Februar
Du schenkst uns Wunder
An so manchen grauen Tagen,
Wenn ich nicht mehr weiterkann,
schickst du mir ein kleines Wunder,
das ich wieder hoffen kann.
Nein, du lässt mich nicht alleine,
auch wenn ich‘s nicht fassen kann,
du kannst jedes Schicksal werden,
ja, du bist mir zugetan.
Wenn der Glaube mich verlässt,
bist du da und hältst mich fest.
Selbst aus tiefsten Meerestiefen,
ziehst, du Herr, mich noch an Land.
Ohne deine kleinen Wunder wär;
die Welt oft grau und schwer,
doch du weißt wann wir dich brauchen
und schickst einen Engel her.
Christina Telker
*
März
Reich mir die Hand
Reich mir die Hand zur Vergebung,
ich stehe bittend vor dir.
Lass uns gemeinsam reden,
öffne mir deine Tür.
Jesu hat uns vergeben,
keiner ist Sünden frei,
drum reich auch du deine Hände,
dem der an dir schuldig sei.
Einander die Schuld zu vergeben,
das ist unser Auftrag von Gott,
nur so können wir friedlich leben,
ohne Falschheit und Hass.
Gott hat uns auch vergeben,
hat uns seinen Sohn gesandt,
damit wir mit ihm können leben,
einst im gelebten Land.
(Christina Telker)
*
April
Geschenk des Lebens
Ich dank dir Gott, dass es dich gibt,
dass einer da ist, der mich liebt,
dass einer täglich mit mir geht,
dass einer da ist und mich verstehst.
Ich danke Gott, für das Geschenk,
dass man wohl die Gesundheit nennt,
dass ich die Hände falten kann
und meinen Schöpfer loben kann.
Ich danke Gott, für alle die,
die einmal klopfen an die Tür,
dass ich mit meiner kleinen Kraft,
auch geben kann, was du mir gabst.
Ich danke Gott, auch für das Leben,
dass du auf Erden uns gegeben,
dass du Verfehlung uns vergibst
und das du uns, als deine Kinder liebst.
(Christina Telker)
*
Mai
Für dich
Ich wünsch dir Zeit zum Lesen,
Zeit für Besinnlichkeit.
Gottes Schutz auf deinem Weg
und auch zu jeder Zeit.
Ich wünsche dir ein fröhlich Herz,
ein Dankgebet am Morgen,
für alles was der Tag dir schenkt
und das Gott immer an dich denkt.
Ich wünsch dir eine ruhge Nacht,
mit Mond und Sternenschein,
ein Engel halte stets die Wacht,
so bist du nicht allein.
Ich wünsche dir für jeden Tag,
ein heiteres Gemüte,
dein Leben voll Sonnenschein
allein durch Gottes Güte.
Christina Telker
*
Juni
Unter seinem Schirm
In Gottes Schutz, da fühl ich mich geborgen,
in seiner Hut, da kann ich sicher ruhn,
denn seine Liebe hält mich fest umfangen,
es schadet mir, kein Wetter und kein Sturm.
Wenn grelle Blitze um mich zucken,
wenn dichter Nebel, meine Sicht versperrt,
dann weiß ich doch, es kommt ein neuer Morgen,
ich bin getrost, weil er mich führen wird.
In seiner Hand bin ich gut aufgehoben,
bin sicher wie ein Vogel in dem Nest,
ich kann beruhigt mich ihm anvertrauen,
ihm, der mich niemals fallen lässt.
Oh Herr ich danke dir für deine Güte,
für deinen Schutz bei Regen und bei Wind.
Du leitest mich ja durch mein ganzes Leben,
an deiner Seite bin ich dein geliebtes Kind.
(Christina Telker)
*
Juli
Spuren der Gelassenheit
Herr schenke mir Gelassenheit,
damit ich meinen Nächsten aushalte.
Herr schenke mir Gelassenheit,
um den Lärm um mich her zu ertragen.
Herr schenke mir Gelassenheit,
um in schwierigen Situationen die Ruhe zu behalten.
Herr schenke mir Gelassenheit,
um nicht an mir und dem Glauben zu dir, zu verzweifeln.
Herr schenke mir Gelassenheit,
um zur rechten Zeit ein offenes Ohr für meinen Nächsten zu haben.
Herr schenke mir Gelassenheit,
um mich nicht stets selbst überholen zu wollen.
Herr schenke mir Gelassenheit,
um täglich Freude an einem Gespräch mit dir zu haben.
Herr schenke mir Gelassenheit,
um den Sonntag für dein Wort zu nutzen. Amen
*
August
Ende August
Siehst du das erste gelbe Blatt?
Der Herbst kommt langsam nah.
Noch ruht er auf so manchem Ast,
und wirft vereinzelt mal ein Blatt.
