Es schneit Blüten

 

Sieh heute schneit es Blüten,
der Mai zieht ein ins Land.
An allen Hängen grünt es,
mein Herz ist Sonnenwärts gewandt.

Der Star singt in den Zweigen,
der Storch, er baut sein Nest.
Der Frosch, er quakt im Teiche
welch schönes Frühlingsfest.

Wir schultern unsern Rucksack
und ziehn hinaus aufs Land,
freun uns an Gottes Schöpfung
sowie am Vogelsang.

Am Rande eines Baches
da ruhn wir beide aus ,
sind wir am Abend müde,
geht es zurück nach Haus.

© Christina Telker

 

Der Mai

 

Die Bäume stehn in voller Blüte,

schon früh grüßt uns die Nachtigall.

Die Liebe senkt sich ins Gemüte

und hofft auf einen Widerhall.

 

Die Biene trägt den ersten Honig

und sammelt fleißig Tag für Tag.

Der Wald erwacht zu neuem Leben,

so häng auch du den Träumen nach.

 

Die Liebe stellt sich ein im Maien,

lass den Gefühlen ihren Lauf.

Oh, lass das Herze Knospen treiben

und halte deine Augen auf.

 

Vielleicht erkennst du dann im Freunde,

nach Jahren noch das große Glück,

oder nach vielen Ehejahren,

kehrt Zärtlichkeit ins Herz zurück.

(Christina Telker)

Morgenstunde

 

Die Morgenstunde ist es die ich liebe,

wenn sacht die Sonn erscheint am Firmament,

wenn auch die Vogelwelt erwachet,

und ihrem Schöpfer froh ein Danklied singt.

 

Die Morgenstunde ist es, die ich liebe,

wenn um mich her die Welt im Schlummer liegt,

wenn nur vereinzelt Schritte schon erklingen,

von Frühaufstehern die zur Arbeit gehn.

 

Die Morgenstunde ist es, die ich liebe,

wenn noch der Nachtwind meine Haut berührt,

wenn ich ganz früh am Morgen durch die Straßen gehe,

und hier und da schon das Erwachen spür`.

 

Die Morgenstunde ist es, die ich liebe,

wenn ganz von fern ein Froschkonzert erklingt,

ich kann die klare Morgenluft genießen,

in meinen Haaren spielt der Morgenwind.

 

Die Morgenstunde ist es, die ich liebe,

ich sage meinem Schöpfer Lob und Dank,

dass er mich auch durch diese Nacht geführet,

ihm gilt mein ganzer Lobgesang.

(Christina Telker)

Die Farben des Sommers

 

Die Farben des Sommers in ihrer Pracht,

sind für uns alle zur Freude gemacht.

 

Der Sommerwiese saftiges Grün,

auf der so zahlreich die Blumen blühn.

 

Das Blau des Himmels, Schäfchenwolken in Weiß,

die güldene Sonne erfreut dich ganz leicht.

 

Der See in seinem smaragden Grün,

auf dem weiß die Segelboote ziehn.

 

Der Tannen und Kiefern dunkles grün,

harzduftend nach frischem Kien;

 

erfreut uns der Wald mit Vogelgesang,

wenn wir besteigen den höchsten Kamm.

 

Der Rose Zauber in Rot und Gelb,

ihr Duft zieht hoch zum Himmelszelt.

 

Der Sommer leuchtet in all seiner Pracht,

die Gott, der Herr, für uns erdacht.

© Christina Telker

Die Kastanie

Der alte Baum in unserm Park,
erfreut seit vielen Jahren
Die Vögel bauen dort ihr Nest,
er schützt sie vor Gefahren.

Die Kinder spielen unterm Baum,
so manches Ringelrein.
Sie lachen voller Fröhlichkeit,
was könnte schöner sein.

Der alte Mann schaut ihnen zu,
denkt an vergangene Zeiten.
Er denkt an seine Kinderzeit,
doch diese liegt schon weit,  so weit.

Der alte Baum, sah vieles schon,
sah kommen und sah gehen,
sah Postkutschen und Rittersleut,
und hat gar viel erfahren.


