18.01.2019

Eine Frage des Mutes

 

Immer wieder kommen wir in unserem Leben in Situationen, die uns Mut abverlangen. Einzuschreiten, wenn jemand Hilfe braucht, wäre eine Möglichkeit unseren Mut zu beweisen. Aber selbst ein Telefonat, daß Hilfe herbeiruft, kann schon Mut erfordern.  Manchmal geht es jedoch auch um anderen Dinge.

Zu Zeiten der DDR brauchten man manches Mal etwas Mut, um seinen Glauben öffentlich zu bekennen. Jugendlichen konnte dies, den Weg aufs Gymnasium verbauen. Es gibt heute noch 50 Länder, in denen Menschen viel Mut beweisen müssen, wenn sie ihren Glauben leben möchten. Über 600 Millionen Christen leben in diesen Ländern. Harte Strafen warten oft auf diejenigen, die sich zu ihrem christlichen Glauben bekennen. Wie gut haben wir es doch, können wir doch frei zu Jesus und unserem christlichen Glauben stehen. Bereits der preußische König Friedrich der II. setzte sich für Glaubensfreiheit ein. Auch wenn wir heute alle Möglichkeiten haben frei zu reden, fällt es so manch einem von uns immer noch schwer. Selbst in unserer Zeit kann es immer noch geschehen, daß wir verlacht werden, wenn wir im Betrieb oder in Schulen und Vereinen über unseren Glauben reden würden. Gerne gehen wir dann den Weg des geringsten Widerstandes und schweigen einfach, wenn das Thema aufkommt. Wie wäre es jedoch, wenn Gott zu uns schweigen würde? Er wird immer zu uns stehen, so wie er es in der Taufe versprach. Versuchen wir dies dankbar anzunehmen und künftig auch zu ihm zu stehen. (c) Christina Telker

 

11.01.2019

 

Neubeginn

 

In jedem Jahr wagen wir einen Neubeginn. Es bleibt uns ja auch gar nichts anderes übrig, wird er uns doch vom Kalender weltweit vorgeschrieben. Doch haben wir uns schon einmal Gedanken darübergemacht, wie oft wir im Leben neu beginnen? Der erste Tag in einer Kindereinrichtung, der Beginn der Lehre und später der Wechsel in einen anderen Betrieb, ein Umzug, vielleicht sogar in eine fremde Stadt, immer wieder heißt es neu zu beginnen. Nicht immer werden wir gefragt, ob es uns recht ist. So manches Mal können wir gar nicht anders, wenn wir unsere Arbeit behalten wollen. Der eine liebt öfter einmal einen Wechsel, ein anderer hält am Altbewährten fest. Es gäbe noch eine Menge an Möglichkeiten aufzuzählen.

Aber wie ist es mit unserem Glaubensleben? Gibt es dort nur einen Neubeginn? Ich denke, das ist wohl eher die Minderheit unter uns Christen, die ihr Leben ohne Glaubenszweifel meistert. Immer aufs Neue kommen wir zu Gott, mit der Bitte um Vergebung. Nicht nur einmal im Leben ändert sich unsere Lebenseinstellung. In der Kindheit oder Jugend denken wir anders als im Alter. Lebenserfahrung kommt hinzu, die dieses Umdenken bewirkt. Manchen von uns bringen schwere Situationen erst recht unserem himmlischen Vater näher, andere wieder brauchen längere Zeit, weil sie das ‚Warum‘, der jeweiligen Situation nicht losläßt. Wie oft wir auch Zweifeln in unserem Leben, können wir doch darauf bauen; Gott liebt uns, er verzeiht uns und wir sind stets aufs Neue willkommen! (c) Christina Telker

05.01.2019

Die heiligen drei Könige


Ob sie nun Weise, Sterndeuter oder Könige waren, sei dahingestellt. Eins ist jedoch allen dreien wichtig. Sie haben den Stern gesehen, den Stern, dessen Licht auf den unscheinbaren Stall in Bethlehem strahlt. Dieser Stern hat so große Bedeutung für sie, so zieht er alle drei zu dem Kind in der Krippe. Lesen wir die Bibel, meinen wir, die Drei zogen schon immer gemeinsam des Weges, so erschien es mir jedenfalls als Kind. Stets werden sie im Zusammenhang genannt. Doch dann, wenn wir etwas genauer hinsehen, verstehen wir auf einmal, daß sie aus ganz verschiedenen Erdteilen kommen. Trotz der Entfernung, die diese Gruppe trennte, finden sie den gemeinsamen Weg nach Bethlehem, den Weg zu dem Stern. Über alle Kontinente strahlt das Licht des Sterns, strahlt Gottes Liebe. So finden sie trotz aller Verschiedenheit einen gemeinsamen Weg, den Weg zum Kind in der Krippe, das Gott uns sandte zur Versöhnung, als Friedensstifter. Diese Drei sprechen verschiedene Sprachen und doch macht Gott eine Verständigung möglich. Der Weg der drei Könige lehrt auch uns über alle Grenzen hinweg, den Weg der Verständigung anzustreben. Den Weg über das Kind in der Krippe hin zu Gott. Solange wir dieses Ziel vor Augen haben, gibt es keine Trennung nach Ländern, keine Trennung durch Sprachen. Wir sind alle Gottes Kinder und das ist es was alleine zählt. (Christina Telker)

Suche den Frieden und jage ihm nach.

Psalm 34, 15

Gedanken zur Jahreslosung

 

Frieden, wünschen wir uns den nicht alle? Aber wieso ist es dann so kriegerisch auf unserem Erdball. Nicht nur im Großen bekriegt sich die Welt, solange sie steht, nein, und das ist viel schlimmer, finde ich, auch im Kleinen. Gerade haben wir da „friedvolle“ Weihnachtsfest hinter uns gelassen. Sind wir jedoch ehrlich, dann wissen wir, daß gerade an solchen Tagen, an denen man sich verpflichtet fühlt sich mit der ganzen Familie zu treffen, immer wieder Streit ausbricht und man hinterher froh wäre, es hätte so manches Familientreffen nicht gegeben. „Suche nach Frieden und jage ihm nach“! Würden wir alle, ein jeder für sich diese Psalmworte beherzigen, wie schön und friedvoll wäre unsere Welt. Doch wir leben noch auf dieser Erde und wir sind nur Menschen. Da hilft es auch oftmals nicht, wenn der einen sich anstrengt, weil er sich nichts sehnlicher wünscht als Frieden und der andere immer streitlustiger wird. Bereits bei Wilhelm Tell heißt es: „Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt“.

„Suche den Frieden und jage ihm nach!“ Wollen wir es doch versuchen, vielleicht gelingt es uns, wenn wir ganz in unserem Herzen Frieden suchen, ein klein wenig dazu beizutragen, daß unsere Welt ein wenig friedlicher wird. Das wünsche ich uns allen für das neue Jahr. Ihre Christina    

 

(Lutherbibel 1984, © Deutsche Bibelgesellschaft bzw. Gute Nachricht Bibel, © 2000 Deutsche Bibelgesellschaft)