21.1.2022

Friedenssuche

 

Frieden suchen die meisten Menschen. Zugegeben, es gibt auch die anderen, die immer recht haben wollen, ganz gleich, ob sie dadurch mit ihren Nächsten, ihren Nachbarn oder Arbeitskollegen im Clinch liegen. Das ist im Großen, wie im Kleinen so.

Aber, ist es nicht viel angenehmer friedlich miteinander zu leben? Ist es denn so schlimm, auch einmal nachzugeben und den goldenen Mittelweg zu suchen? Oft tut es uns schon nach kurzem leid, dass wir auf unserem Dickkopf beharrten und nicht immer, ist das Geschehene rückgängig zu machen.

Mir kommt da eine Geschichte in den Sinn, die ich

vor Jahren erlebte. Zwei Kinder stritten sich beim Murmelspiel, um den Sieg. Auch wenn Gerda ganz genau wusste, dass Uschi der Sieg zustand, so beharrte sie doch auf ihrem Sieg, meinte sie doch, ihre Murmel geschickt mit dem Fuß, in einem unbeobachteten Moment, gut platziert zu haben. Dieser Streit verfestigte sich so sehr, dass beide Mädchen nie mehr miteinander sprachen. So sehr sich die Eltern, durch gutes Zureden, auch bemühten, die Freundschaft zu kitten, es war nicht möglich.

Als Gerda nach Jahrzehnten die Todesanzeige ihrer einstigen Freundin in der Zeitung las, kam sie kaum über den Schmerz hinweg, den sie mit ihrem Starrsinn angerichtet hatte.

In unserem Leben gibt es einen, der über uns allen wacht, der sich Frieden wünscht für die Menschheit. Haben wir denn die Weihnachtsbotschaft schon nach so kurzer Zeit vergessen? „Friede sei mit euch“, verkündeten die Engel den Hirten auf den Feldern von Bethlehem. Begeben wir uns auf die Suche. Auf die Suche nach dem Frieden, der doch so wichtig ist für unser Leben. Wichtig für unser Wohlbefinden, für unsere Seele. Schließen wir Frieden mit Gott, dann können wir gar nicht anders, als auch mit unserem Nächsten im Frieden zu leben und vielleicht sogar einmal zurückzustecken, selbst, wenn wir meinen im Recht zu sein. © Christina Telker

Frieden für alle 

Frieden wollen alle Menschen,

alle Menschen auf der Welt,

Leute kommt, geht auf die Straßen,

dass der Frieden länger hält.

 

Immer wieder die Parolen,

„nur der Krieg schafft dies und das“,

dabei wäre es so wichtig,

würden alle Menschen satt.

 

Reiht euch ein ins Meer des Friedens,

schreit es laut in diese Welt,

helft den Frieden zu erhalten,

unter unserm Himmelszelt.

 

Kinder möchten glücklich spielen,

lachen, singen, fröhlich sein,

darum haltet hoch den Frieden,

sagt dem Kriege deutlich „Nein“.

© Christina Telker

 

14.01.2022

Puzzle der Freude

 

Bis jetzt zählt das neue Jahr erst wenige Tage, der rechte Moment, um Rückschau zu halten. Die wichtigsten Ereignisse haben sich bei uns förmlich eingebrannt, wir werden sie auch nach Jahrzehnten nicht vergessen. Aber wie ist es mit den kleinen Momenten des Alltags? Wie wäre es, wenn sie ein Kommissar, wie manchmal in einem Tatort, fragen würde: „Wo waren Sie am 4. Februar letzten Jahres, um 17 Uhr?“ Sicher ginge es ihnen ebenso wie mir, sie müssten die Antwort schuldig bleiben. Und doch gibt es an jedem Tag des Jahres eine kleine Freude, die uns begegnet, selbst dann, wenn wir im groben Rückblick denken, ‚Das kann gar nicht sein!‘

Darum habe ich einen Vorschlag. Im vergangenen Jahr habe ich es probiert. Erstellen wir uns, unser eigenes Puzzle. Das Puzzle der Freude. Fast in jedem Haushalt gibt es ungenutzte, leere Bilderrahmen. Für diesen Rahmen schneiden wir zwei weiße, passende Bögen Zeichenkarton zu. Den einen Bogen legen wir in den Rahmen ein und hängen ihn an die Wand. Zugegeben, das sieht ein wenig kahl aus, aber jedes Puzzle und sei es noch so schön, hat einmal bei null begonnen. Den zweiten Bogen legen wir für uns bereit. Jeden Abend schneiden wir ein kleines Teil von diesem zweiten Bogen ab, bemalen es farbig und schreiben darauf, was wir an diesem Tage positives erlebten. So kleben wir Abend für Abend ein Puzzleteil hinzu. Schon bald beginnt unser Puzzle zu wachsen. Am Ende des Jahres werden wir staunen, wie viel Freude uns das Jahr brachte. Ich wünsche uns allen hierbei gutes Gelingen und viele positive Erlebnisse.

