14.07.2019

Ein Löffel Humor

 

Kenn sie auch Menschen, die stets ein Lächeln auf dem Gesicht tragen? Sie sind schwer zu durchschauen und so heiter wie sie scheinen, sind sie meist nicht. Kein Mensch kann auf Dauer fröhlich sein, außer man trägt eine Maske.

Es sollte kein Tag ohne ein herzhaftes Lachen vergehen, meint die Medizin. Das ist jedoch keine neue Erkenntnis, so schlau war man vor hunderten von Jahren schon. Nur ist das Problem, wir haben nicht alle Tage etwas zu Lachen. Das Lachen erhellt unsere Seele. Sie verkümmert, wenn wir Tag für Tag vor uns hinbrüten und keine Gefühle an uns heranlassen. Es steht zwar nicht direkt in der Bibel, dass Jesus lachte, doch wird es wohl so gewesen sein. Auf zahlreichen Festen war er Gast, auf denen es fröhlich zuging. Denken wir nur an die Hochzeit von Khana. Sara sprach, als ihr verkündet wurde, dass sie schwanger sein, ‚Gott hat mir ein Lachen geschenkt‘. Ein fröhliches, offenes Lachen, das aus dem Herzen kommt ist von Gott gewünscht. Er tut alles damit wir fröhliche Menschen sind. Sehen wir uns nur um, was er uns täglich an Schönheit für die Seele schenkt. Hören wir die kleinen Sänger die uns früh im Sommer wecken. Sehen wir den Wasserfall wie er ins Tal braust. Fröhlich plätschert der kleine Bach durch die Wiesen. Kinder spielen an seinem Ufer, Tieren ist er eine Tränke.

Auch an unser tägliches Leben ist gedacht. Bereits am Morgen können wir uns an einen reichhaltig gedeckten Tisch setzen. Der Tag hält mehrere Mahlzeiten für uns bereit. Das alleine ist Grund zur Dankbarkeit und Fröhlichkeit und wir würden noch viel mehr gründe finden.(c) Christina Telker

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06.07.2019

Urlaub im Kloster

 

Seit Jahren plante ich einen Urlaub im Kloster, doch stets kam etwas dazwischen. Jetzt hatte ich gebucht, auch wenn nur für ein Wochenende, so fieberte ich diesen Tagen doch schon lange entgegen. Was versprach ich mir eigentlich von dieser Auszeit der besonderen Art? Meinte ich, in eine Zeitschleuse zu geraten, so, daß ich mich plötzlich im Mittelalter befand? Sicher nicht. Da ich jedoch ein sehr fantasievoller Mensch bin, gaukelten mir meine Gedanken so einiges vor.

Bei der Anreise wurde ich freundlich von einer Schwester begrüßt, die mir mein Zimmer zeigte und mir das Kloster im Groben erklärte, damit ich mich zurechtfände, wie sie meinte. „Die Zeiten für die Mahlzeiten und alle weiteren Termine finden sie am Aushang. Inwieweit sie daran teilnehmen bleibt ihnen überlassen“, endete sie ihre Ausführungen. Auf allen Gängen, durch die ich wandelte, wurde ich freundlich von Entgegenkommenden gegrüßt. So wurde mir sehr schnell klar, daß ich nicht die einzige Urlauberin hier war.

Klein, sauber und schlicht, nur mit dem nötigsten versehen, grüßte mich mein Zimmer. Nichts erinnerte an die Zeit der Entstehung, an das 13. Jahrhundert. Die wenigen Sachen, die ich mitgebracht hatte, waren schnell in dem kleinen Schrank verstaut. Hatte ich mir so die Zelle einer Nonne vorgestellt? Wohl eher nicht. Was fehlte, war der Fernseher, aber ohne den würde ich die wenigen Tage wohl auskommen. Nun erst einmal zum Empfang, um mir den Aushang durchzulesen und die einzelnen Zeiten zu notieren, war es doch mein Ziel, möglichst wenig zu verpassen. Viel war da jedoch nicht zu notieren. Essenszeiten, Gebetszeiten und zwei Vorträge. ‚Das wird ja ein tristes Wochenende‘, gingen meine Gedanken. Die Suppe zum Mittag, wie es sich für einen Samstag gehörte, war schmackhaft, aber recht dünn. Als Getränk stand uns jederzeit Wasser, aus dem hauseigenen Brunnen zur Verfügung.