Was ist ein Menschenleben schon,
gegen den alten Baum.
Es zieht vorbei, wie ein Moment,
ja wie ein schöner Traum.

© Christina Telker

 

Nebel

 

Nebel  durch die Felder zieht,

Nebelschleier deckt die Strassen.

Heute singt der Herbst sein Lied,

Nebel deckt die kleinsten Gassen.

 

Grau in Grau wohin man blickt,

trübe wird auch das Gemüt.

Erster Reif liegt auf dem Rasen,

kühl schon manches Lüftchen zieht.

 

Kaum sieht man die Hand vor Augen,

hört nur was umher geschieht,

doch schon bald, man kann`s  kaum glauben,

du die Sonne strahlen siehst.

 

Dann ist es noch fast wie Sommer,

Sonne bringt noch Wärme mit,

du sitzt auf der Bank im Blauen

und ein Vogel singt sein Lied.

© Christina Telker

Herr Winter

 

Herr Winter fegt mit wild Gebraus

und Schneesturm um die Ecken.

Musst du nicht raus, dann bleib im Haus,

sonst wird er dich arg necken.

 

Die Mütze reißt er dir vom Kopf,

wirft Schnee dir in den Kragen.

Die Hände sind zu Eis erstarrt,

die Nas´ ist rot gefroren.

 

Herrn Winter ist dies eine Freud,

wenn Frost so richtig kracht.

Wenn zugefroren Teich und See,

das Herze froh ihm lacht.

 

Herr Winter schau, bald kommt der März

und erste Frühlingssonne.

Wir fürchten dich schon gar nicht mehr,

bald lachen wir vor Wonne.

© Christina Telker

Winternacht

 

Prächtig glänzt´s auf allen Wegen,

Schneekönigin ist hier gewesen,

in ein weißes Wunderland,

hat sie Baum und Busch gebannt.

 

Glitzern tut´s wie Diamanten,

wenn der Mond am Himmel wacht,

und aus diesem weißen Schleier,

eine Märchenlandschaft macht.

 

Sieh hinaus, genieß die Stille,

die mit ihrer Winterpracht,

durch des Mondes Silberschimmer,

uns´re Welt so schön gemacht.

 

Hoch am Himmel leuchten Sterne,

uns´re Welt ist klar und rein,

das in dieser Nacht erkennest,

du den weihnachtlichen Schein.

© Christina Telker

Frühlingsträume

 

Feinste Sonnenfäden spinnen,

goldnes Licht in Wald und Flur,

nach des Winters tiefem Schlafe,

erwacht neu nun die Natur.

 

Zarte Blütenspitzen steigen;

auf aus dunkler Erdennacht,

und schon färbt sich grüner Rasen,

mit der schönsten Blütenpracht.

 

Dieser Duft von frischer Erde,

den ja nur der Frühling hat,

lässt die Träume neu erblühen,

wie sie sonst ein Kind nur hat.

 

Doch auch du darfst heute träumen,

ob du jung oder ob Greis,

Frühling will sich allen zeigen,

hält für jeden sich bereit.

Christina Telker

Frühkonzert

 

Hat´s den Frühling schon erspäht?

Glaubt es, dass der Winter geht?

Kaum bricht früh der Morgen an,

stimmt es schon sein Liedlein an.

 

Du spürst noch des Winters Hauch,

doch das Vöglein kennt sich aus.

Ja, es fühlt es sicherlich,

lange nicht mehr Winter ist.

 

Bald schon fällt der Nächste ein

und sie zwitschern im Verein.

So tönt durch die Winterluft,

ein Konzert aus  Vögleins Brust.

 

Ja sein heiter, fröhlich Lied,

dringet ein in dein Gemüt.

Bald erkennst du wunderbar,

Vögleins Botschaft, sie wird wahr.

(Christina Telker)

Es tiriliert und musiziert

 

Die Vöglein in den Lüften,

sie bringen ihren Dank,

kaum das die Sonne aufgeht,

mit frohem Lobgesang.

 

Schon früh um vier Uhr hörst du;

ein Singen weit und breit,

so grüßen sie den neuen Tag

zur schönen Frühlingszeit.

 

In hellem Jubeltone,

dem kaum ein Künstler gleicht,

gibt´s ein Konzert vom Feinsten,

für jeden der bereit.

