Lutherbibel 2017, © Deutsche Bibelgesellschaft

18.02.2024

 

Erhöre mich, wenn ich rufe,

Gott meiner Gerechtigkeit,

der du mich tröstest in Angst;

sei mir gnädig und erhöre mein Gebet.

Psalm. 4, 2

 

Der Psalmbeter wählt diese Worte als Abendgebet. Sie könnten uns aber genauso gut durch den ganzen Tag führen. Wenn wir so beten könnten, in jeder Situation, könnten wir uns in Jesu Arme flüchten. Es gibt für jeden von uns Tage, auf die wir gerne verzichtet hätten. Wir sind zerschlagen und möchten uns nur noch verkriechen. Leider denken wir viel zu selten daran, gerade jetzt ein Gebet zu unserem Vater zu schicken. Dafür bedarf es keiner gefalteten Hände, das ist ein Symbol, aber unser Vater versteht uns auch, wenn wir in Gedanken im Stillen zu ihm rufen. Alle eure Sorgen werfen auf ihn, er wird's wohl machen.

11.02.2024

 

Ich gehe oder liege, so bist du um mich

und siehst alle meine Wege.

Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge,

dass du Herr nicht schon wusstest.

Psalm 139, 3-4

 

Wie wunderbar ist es doch so ganz von Liebe umgeben zu sein. Nicht jedem ist das hier auf Erden vergönnt. Doch es gibt einen, der sein Füllhorn der Liebe über die ganze Welt in reichem Maße ausschüttet. Gott ist immer um uns, es gibt nichts was ihm fremd ist, nichts was wir vor ihm verheimlichen können. Wir brauchen seine Liebe und Fürsorge nur dankbar annehmen. Bei ihm sind wir stets in Liebe geborgen, unser ganzes Leben lang.

Vater im Himmel, wir danken dir,

dass du uns nicht vergisst

und legen auch diesen Tag in deine Hände.

Amen

Als aber der Herr sah, dass der Menschen Bosheit

groß war, auf Erden und alles Denken und Trachten

ihres Herzens nur böse war immerdar, da reute es ihn,

dass er die Menschen gemacht hatte auf Erden und

bekümmerte ihn in seinem Herzen.

1.Mose 6, 5-6

 

Das Ebenbild Gottes sollte der Mensch sein. Über allem stehen und alles beherrschen und nach seinem Willen formen. Nur die Bosheit, im Herzen des Menschen hatte Gott wohl übersehen?! Es gereut ihn, den Menschen geschaffen zu haben. Wie oft in unserem Leben stolperten wir über die Bosheit von Menschen. Nicht umsonst gibt es den Ausspruch; ‚seit ich die Menschen kenne, liebe ich die Tiere‘. Kein Tier würde aus Bosheit handeln, es kennt kein Falsch. Aber der Mensch, der die Krone der Schöpfung ist, trägt die Falschheit im Herzen. Darüber ist Gott traurig und er bedenkt, wie er das ändern könne.

 

Siehe, ich habe dir geboten, dass du getrost

und unverzagt seist.

Josua1, 9a

 

Gott ist da für uns, das hat er uns zugesagt, darum möchte er unsere Zweifel aus dem Weg räumen. Welch größeres Zeichen sollte er setzen, als seinen eigenen Sohn in die Welt zu senden zur Vergebung unserer Sünden. Seid getrost und unverzagt! Freut euch und kommt zu mir, wenn ihr Sorgen habt, legt sie vor mich hin, damit ich euch trösten kann. das sichert er uns zu und daran können wir uns halten. Nicht nur in sonnigen Zeiten des Leben, sondern zu jeder Zeit, sind wir seine Kinder. Er ist immer um uns, aber er möchte auch, dass wir zu ihm kommen, er drängt sich nicht auf. Wagen wir diesen Schritt, wir können keinen besseren Tröster finden. Er kennt unser Herz und unsere Sorgen. Darum können wir auch alles vor ihn bringen. Er misst nicht mit menschlichen Maßstäben, für ihn sind wir stets, sein geliebtes Kind.

Gott ist nicht ein Mensch, dass er lüge, noch ein Menschenkind,

dass ihn etwas gereue. Sollte er etwas

sagen und nicht tun? Sollte er etwas reden und nicht halten?

4. Mose 23, 19

Für die Menschen damals war es wichtig, dass Gott mit ihnen redete, dass sie auf sein Wort bauen konnten. Immer wieder fragten sie nach seinem Willen, nach seinen Plänen. Wie ist das heute geworden, in unserer schnelllebigen Zeit? Wollen wir überhaupt noch wissen, was Gott uns zu sagen hat? Meist rennt der Tag an uns vorbei und lässt uns kaum eine Minute der Stille. Aber liegt das nicht zuerst an uns? Wollen wir denn überhaupt noch zur Ruhe kommen? Man befindet sich in einem Hamsterrad. Bei mir war es ebenso bis vor einigen Jahren. Dann kam plötzlich die Sehnsucht nach dem Frieden meiner Kindheit. Ich dachte daran, wie meine Eltern den Morgen begannen, mit einer gemeinsamen Bibellese. Genauso wurde der Tag beendet. So begann ich Schritt für Schritt dort wieder hinzukommen. Und es gelang. Heute könnte ich mir den Morgen Morgenandacht nicht mehr vorstellen. So wünsche ich auch dir einen Neuanfang mit Gott.