Zu dem ersten Vortrag ging ich mit wenigen Erwartungen. Doch schon bald wurde ich zu einer interessierten Zuhörerin. Es ging um das Leben im Allgemeinen und ich merkte schnell, wie man mit einer anderen Sichtweise, viel für sich selbst und seine Umwelt tun kann. Die anschließende Diskussionsrunde war lebhaft und aufschlußreich. Eine Frau fiel mir hierbei besonders auf, so sprach ich sie bei einem Spaziergang im Klostergarten an, wobei wir feststellten, daß auch ich, ihr aufgefallen war. War das die Absicht dieser Gesprächsrunde, Gleichgesinnte zusammen zu führen? Bei uns war es jedenfalls gelungen. Der Vortrag am zweiten Tag zielte auf unser Glaubensleben und übertraf den ersten noch an Intensität.

Als ich am Sonntagabend zur Heimreise rüstete, stellte ich fest, daß sich diese wenigen Tage für mich gelohnt hatten. Was mir diese Tage boten, fand ich sonst nicht in einem zweiwöchigen Urlaub. Dankbar und gut gerüstet, nicht nur für die kommende Woche, trat ich meine Heimfahrt an. Wieder einmal durfte ich erfahren, daß da einer ist, der unser Leben führt, auch wenn wir uns manches ganz anders vorstellen.(c) Christina Telker

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28.06.2019

Schönheit der Schöpfung

Sind sie kreativ? Vielleicht in einem Töpferkurs oder in Metall- und Holzbearbeitung? Es gibt viele Möglichkeiten kreativ zu sein, selbst in der Küche beim Kreieren von Gerichten. Mit den entstandenen Kunstwerken kann man andere erfreuen und sie als Geschenk nutzen. Dies kommt nicht nur gut an, nein, man wird auch für seine Fingerfertigkeit und den Ideenreichtum bewundert.

Wie sieht es da erst mit unserer Erde aus? Hier hat sich Gott keine Grenzen gesetzt, nein, schier unerschöpflich ist die Artenvielfalt in Fauna und Flora. Immer wieder stellen wir fest, daß Forscher im Dickicht des Urwaldes oder in den Meerestiefen, Geschöpfe neu entdecken, die noch nie ein Menschenauge zu Gesicht bekam. Wie dankbar sind wir Naturfilmern für diese wunderbaren Aufnahmen, die wir sonst nie zu Gesicht bekommen würden.

‚Aus einem kleinen Samenkorn, wächst ein Baum empor‘, heißt es in einem Kinderlied. Auch wenn wir es wissen, daß es so ist, so ist es doch jedes Mal aufs Neue ein Wunder, ein Wunder des Lebens und der Schöpfung Gottes. Wir brauchen nur an das Gleichnis mit dem Senfkorn denken, das Kleinste unter den Samen, wird später ein großer Baum.  Wie unterschiedlich sind allein Bäume und Sträucher gestaltet! Manch eine dieser Pflanzen, wächst an einem Tag drei Zentimeter, eine andere braucht hierfür ein Jahr.

In dieser Jahreszeit, wächst uns das Obst in einer reichen Vielfalt förmlich in den Mund. Hobbygärtner können davon berichten. Gut zu wissen, daß unser Schöpfer auch heute noch seine Hand über alles Wachsen und werden hält. So, daß wir immer wieder staunen und uns freuen können.(c) Christina Telker

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21.06.1919

Die Mitte finden

 

In der Schulzeit arbeiteten wir im Mathematikunterricht viel mit dem Zirkel. Dies regte mich dazu an, mit diesem Gerät, Blumen und andere Muster zu entwerfen, um sie im Anschluss auszumalen. Der Einstich mit dem Zirkel in das Papier bildete stets den Mittelpunkt des Werkes.

