz ist frohgestimmt.
© Christina Telker
November
Die letzten Blätter falln vom Baum,
die Vögel, sie sind längst im Süden
nur Krähen sieht man hier und dort,
sie haben sich entschieden und sind geblieben.
Das Eichhorn sucht die letzte Nuss,
der Igel baut an seinem Laubquartier.
Frau Meise schaut nach Futter aus
und weil sie's findet, bleibt auch sie gern hier.
Der Mensch, er richtet's sich gemütlich ein,
gern sitzt man wieder bei ein'm Gläschen Wein.
Beim Licht der Kerze träumt man am Kamin,
unsre Gedanken manche Kreise ziehn.
Sie ist so schön, die liebe Herbsteszeit,
die Blätter bunt, die Weihnacht ist nicht weit.
Bald stehen Niklas und das Christkind vor der Tür,
in meinen Träumen sind sie längst schon hier.
© Christina Telker
Altweibersommer
Spinnenfäden zart gewebt,
glitzern in der Mittagssonne,
wer im Wald vorüber geht,
für den ist es eine Wonne.
Hängst du selber einmal fest,
hast ein Spinnweb im Gesicht,
lächel nur und wisch es fort,
Herbstes Schönheit ist´s die spricht.
Zauberhaft, wenn bunte Blätter,
leuchten wie mit Gold versetzt,
doch ganz plötzlich, hörst du´s rascheln?
Igel baut sein Winternest.
Herbstzeit, sie ist voller Freude,
wenn du die Natur genießt,
wenn im Schein der Abendsonne,
eine letzte Rose sprießt.
Streif verträumt durch Wald und Heide,
bind dir einen bunten Strauß,
fang die letzten Sonnenstrahlen
und nimm beides mit nach Haus.
© Christina Telker
Der Herbst beginnt
Leise fallen bunte Blätter,
etwas kühler weht der Wind.
Kommt wir wollen Eicheln sammeln,
dass das Basteln uns gelingt.
Ob Kastanien oder Eichel,
alles kann ein Kind erfreun,
baut man Schweinchen oder Igel
kann die Welt sehr lustig sein.
Einen Drachen steigen lassen,
das macht wohl den größten Spaß.
Kommt dann ein Regenschauer
werden wir auch manchmal nass.
Hagebutten und Holunder
sammeln wir für unsern Tee
schmerzt dir dann der Hals im Winter
trinkst du ihn tut’s nicht mehr weh.
Birnen, Äpfel und auch Nüsse
lagern wir im Keller ein.
In so mancher Abendstunde
wollen wir uns dran erfreun.
Christina Telker
Der Herbst zieht ein
Der Sommer ist vorüber,
der Herbst zieht ein ins Land,
die Vögel ziehn gen Süden,
der Wärme zugewandt.
Der Wein hängt schwer in Trauben,
und wird zum kühlen Trank,
wenn wir gemütlich sitzen,
auf unsrer Gartenbank.
Das Korn ist eingefahren,
die Birnen lachen hold,
sie leuchten in der Sonne,
als sein sie pures Gold.
In allen Dörfern feiert;
man jetzt das Erntefest.
Dankt Gott für reiche Ernte
und was er wachsen lässt.
(Christina Telker)
Herbst im Walde
Schau die bunten Bäume
in ihrem Festtagskleid.
Ob Ahorn oder Ginkgo,
es leuchtet weit und breit.
Freu dich am Kleid des Herbstes,
er legt es für dich an.
Möcht schmücken sich mit Farben,
wie er es stets getan.
Bald ruft der Wind zum Tanze,
die Blätter folgen gern.
Sind sie dann müd vom Tanze,
legen sie sich zur Ruh.
Nach langem Winterschlafe,
wacht auf, neu die Natur.
Der Wald wird neu erblühen,
ja, das ist Freude pur.
(Christina Telker)
Herbstanfang
Bunt färbt sich schon mancher Baum,
Erika am Waldessaum,
lässt uns jetzt den Herbst schon ahnen,
Vögel ziehen ihre Bahnen.
Sammeln sich zum Flug bereits,
um die kalte Winterszeit,
fern im Süden zu verbringen,
werden dort ihr Liedchen singen.
Pilze sind jetzt viel zu sehn,
Hagebutten wunderschön,
mal als Tee, mal Marmelade,
dass wir uns daran erlaben.
Auch im Garten mancher Baum,
steht jetzt voller süßer Pflaum.
Birnen, Nüsse auf dem Teller,
die Kartoffeln sind im Keller.
Ja, der Herbst nun bald beginnt,
da freut sich ein jedes Kind,
auf die nahe Weihnachtszeit,
viele Wünsche stehn bereit.
Christina Telker
Herbstgeflüster
Ein Blatt löst sich vom Baume
und schwebt ganz leis herab.
Bereits auf seiner Reise,
träumts von der Winternacht.
Ein Igel kommt des Weges,
schon müd in seinem Schritt.
Das Blatt deckt ihn; wie viele,
es wünscht ihm „Gute Ruh.“
Nicht lang, schon wird es kälter,
der Frost zieht ein in Wald und Flur.
Der Schlaf hängt in den Bäumen,
die schon vom Frühling träumen.
Die Vögel kennen keine Ruh,
sie streben stets der Sonne zu.
Zur Futtersuche, stets bereit,
singen sie selbst zur Winterszeit.
© Christina Telker
Herbststürme
Herbststürme ziehen nun durchs Land,
der Wald legt an; sein buntes Gewand,
die Blätter wirbeln in fröhlichem Tanz.
Die Tierwelt geht nun bald zur Ruh,
die Störche ziehn gen Süden.
Das Jahr neigt sich dem Ende zu,
drum komm auch du, Mensch, nun zur Ruh
und gönn dir eine Pause.
Nimm wieder mal ein Buch zur Hand,
versuch dich zu entsinnen,
wie schön es war, in alter Zeit;
am Ofen still zu sitzen.
Wenn dann der Sturm ums Haus gebraust,
war's drinnen recht gemütlich.
Wir sehnen uns nach dieser Zeit,
doch sie liegt unerreichbar weit,
ganz tief in uns verborgen.
Christina Telker
Nebel
Nebel durch die Felder zieht,
Nebelschleier deckt die Strassen.
Heute singt der Herbst sein Lied,
Nebel deckt die kleinsten Gassen.
Grau in Grau wohin man blickt,
trübe wird auch das Gemüt.
Erster Reif liegt auf dem Rasen,
kühl schon manches Lüftchen zieht.
Kaum sieht man die Hand vor Augen,
hört nur was umher geschieht,
doch schon bald, man kann`s kaum glauben,
du die Sonne strahlen siehst.
Dann ist es noch fast wie Sommer,
Sonne bringt noch Wärme mit,
du sitzt auf der Bank im Blauen
und ein Vogel singt sein Lied.
Christina Teker
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