Abendglocken

 

Die Abendglocken künden an,

der Tag er ist vollbracht.

Gönn dir ein wenig Ruhe,

bevor nun kommt die Nacht.

 

Die Abendglocken mahnen,

vergiss nicht das Gebet,

Gott schützt dich jeden Augenblick,

drum bringe ihm die Ehr.

 

Die Abendglocken bringen,

ein kleines Lied zur Nacht.

Es wünscht dir süße Träume

 und eine gute Nacht.

 

Was wäre wohl ein Abend,

ohne der Glocke Klang,

ein Abend ohne Segen,

und ruh in Gottes Hand.

 (c) ChT

Kuckucksruf

 

Ein kleiner, kesser Vogel

er kündet jeden Tag,

genau zur vollen Stunde,

den richt`gen Glockenschlag.

 

Sein Bruder dort im Walde,

er ruft ja nur im Mai,

bringt uns die schöne Frühlingszeit

und denkt sich nichts dabei.

 

Mein Kuckuck hier im Zimmer,

er ruft das ganze Jahr,

er ist stets unermüdlich,

des freu ich mich fürwahr.

© ChT

 

Spuren im Sand

 

Spuren im Sand

und Niemand zu sehn!

Wohin führen wie wohl,

wohin mögen sie gehn?

Ob ein liebend Paar,

heimlich sich traf?

Oder ein müdes Herz,

suchte nur Schlaf –

an einem stillen Platz hinter der Düne;

doch vielleicht führt auch die Spur

 nur zur Bühne.

Ich mach mir den Spaß

und folge der Spur.

Bin schon gespannt

wohin führt sie mich nur?

Dort in der Ferne –

seh` ich jemand am Strand,

er träumt vor sich hin,

schaut auf´s Meer wie gebannt.

Behutsam schleich ich mich heran.

Was stelle ich fest –

es ist mein Mann.

© ChT

 

Wochenbeginn

 

Zwei schöne Tage sind vorbei,

der Alltag hat uns wieder.

Gebündelt brauchst du deine Kraft,

drum streck die müden Glieder.

 

Was hilft‘ s, der Sonntag ist vorbei,

der Tag von Ruh und Frieden,

die Ärmel hoch und angepackt,

was uns jetzt wird beschieden.

 

Ich wünsch dir Kraft für jeden Tag,

auch Zeit für frohe Stunden.

Mit einem Lächeln im Gesicht,

meisterst du alle Runden.

© ChT

Wunschträume

 

Idylle, sag wo fandst du sie,

suchtest sie oft vergebens.

Im Traume streifst du Stadt und Land

und landest gar am Meeresstrand.

 

Im Traum schaust du aufs Meer hinaus,

und siehst den Welle zu,

schickst deine Sehnsucht in die Welt,

verlierst bald ihre Spur.

 

Du gleitest weiter, suchst erneut,

und machst im Schwarzwald halt,

die Tannen raunen leis dir zu,

in mancherlei Gestalt.

 

Die Berge dort, mit Schnee bedeckt,

du siehst die Alpen glühn.

Wo kann es denn noch schöner sein,

als dies vielfält`ge Blühen.

 

Du schwebst zum Himmel fast empor,

von Träumen fortgetrieben.

Du schaust von oben auf die Welt,

die langsam immer mehr zerfällt.

 

Egal, wo du auch stehst und wo du träumst,

von Wünschen stets getrieben.

In deinen Träumen findest du`s,

vielmehr ist nicht geblieben.

© ChT