Bei vielen Dingen in unserem Leben, ist es wichtig die Mitte genau zu berechnen. Bauwerke bekommen nur durch die richtige Berechnung, ihre Standhaftigkeit. Alles bekommt eine andere Sicht, wenn wir es von der Mitte her betrachten. Auch für unser alltägliches Leben ist es wichtig, dass wir unseren Mittelpunkt kennen. Ist uns dieser bekannt, können wir ruhiger und ausgeglichener den Alltag meistern.

Nimmt Gott in unserem Leben den Mittelpunkt ein, können wir getrost auf ein Gelingen hoffen. Selbst wenn nicht alles so läuft, wie wir es gerne hätten, so wissen wir doch, er wird es schon richten, er weiß was für uns gut ist.

Kennen wir unsere Mitte, können wir auch in unserer Familie und Gemeinde voll im Vertrauen auf unseren Herrn wirken. Gestalten wir mit dem Zirkel ein Muster, laufen die Linien von der Mitte aus auseinander, um sich am Ende wieder dort zu treffen. Die Mitte gibt uns den nötigen Halt, den wir benötigen, um recht wirken zu können. Gott als Mitte unseres Lebens zu haben, ermöglicht es uns gelassen an unsere Aufgaben zu gehen, ganz im Vertrauen auf ihn. Diese Mitte wirkt wie ein Magnet. Gott lässt uns los, aber er lässt uns nicht fallen. Er schenkt uns die nötige Bewegungsfreiheit, um uns zu entfalten und uns stets neu zu entscheiden und doch hält er uns. (C) Christina Telker

 

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14.06.2019

Freude steckt an

Freude ist vielfältig und bunt wie eine Sommerwiese. Manch einer freut sich über einen Schmetterling, der auf einem Fliederbusch eine kleine Rast einlegt, um Sonne zu tanken, ein anderer kann sich erst freuen, wenn all das was er sich wünscht in Erfüllung geht. Wer wird wohl öfter in den Genuss der Freude kommen?

Sind wir in einer Wandergruppe unterwegs und erreichen einen Aussichtspunkt von dem wir uns viel versprachen und diese Hoffnung erfüllt sich, ist Freude ansteckend. Untereinander machen wir uns auf die entdeckten Naturschönhei-ten aufmerksam.

Unser himmlischer Vater schenkt uns täglich Freude. Nicht umsonst heißt es in der Bibel: ‚Freuet euch!“ und in einem Lied, ‚Freuet euch der schönen Erde‘ Die Natur ist voller Wunder, zu jeder Jahreszeit. Im Frühjahr und Sommer gibt es täglich aufs Neue reichlich davon zu entdecken. Oft sind es die kleinen, unbeachteten Dinge am Wegesrand.

Gönnen wir uns an einem freien Tag oder im Urlaub einmal einen gemeinsamen Spaziergang mit der Familie in die Natur. Der Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt. Das ungeübte Auge wird sich erst daran gewöhnen müssen, diese Schönheiten zu entdecken, da wir in der Hektik unseres Lebens meist achtlos daran vorübereilen. Öffnen wir unser Herz und unsere Ohren für die Klänge, die uns geboten werden. Vielleicht lernen wir einzelne Vogelarten zu unterscheiden. Betrachten wir die Vielfalt der Blätter unserer Bäume oder einzelner Gräser und Pflanzen. Vielleicht hat uns solch ein Tag viel gelehrt und viel Freude gebracht, so viel Freude, dass wir ihn möglichst bald wiederholen möchten. (c) Christina Telker

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08.06.2018

Pfingsten

 

