Besonders der älteren Generation wird es schwer,

sich immer mehr auf neue Worte einzustelle.

Gerne hängen sie an Bewährtem.

Dafür versteht so manch Jüngerer nicht mehr,

wovon bei menchen Worten die Rede ist.

Hier möchte ich in Versen, auf unterhaltsame Weise,

einige längst vergessene Worte vorstellen.

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So mancher Säugling wär schlecht dran,

läg er nicht in der Amme Arm.

Er wird gestärkt, er fühlt sich wohl,

die Labsal, sie ist wundervoll.

 

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Der Oheim kam heut zu Besuch,

er schenkte mir ein schönes Buch,

ich lese es mit sehr viel Freude

es ist mir eine Augenweide.

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Der Base bring ich Ehrfurcht dar,

sie nährte mich so manches Jahr.

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Mein Bruder ist ein Tunichtgut,

er kriegt vom Unfug nie genug.

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Heut trink ich einen Muckefuck,

dazu ein Keks, das tut mir gut.

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Ein Duckmäuser ist mein Cousin,

drum geh ich auch nicht gerne hin.

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Erquickung schenkt ein frischer Quell,

danach geht’s besser von der Stell.

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Die Schnurre, die die Ahne spricht,

klingt heiter, fast wie ein Gedicht.

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Den Schappoklapp, den trag ich gern,

ich komm mir vor, wie reiche Herrn.

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Fisimatenten mag ich nicht,

ich sag es gradzu ins Gesicht.

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Ich sah heut eine schöne Maid,

sie trug ein helles Sommerkleid.

Mein Auge sich daran erfreut,

denn sowas sieht man selten heut.

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Freu dich der Lenz kehrt wieder ein,

 mit Vogelsang und Sonnenschein.

Vorüber ist des Winters Macht,

ich freu mich, daß die Sonne lacht.

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Der Dichter schrieb einst schnell und viel,

mit angespitztem Federkiel.

Ich wandre mit der Klampfe fort über Berg und Höhn

und dort wo es mir gut gefällt, da bleib ich gerne stehn.

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Ein Knicks steht einem Mädchen gut,

wenn es die Muhme grüßen tut.

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Im Tante Emma Laden da kehre ich gern ein,

dort find ich alles was ich brauch

und kann zufrieden sein.

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Beim Krämer um die Ecke dort kauf ich, was ich brauch

und wenn es meine Zeit erlaubt, halt ich noch einen Plausch.

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Dem Mammon bin ich abgewandt,

ich finde Freude pur,

wenn ich mit einem frohen Lied;

 wandre durch die Natur.

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Nichts kann im Winter schöner sein,

als einen Muff zu haben.

Die Hände steck ich schnell hinein

und schlage hoch den Kragen.

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Komm ich nach Haus, dann schlüpfe;

ich in die Puschen rein,

kann mich jetzt frei bewegen

und kann zufrieden sein.

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Die Plünnen werden aussortiert,

sie sind schon lang nicht mehr von Wert.

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Heut ist Waschtag angesagt,

der Schuber steht bereit,

denn ich möchte morgen tragen;

 ein weißes Sonntagskleid.

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Das Taschentuchtäschchen liegt bereit,

es paßt zum neuen Sommerkleid.

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Der Feierabend naht, wie fein,

heut leg ich mir ein Tonband ein,

doch wehrte die Freude nur recht kurz,

ein Bandsalat, verdarb den Spaß.

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Mein Taschengeld reicht heut kaum aus,

denn heute kommt mein Bruder Klaus,

er hat so manchen Schatz dabei,

im Bauchladen, so mancherlei.

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Auwei, nun gab ich grad nicht acht

und habe mich verschrieben.

Hätt ich den Bleistift nur genommen,

dann wäre mir das nicht passiert.

Doch der Kopierstift, läßt erkennen,

wo ich mich leider hab geirrt.

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