 

Bereit, um zuzuhören,

dem Zauber und dem Schall,

dem Dompfaff, Sperling, Zeisig,

und auch der Nachtigall.

Christina Telker

Hundstage

 

Die Sonne brennt vom Firmament,

drum komm, wir gehn jetzt baden.

Bei dieser Hitze kann bestimmt;

Erfrischung uns nicht schaden.

 

Pack auch genug Getränke ein,

dann hältst am Strand du´s aus.

Erst wenn die Sonne untergeht,

fahr´n wir zurück nach Haus.

 

Auch wenn sich´s so ertragen lässt,

wir wünschen uns gar sehr,

die Sonne schien nicht gar so heiß,

weil’s dann noch schöner wär.

 

Wir könnten in den Tierpark gehn,

radeln durch die Natur,

`nen Turm besteigen, oh wie schön,

doch nicht bei Hitze pur.

 

Drum Petrus hab Erbarmen doch,

und dreh den Regler runter,

ein paar Grad wen´ger bitte sehr,

dann sind wir wieder munter.

© Christina Telker

 

 

 

Der letzte Tanz

 

Der Wind zieht durch die Bäume

und säuselt leis dabei:

„Kommt mit, ihr bunten Blätter,

wir spielen Ringelrei.

 

Der Sommerwind, er zauste,

euch manches Mal im Haar,

doch ihr ward fest am Baume

und trotztet ihm fürwahr.

 

Drum kommt, jetzt dürft ihr tanzen,

folgt mir in freiem Lauf,

die Welt will ich euch zeigen,

fast bis zum Himmel rauf.“

 

Die Blättlein folgen willig,

in ihrem bunten Kleid.

Sie lösen sich vom Baume,

denn es ist höchste Zeit.

 

Sie drehen sich im Reigen,

es ist ein frohes Spiel,

geht dann der Tanz zu Ende,

ist Ruhe nur ihr Ziel.

 

Sie decken sanft die Erde,

ein Schutz zur Winterzeit.

Ein Bettlein für den Igel,

wenn´s bald dann heftig schneit.

© Christina Telker

Der Herbst ist schön

 

Der Herbst ist eine schöne Zeit,

lässt bunte Blätter schweben,

er bringt uns Freude vielerlei,

manch Fest gibt´s zu erleben.

 

Kartoffelfeuer, Bauernmarkt,

die Drachen steigen lassen.

Zu Halloween und Martinstag,

erlebst du lust´ge Sachen.

 

Zu Hause wird´s gemütlich dann,

bei heißer Schokolade,

mit Märchen und mit Fröhlichkeit,

ist es auch drin nicht fade.

 

Tobt auch der Sturm um unser Haus

und Regen klopft ans Fenster,

wir lachen übers Sturmgebraus

und seine Herbstgespenster.

(Christina Telker)

Winter einst

 

Wisst ihr noch, wie es einst war in der Winterzeit,

bereits im November war alles tief verschneit.

Der Schnee lag hoch, wir konnten ;

uns einen Schneemann baun.

 

Der Gartenzaun war weiß geschmückt,

wie Watte sah es aus.

Die Vögel an dem Fenster,

luden sich ein zum Schmaus.

 

Gab es auch rote Nasen, das störte uns doch kaum,

im Schnee herumzutollen, war jedes Kindes Traum.

Jetzt gibt es nur noch Regen, in jeder Jahreszeit,

ob Sommer oder Winter, das ist ganz einerlei.

© Christina Telker

Schneeflöckchen

 

Ein Flöckchen fiel zur Erde

und dachte so bei sich:

„Wo werde ich wohl landen?

Mich friert so fürchterlich!“

 

Doch als es noch so dachte,

da setzte es sich grad,

dem Frieda auf die Nase,

das war ein lust´ger Spaß.

 

Nun wurd´ dem kleinen Flöckchen;

so wohlig und so warm,

es ward ein  Wassertröpflein

und fiel auf Friedas Arm.

 

Die anderen vielen Flöckchen

sie landeten im Gras.

Die Kindern baun ein Schneemann

und hatten Riesenspaß.

© Christina Telker