Es wird Zeit, daß eine Entscheigung für den weiteren Lebensweg der Jünger fällt. Wieder sitzen sie beisammen um zu beraten. Plötzlich ertönt ein Rauschen aus der Luft, ihnen wird ganz seltsam zumuten. Fragend schauen sie sich an. Sie spüren, wie in ihnen eine Wandlung vorgeht. Plötzlich ist die Angst gewichen, die bis eben noch in ihnen saß und ihren Geist lähmte. Es drängt sie zu reden, von Jesus, ihmen Meister und Herrn zu reden und sie merken, sie können es und das wunderbare, sie sind sogar in der Lage in mehreren Dialenkten und Sprachen zu reden, so, daß man sie auch versteht. Durch den Mut, der jetzt in ihnen ist, fällt es ihnen leicht sich auszudrücken und Jesu Botschaft weiterzugeben. Sie gehen hinunter auf den Markt, die Menschen strönen aus allen Richtungen zusammen und wollen hören, was die Jünger ihnen zu sagen haben. Die Entscheidung ist gefallen! Ab sofort werden sie Jesu Botschaft verkündigen. Der Geist Gottes, den Jesus ihnen sandte gibt ihnen die Kraft hierzu und befähigt sie über ihren Glauben zu reden. Nicht viel hat sich geändert in diesen 2000 Jahren. Auch wir brauchen heute wie damals Gottes Geist, um den Mut zu finden lockenr, leicht und verständlich, dabei aus tiefstem Herzen, über Gottes Liebe zu reden.

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01.06.2019

Die Zeit dazwischen


Nun sind die Jürgen bereits eine Weile alleine auf sich gestellt. Sie überlegen wie es weiter gehen soll. Gewiss, sie sind gerne bereit von Jesus zu reden, doch sind sie auch sehr verunsichert. Werden sie es alleine packen? Das beste wäre doch, sie würden in ihre alte Berufe zurückkehren. Doch bis jetzt sind sie noch zu beeindruckt von dem Geschehen der letzten Zeit und halten sich zusammen. Sie reden miteinander und diskutieren und suchen nach Wegen. Einfach wird die vor ihnen liegende Zeit sicher nicht. , dain sind sie sich im Klaren.

Kennen wir das nicht auch, wenn wir vor schweren Entscheidungen stehen oder plötzlich allein gelassen sind. Berge von Fragen nach der Zukunft tun sich auf, die so schnell keine Antwort zu finden ist. [c] Christina Telker 

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 30.05.2019

 

Noch einmal trag Jesus mit seinen Jüngern zusammen. Er führte sie nach Bethanien, heißt es bei Lukas. Dort segnete er sie ein letztes Mal und schied dann von ihnen und fuhr in den Himmel, heißt es weiter bei Lukas. Wie sollen wir uns das vorstellen? Hier läßt die Bibel uns für weiteres im Dunkeln.Vermutlich wurde Jesus vor ihren Augen verhüllt. Wir kennen das aus eigenem Erleben, nur kurz aber dicht erleben wir manches Mal eine Nebelwand, als diese weicht, sehen sie ihren Meister nicht mehr. Seit der Auferstehung erlebten sie es mehrmals, plötzlich erscheint Jesus unter ihnen, dann verschwindet er wieder vor ihren Augen. Doch diesmal war es anders. Ihm war der Segen wichtig, den er seinen Jüngern gab. Noch einmal wollte er sie zusammen haben, um sie an den kürzlich ausgesprochenen Auftrag zu erinnern."Sagt mein Wort weiter!" Noch stehen sie wie unter einer Schockstarre und doch begeben sie sich gemeinsam auf den Weg, um seinen Auftrag zu erfüllen. (c) Christna Telker

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In der Zeit zwischen Ostern und Himmelfahrt befassen wir uns mit den Zeugen der Auferstehung