14.1.2024

 

Wir liegen vor dir mit unserm Gebet

und vertrauen nicht auf unsre Gerechtigkeit,

sondern auf deine große Barmherzigkeit.

 Daniel 9, 18

 

Das tägliche Gebet ist den meisten von uns zum Bedürfnis in unserem Tagesablauf geworden. Daniel geht es jedoch um eine bestimmte Sache, für die er Gott anruft. Er betont, dass er auf Gottes Barmherzigkeit vertraut. Daniel sieht ein düsteres Bild vor sich und fleht Gott an, ihm und seinem Volke gnädig zu sein. Die Geschichte von Daniel finden wir im Alten Testament. Wie gut sind wir doch dran, die wir Jesus kennen. Er hat uns durch seinen Tod am Kreuz und die Auferstehung, die Vergebung Gottes errungen und den Tod besiegt. Gott hat uns vergeben, all unsere Verfehlungen und Sünden sind ausgelöscht. Wann auch immer wir zu ihm kommen im Gebet, sind wir angenommen, als seine geliebten Kinder. „Was ihr bitten werdet in meinem Namen, das werde ich euch geben!“, verspricht uns Jesus im Johannesbrief 14. Welch ein Versprechen! Sind wir uns überhaupt klar darüber, was Jesus für uns getan hat? Oftmals scheint uns Gottes Welt zu groß und so weit entfern, um sie mit unserem Verstand fassen zu können. Gehen wir ins Gebet, nicht nur sonntags im Gottesdienst, und erbitten wir immer neu seine Gnade für uns und unsere Mitmenschen. Es gibt so viel Leid in der Welt, dass wir Gott immer wieder vor die Füße legen sollten. Doch vergessen wir auch nicht das Danken, es

ist lebenswichtig. Gott hat uns viel geschenkt und schenkt es uns täglich neu durch seine Güte.

7. 1. 2024

 

Danket dem Herrn und rufet an seinen Namen;

verkündigt sein Tun unter den Völkern! Singet ihm und spielet ihm,

redet von allen seinen Wundern!

Psalm 105, 1-2

Israel ist die von Gott auserwählte Nation. Davon singt dieser Psalm. Abraham wurde als Vater eines ganzen Volkes auserwählt, ihm versprach Gott so viel Nachkommen wie Sterne am Himmel. Denken wir nur an die Errettung des Volkes Israel aus der Sklaverei. Alljährlich feiern die Juden neu das Passahfest, in Erinnerung an dieses Ereignis und somit an die Gründung des Volkes Israel. Nicht immer glaubt das Volk Israel an Gottes Führung und kommt ins Zweifeln, doch Gott hält treu zu seinem Bund und zu dem Versprechen, dass er einst Abraham gab. Die ersten Verse dieses Psalms fordern zu Lob und Dank auf. Sehen wir von der biblischen Geschichte in unser eigenes Leben, so finden wir auch heute Spuren Gottes, die Grund für Lob und Dank geben. Es gibt in einem langen Leben viele Situationen, in denen wir ihn spürbar fühlten und er uns nahe war. Selbst dann, wenn wir im Trubel des Alltags seine Hilfe vergessen sollten, in Momenten des Nachdenkens, können wir sie uns immer vor unserem inneren Auge vergegenwärtigen. Die beste Art Gott zu loben und zu danken ist das Gebet oder ein Lied. Was wir als Kinder lernten, wird uns im Alter nicht verloren gehen. Stimmen wir doch am besten jeden Morgen ein Loblied an. Gott freut sich, wenn wir singen und es tut unserer Seele gut. Wie wunderbar für beide!

1.1.2024

 

Gelobt sei der Herr täglich.

Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch

Psalm 68,20

 

Wir gehen in ein Neues Jahr. Aber hat sich wirklich etwas geändert in unserem Leben? Eher wohl nicht! Sorgen und Probleme sind noch genauso vorhanden, wie am letzten Tag des alten Jahres. Jedoch verspricht uns das Psalmwort: „Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft sie auch zu tragen.“ Wie schwer war für Maria der Weg nach Bethlehem in ihrem hochschwangeren Zustand, dann fand das Paar nicht einmal ein Quartier, wo Maria etwas Ruhe finden konnte nach der langen Reise. In einem Stall kommen sie mit Mühe und Not unter. Doch dann, als sie das Kind im Arm hält, es in die Krippe legt, geschieht das größte Wunder, es kommen Gäste. Alle wollen zu ihrem Kind. Ein Stern hat ihnen den Weg zum Kind gewiesen. Welch ein Wunder! Diese kleine, arme Familie steht plötzlich im Rampenlicht. Sicher war Maria sehr verwundert darüber, auch wenn ihr der Engel schon vor der Geburt ankündigte: „Du wirst Gottes Sohn gebären!“ So ließ die letzte Zeit der Strapazen wohl einige Zweifel im Stillen aufkommen. Nun erkennt Maria, Gott hält sein Wort! Gott ist für sie da! Diese Zuversicht wünsche ich Euch allen für das Neue Jahr! Ganz gleich wie groß die Last ist, die wir zu tragen haben. Gott verlässt uns nicht! Er ist für uns da, auch an jedem Tag in diesem Neuen Jahr.

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