 © Christina Telker

 

07.01.2022

Der Stern von Bethlehem

Ein neues Jahr hat seine Tore für uns geöffnet. Vor wenigen Tagen feierten wir das Christfest. Der Stern, über der Krippe, wies den Hirten den Weg zum Stall. Nun tritt dieser Stern noch einmal in Erscheinung. Die drei Könige aus dem Morgenland sahen diesen besonderen Stern am Himmel. Da sich die Drei mit Sterndeutung befassten, sind sie fest überzeugt, dieser Stern kann nur die Geburt eines Königs anzeigen. Diesen König wollen sie finden, um ihm ihre Verehrung darzubringen. Wir wissen es aus der Bibel, nach langer Suche stehen sie vor dem Stall in Bethlehem und sie zweifeln keinen Moment. Nein, sie wissen es; dass sie den neugeborenen König gefunden haben, auch wenn er jetzt als einer der Ärmsten in der Krippe liegt. Die drei Weisen spüren es, wie zuvor die Hirten; hier ist ein ganz besonderes Kind geboren. So bringen sie diesem Kind ihre Gaben dar. Diesem Ereignis zum Gedenken ziehen alljährlich Kinder durch die Straßen, um den Neujahrssegen in die Häuser zu tragen. In einigen Gegenden ist es üblich, mit den Buchstaben C+M+B, in Verbindung mit der jeweiligen Jahreszahl, den Haussegen über die Eingangstür zu schreiben. Die Dreikönigssänger erhalten im Gegenzug kleine Gaben als Dank.

Diese Sitte half in früheren Jahrhunderten den kleinen Sängern, die oft in Armut lebten, sich ein Zubrot zu verdienen. Heute sammeln die Sternsinger für einen guten Zweck, der alljährlich unter einem besonderen Motto steht.

In einigen Ländern wird am Dreikönigstag, dem 6. Januar, Christi Geburt gefeiert, als Erinnerung an die Gaben, der drei Könige, die zur Krippe kamen, erhalten die Kinder an diesem Tag ihre Geschenke. © Christina Telker

1.1.2022

Ich will singen von der Gnade des Herrn ewiglich und seine Treue verkünden

mit meinem Munde für und für. Psalm 89, 2

 

Noch ist unser Herz von dem Ereignis in Bethlehem erfüllt. Für die Menschen vor mehr als 2000 Jahren war es die Sensation! Da ist in einem Stall ein Kind geboren worden, das ihr Leben verändern wird. Lange schon warteten sie auf den ersehnten Messias. Nun ist ganz in ihrer Nähe DAS Kind geboren, auf das sie seit Generationen gewartet haben. Die Engel auf dem Felde waren nicht zu übersehen! Dieser helle Schein reichte bis nach Bethlehem, denn damals waren die Nächte dunkel und die Straßenbeleuchtung war noch nicht erfunden. Und dann dieser Stern! Von überallher sah man ihn leuchten bis in weite Ferne, sodass sogar die drei Sterndeuter sich auf den Weg machten, um dieses Kind zu ehren und ihm ihre Gaben zu bringen. Solch ein Ereignis spricht sich herum. Wer von diesem Licht erfüllt ist, kann gar nicht anders, als sich davon inspirieren zu lassen und Gott zu loben und zu danken! Doch Gottes Güte ist schon zuvor bekannt, denn er schloss seinen Bund bereits mit David. Darum singt er ihm Lob und Preis in diesem Psalm. Bereits damals stand Gottes Heilsplan fest, so weist dieser Psalm des Königs Davids bereits auf Jesus hin. Wir werden Gott nie ergründen, er handelt stets anders, als wir es erwarten. Wie großartig fasst David sein Lob in Worte, obwohl er Gottes Heilsplan noch nicht einmal kannte. Uns ist das Kind in der Krippe gegeben, damit wir selig werden. © Christina Telker

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