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24.05.2019

Noch einmal begegnet Jesus seinen Jüngern als er nach einem erfolglosen Fischfang auf sie tu tritt, um sie aufzufordern, sich erneut auf See zu begeben und die Netzte noch einmal auszuwerfen. "Was denkt sich dieser Fremde eigendlich? Ihnen, den erfahrenen Fischern solch einen sinnlosen Rat zu erteilen. Erst nach dem Jesus eine Weile auf sie einredet erkennen sie ihn und folgen seinen Anweisung. Und siehe da, sie holen eine reiche Ernte ein, fast mehr als ihre Netze tragen können. Wie seltsam müssen sich die Jünger vorgekommen sein, Jesu erscheint ihnen mehrmals aber stets in anderer Gestalt. So verhielt es sich nie, als er noch gemeinsam mit ihnen durch die Lande zog. Sie werden nicht wirklich schlau aus ihm und das bedrückt sie schon sehr.

Nun erteilt Jesus ihnen den Autrag als Zeugen seiner Auferstehung zu den Menschen zu gehen. In Jerusalem sollen sie beginnen, von ihrem Herrn und Meister zu reden und von Gottes Plan für uns. Sie verstehen den Auftrag noch nicht ganz, hoffen immer noch, daß er vielleicht bald wieder mit ihnen gemeinsam durch die Lande zieht, so wir sie es über manche Jahre gemeinsam taten. Aber bald werden sie es begreifen. In dem Moment wo Jesus zu seinem Vater in den Himmel aufsteigt, werden sie es begreifen und seinen Auftrag annehmen und ihn ausüben.(c) Christina Telker

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17.05.2019

Als die Jünger noch über das Geschehen diskutieren,von dem die Zwei aus Emmaus gerade berichteten und auch jetzt wieder mehr Unglaube uns Zweifel als Glaube herrscht, tritt Jesus wieder zu ihnen, jetzt erscheint er fast all seinen Jüngern. Um ihnen endgültig zu beweisen, daß er wahrhaftig unter ihnen weilt und keine Spukgestalt oder Halluzination ist, läßt er sich Essen reichen, um zu beweisen, nur ein Mensch kann essen und er erinnert an seine Worte, die er ihnen immer wieder sagte, vor der Kreuzigung, als sie mit ihm unterwegs waren.

Wie gut hatten es doch die Jünger, sie sahen Jesus leibhaftig vor sich. Wie konnten sie da noch zweifeln, fragen wir uns. Und doch ist dieses Geschehen der Auferstehung, ganz einfach zu groß, um verstanden zu werden.

So geht es auch Thomas, der nicht an diesem Abend bei seinen Freunden war. Als diese ihm nun von dem Geschehen berichten, zweifelt er die Erzählung seiner Freunde an. Meint bei sich vielleicht, das sei Wunschdenken seiner Freunde.

Jesus will es aber nicht zulassen, daß Thomas an seiner Auferstehung zweifelt und so erscheint er ein 2. Mal den Jüngern, diesmal in der Gegenwart von Thomas. Er spricht ihn gerade auf die Sätze an, die Thomas selbst vor kurzem sagte. Jesus fordert ihn auf seine Hände in die Wundmale zu legen um zu fühlen und zu glauben.(c) Christina Telker

 

10.05.2019

Als die Jünger mit Maria Magdalena vom Grabe kommen, sind sie sehr verunsichert über das was wie dort erlebten.Diese beiden Jünger begeben sich auf den Weg nach Emmaus. sie kennen nur ein Thema und sind voller Aufregung als sich ein Unbekannter zu ihnen gesellte. Sie reden miteinander und können es nicht begreifen, wie es einen geben kann, der von Jesu Tod nichts wußte. So laden sie den Fremden ein, gemeinsam mit ihnen zu essen. Erst als dieser unbekannte Wegbegleiter das Brot bricht, so wie nur Jesus es handhabte, erkannten sie in dem Fremden ihren Meister. Doch im gleichen Moment als sie ihn erkannten, verschwand Jesus vor ihren Augen.