Des Morgens, noch im Dämmerschein,
beginnt der neue Tag.
Die Schwalben schaun gen Süden aus,
doch halten sie noch Rast.
Die Sonne dreht noch manchmal auf,
und schickt uns 30 Grad,
doch morgen ist es schon recht frisch,
da fehlt ihr schon die Kraft.
Des Herbstes Blumen, welche Pracht,
erfreuen unsern Blick.
Noch ist der Storch im Wiesengrund;
verwaist steht bald sein Horst.
Genieß die letzte Sommerzeit,
sie geht so schnell vorbei.
Doch auch der Herbst, ist wunderschön,
erfreut mit mancherlei.
(Christina Telker
*
September
Der Wind
Wer hat die Freiheit sich zu zeigen,
so, wie er denkt und wie er fühlt?
Allein der Wind kann es sich leisten,
in seinem immerwährend Spiel.
Wer kann wohl reisen in die Ferne,
wohl über Länder, Meere weit?
Allein der Wind kann es sich leisten,
für ihn gilt weder Raum noch Zeit.
Wer kann bei Sonn und Regen tanzen,
egal zu welcher Jahreszeit?
Allein der Wind kann es sich leisten,
er ist zum Spiele stets bereit.
Wer türmt die Wellen in den Meeren,
wer reißt die stärksten Bäume aus?
Nur Wind und Sturm können so brausen,
denn Wind und Sturm hält keiner auf.
Herr, du schufst die Naturgewalten,
schufst einst Sonne, Regen, Wind.
Ein jedes hört auf deine Stimme,
ihr Sein wird nur von dir bestimmt.
Unser Verstand kann es nicht fassen,
doch du schufst ja die ganze Welt.
Wir können stets nur dankend staunen,
wir du der Erde Lauf bestimmst.
Christina Telker
*
Oktober
Goldener Oktober
Sag mir, wo ist der goldene Herbst,
ich kann mich gut entsinnen.
Die Vögel blieben lange hier,
man hörte sie fröhlich singen.
In allen Farben stand der Wald,
man konnt kaum satt sich sehen.
Heute ist alles grau in grau,
kein Sonnenstrahl zu sehen.
Der Wintermantel wird gebraucht,
viel früher als vor Zeiten.
Mich fröstelt, wenn ich raus nur schau,
der Sturm fegt über die Weiten.
Wo ist der goldne Herbst nur hin,
wo sich bei fröhlgem Reigen,
die Mädchen sich beim Tanz drehn;
des Sommers Abschied zu feiern?
Wir wünschten uns, es wär wie einst,
mit sonnigem Oktober,
mit buntem Laub und Sonnenschein,
nichts könnte doch wohl schöner sein.
(Christina Telker)
*
November
Du schenkst uns Wunder
An so manchen grauen Tagen,
Wenn ich nicht mehr weiterkann,
schickst du mir ein kleines Wunder,
das ich wieder hoffen kann.
Nein, du lässt mich nicht alleine,
auch wenn ich‘s nicht fassen kann,
du kannst jedes Schicksal werden,
ja, du bist mir zugetan.
Wenn der Glaube mich verlässt,
bist du da und hältst mich fest.
Selbst aus tiefsten Meerestiefen,
ziehst, du Herr, mich noch an Land.
Ohne deine kleinen Wunder wär;
die Welt oft grau und schwer,
doch du weißt wann wir dich brauchen
und schickst einen Engel her.
Christina Telker
*
Dezember
Nachfolge
Als Kind in der Krippe kamst du zu mir.
Hilflos und klein in Marias Schoß.
Die Hirten und Könige kamen zu dir,
und fielen anbetend auf die Knie.
Auch ich möcht an deiner Krippe stehn,
mir das himmlische Wunder zu besehn.
Nimm mein Herz, als meine Gabe an,
weil ich dir weiter nichts bringen kann.
Du wurdest groß, zogst von Ort zu Ort,
um den Menschen zu bringen Gottes Wort.
Spott und Bewunderung brachte man dir;
Gottes Sohn, auf Erden hier.
Deine Jünger gaben dir ihr Geleit,
während deiner Erdenzeit.
Heut folgen dir Christen, weit und breit,
zu verkünden dein Wort sind sie bereit.
Denn du gabst für unsre Erlösung dein Leben,
hast dich für uns in den Tod begeben.
Hast für uns überwunden des Todes Macht,
und Gottes Liebe der Welt gebracht.
Wir preisen dich, oh Jesu Christ,
der du uns deinen Segen gibst.
du hörst uns an zu jeder Zeit,
du öffnest deine Arme weit.
So wollen wir dir folgen gern,
dir, Gottes Sohne, unserem Herrn.
Wir wollen dein Wort weitergeben,
dass alle Welt dich kann erleben
(Christina Telker)
