Der Esel

 

Der Esel ist ein braves Tier

und kann mir sehr gefallen,

voll Sanftmut schaut er hoch zu mir

lässt seinen Gruß erschallen.

 

Er ist von alters her bekannt

ja selbst im Grimmschen Märchenland.

Dort trieb er mit Getöse laut

die Räuber aus dem Haus hinaus.

 

Auch für den Müller sah man ihn,

einst schwere Säcke tragen.

Im Futter war genügsam er,

es füllte kaum den Magen.

 

Der Esel, er ist heut zu tag

Nur selten noch zu sehen.

Wenn ihr mal Sehnsucht nach ihm habt,

heiß´st in den Tierpark gehen.

© Christina Telker

Schmetterlinge

 

Schmetterlinge sieht man tanzen,

lustig froh im Sonnenschein,

und wir wünschten uns, wir könnten,

auch ein lustger Falter sein.

 

Unsre Träume wollen fliegen,

in den Sonnenschein hinein,

möchten einmal nur vergessen,

dass die Erde ist so klein.

 

Einmal alles hier vergessen

nur noch Tanz und Fröhlichkeit.

Doch wie schnelle, viel zu schnelle

vergeht auch die schönste Zeit.

 

Darum wollen wir gemeinsam,

doch hier unten fröhlich sein

und an manchen kleinen Dingen

täglich uns aufs neu erfreun.

(Christina Telker)

Der Wolf – der Urahn

 

Damit der Mensch nicht einsam sei,

lockte er sich den Wolf herbei,

er zähmte ihn, reicht Futter dar,

so hält er es recht viele Jahr.

Dann denkt der Mensch,

`s muss möglich sein,

zu züchten einen Hund gar fein.

Es wird probiert und auch geändert,

bis Hunde sind in vielen Ländern.

So stellte sich gar manches dar,

der eine schützt uns vor Gefahr,

ein andrer geht mit auf die Pirsch,

und stellt dem Jäger einen Hirsch.

Doch auch an Kleine wird gedacht,

an das was Herzen Freude macht.

So gab`s den Pudel und den Spitz,

mit dem heut spielt der kleine Fritz.

Kaum einer denkt heut noch daran,

dass einen Wolf man halten kann.

Ob auf dem Hof, ob Wohnung klein,

die meisten haben ihn daheim.

© Christina Telker

Familie Spatz

 

Familie Spatz pfeift`s Morgenlied,

meint schöner kann`s nicht klingen,

bei einem Wettstreit würden sie,

wie Nachtigallen singen.

 

„Wer wird denn da so eitel sein?“,

sprach da der alte Star.

„Ihr schilpt so laut, es ist ein Graus,

und dies das ganze Jahr.“

 

„Ein jeder singt so gut er kann“,

mischt sich die Meise ein.

So kann ein jeder Vogelsang

für uns nur Freude sein!

 

Ein jeder singt mit seiner Stimm`,

wie Gott sie ihm gegeben.

So manches klingt wie Lobgesang,

ein andrer geht daneben.

 

Und doch klingt jeder Ton für sich,

ganz eigen und auch schön.

Versucht es doch mal mit Gesang,

dann klingts nochmal so schön.

© Christina Telker

 

Haustiere

 

"Munter, wie ein Fisch im Wasser",

ja das seh ich jeden Tag.

Denn die Guppys, Neons, Platys

tummeln sich, dass ist ein Spaß.

 

Herrlich ist es zuzuschauen

wie sie schwimmen hin und her

und so manche Abendstunde

bringen sie uns Freude her.

 

Doch ein ganz besondrer Liebling

ist doch unser Vögelein.

Sein Gesang schon früh am Morgen,

macht uns froh kaum hört man ihn.

 

Und verlässt man mal das Zimmer,

ruft er schon „komm her zu mir“.

Denn er ist nicht gern alleine,

geht´s ihm doch wie dir und mir.

Christina Telker

Fridolin

 

Auch ein kleiner Vogel kann;

dir das Leben schöner machen.

Lausche stille dem Gesang,

er dankt es dir sein Leben lang.

 

Ein paar Körner, ein paar Worte,

öffnen dir sein Herz im nu.

Nimm dir Zeit ihm zu zuhören,

träumend schließ die Augen zu.

 

Dieses kleine Federbällchen,

tiriliert den ganzen Tag.

Sprüht vor Freude, jubilieret,

weil er dich ja so sehr mag.

 

Drum versuch, du großer Mensch,

auch das Kleine hoch zu achten.

Du klagst über Plag und Last,

tu das Vögelchen betrachten.

 Christina Telker

Mein Kätzchen Mutz

 

Ich fand es auf dem Boden;

da spielte es ganz keck,

mit seinen drei Geschwistern,

das fand ich gar so nett.

 

So stand ich da und schaute,

dem Treiben fröhlich zu,

da war ein ganz Besonderes,

das ließ mir keine Ruh.

 

Ich holte schnell mein Körbchen,

stieg wieder zu ihm rauf.

„Du liebes, kleines Kätzchen,

dich nehm ich mit nach Haus.“

 

Die Mutter konnt´s nicht fassen,

sie kochte wohl vor Wut.

Mein Vater sah mich lächelnd an,

und macht mir wieder Mut.

 

„Das ist mein ‚Mutz‘ “, begann ich,

„den geb ich nicht mehr her“.

„Das brauchst du auch nicht Kleines,

komm zeig ihn doch mal her“.

 

Mein Vater dacht genauso,

wie ich, er fand ihn süß.

So dass das Katzenbaby

nun immer bei uns blieb.

 

Dies Kätzchen war wie´n Hündchen,

es lief mir immer nach,

es lief selbst an der Leine,

wenn Tollwut-Sperre war.

 

Wir war´n die besten Freunde

sein ganzes Leben lang.

Dafür sag meinem Kätzchen

ich hier von Herzen Dank!

 Christina Telker