Müde und abgespannt von den Tagesereignissen und dem weiten Weg, können sie doch nicht bis zum nächsten Tage warten, sondern machen sich sofort auf den weiten Weg zurück, um   diese freudige Nachricht den restlichen Jüngern mitzuteilen. „Er ist wahrhaftig auferstanden!“ Diese Botschaft können sie nicht für sich behalten. Sie müssen sie mit Freunden teilen. (c) Christina Telker

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03.05.2019

Diese Suche nach ihrem geliebten Herrn, läßt Maria Magdala zu den Jüngern laufen, so schnell sie kann. Sie müssen kommen und helfen Jesu zu suchen. Sofort erklären sich zwei von ihnen bereit ihr zu folgen. Doch auch sie stehen vor einem leeren Grab. Jetzt sitzen im Grabe zwei Engel, die ihnen die Botschaft bringen: "Jesus ist auferstanden, er weilt nicht mehr hier!" Erstaunt, verwundert, betroffen, gehen sie zurück zu den anderen, um ihnen die Botschaft zu bringen. Ja, erinnert sich der eine von ihnen an Jesu Worte, er hat ja gesagt nach 3 Tagen werde ich auferstehen. Aber wie sollen sie dies Geschehen fassen. Es ist einfach zu groß, um es mit dem Verstand zu begreifen. Geht es uns nicht oftmals auch heute noch so, heute, nach über zweitausend Jahren. Auch wir können nicht anders, als diese Botschaft zu glauben, so wie wir es immer wieder in unserem Glaubensbekenntnis sprechen. Gottes Wunder sind zu groß, um sie mit dem Verstand zu erfassen. (c) Christina Telker

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26.04.2019

Maria von Magdala geht früh am Ostermorgen als erste zum Grabe. Ihr wird eine besonders enge Beziehung zu Jesus nachgesagt, so ist dieser Weg in der Frühe verständlich. Sie möchte Minuten der Trauer für sich haben, so schildert uns das Johannes Evangelium, diesen Morgen nach der Auferstehung. Doch was muß sie mit Schrecken feststellen, daß Grab ist leer. Wo ist Jesus? Eilig läuft sie zu den Jüngern, die ihr zum Grabe folgen. Jetzt werden sie von Engeln empfangen die im Grabe sitzen und ihre die frohe Botschaft von Jesu Auferstehung bringen. Doch auch die Jünger gehen ebenso verwirrt heim wie Maria. "Das gibt es doch nicht, das ein Mensch von den Toten aufersteht!" Diese Nachtricht werden sie gemeinsam bedenken und darüber reden. Maria ist alleine mit ihrer Trauer und mit ihrer Verwunderung. Da begegnet ihr auch noch Jesus auf dem Heimweg, jedoch hält sie ihn für den Gärtner. In ihrem Herzen spürt sie, daß es Jesus ist, sie kann es mit dem Verstand jedoch nicht erfassen und zweifelt, wie auch die Jünger. (C) Christina Telker

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22.04.2019

Ostermontag

Die Zeit zwischen Ostern und Himmelfahrt

 

Wir wissen, daß die Zeit zwischen Ostern und Himmelfahrt genau 40 Tage beträgt. Was jedoch geschah in dieser Zeit? Wie erging es Jesus und seinen Jüngern?

Die Frauen standen zuerst vor dem leeren Grab, auf dem Rückweg begegnet ihnen Jesus, den sie für den Gärtner halten. War es, weil die Frauen sich nicht vorstellen konnten, daß Jesu wieder lebt, obwohl es ihnen der Engel gesagt hatte? Oder sah Jesus nun anders aus? Ob und wie Jesus in diesen 40 Tagen auf der Erde lebte, davon finden wir keine Überlieferung in der Bibel. Er taucht immer wieder an unterschiedlichen Stellen auf, aber mehr gibt die Bibel nicht preis.In den nächsten Wochen wollen wir uns mit Augenzeugen der Auferstehung befassen.(c) Christina Telker

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21.04.2019

Ostern

 

Der Engel am Grabe

 

Bei den Freunden Jesu hat es sich schnell herumgesprochen, das Josef von Arimathäa für Jesus seine eigene Grabstelle zur Verfügung gestellt hat. Jetzt haben Jesu Freunde einen Ort zum Trauern. So gehen am frühen Ostermorgen, Frauen zu Jesu Grab, um ihm eine letzte Ehre zu erweisen. Sie haben Salböl gekauft und wollen, wie es damals üblich war, den Leichnam salben.

Nur, wer rollt uns den schweren Stein vom Grabe, ist die Frage, die sie auf dem Wege dorthin beschäftigt. Doch als sie ankommen, ist dort ein Fremder, eine lichthelle Gestalt, die sie auf das leere Grab hinweist. Und als die Frauen, noch unter Schock, nur stehen und schauen können, spricht der Engel sie an: „Fürchtet euch nicht. Jesus ist auferstanden. Geht und sagt es den anderen. Jesus geht euch voraus nach Galiläa dort werdet ihr ihn sehen. Erstaunt und erschrocken, wenden sich die Frauen um und gehen wieder heim. Schweigend, in Gedanken versunken laufen sie schnell, um zu den Jüngern zu gelangen. Dort treffen sie bereits auf Jesus, wie uns Matthäus berichtet und erleben den Auferstandenen leibhaftig. „Ich habe den Tod überwunden, geht und sagt es allen weiter“, spricht Jesus sie an.

Können wir uns überhaupt in die Situation der Frauen hineinversetzen? Ja, wir kennen diese Geschichte aus der Bibel von Jugend an und so hat sie für uns den Schrecken verloren. Doch versuchen wir uns eine solche Situation einmal vorzustellen. Den, um den, unser Herz trauert, den wir haben sterben sehen; steht lebendig vor uns und redet mit uns. Würden wir nicht an unserem Geisteszustand zweifeln. Für die Frauen wird es lange gedauert haben, bis sie dieses Wunder fassen konnten, ehe sie Gottes wirken begreifen konnten. Manchmal dauert es etwas länger bis wir Gottes handeln in unserem Leben annehmen und uns freuen können.

 

Gebet

Jesus, mein Bruder und Freund!

Du bist den Weg über Golgatha gegangen,

hast unsäglichen Schmerz und Lied

auf dich genommen, damit ich leben kann.

Durch nichts hätte ich meine Sünden löschen können,

du allein hast sie durch dein Blut getilgt.

Dafür danke ich Dir!

Gib mir die Kraft, dein Wort weiter zu tragen

und in deinem Sinn zu leben.

Amen

 (c) Christina Telker

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19.04.2019

Karfreitag

 

Warum

Rein menschlich gesehen, können wir es nicht verstehen, warum Jesus sich nicht wehrt gegen seine Angreifer. Wie leicht wäre es ihm doch gewesen, ihnen Einhalt zu gebieten.Wird einer von uns ungerecht verurteilt, wehren wir uns so gut es geht. Haben wir die Mittel, gehen wir mit den besten Anwälten gegen das Urteil vor. "Denen werden wir es zeigen", ist unsere Devise. Jesus nimmt an und duldet. Ja selbst das Todesurteil nimmt er an. Können wir so etwas nachvollziehen?

Doch Jesus ist Mensch Gewordener Sohn Gottes. Dieser Weg wurde ihm vom Vater vorbestimmt, aus Liebe zu uns Menschen. Der Tod musste besiegt werden. Das alleine zählt für ihn und der Wille seines Vaters, Gottes Wille. Er will endlich ein Ende machen mit der Vertreibung aus dem Paradies. Er will uns wieder aufnehmen in seine himmlische Herrlichkeit. Gott möchte wieder Frieden schließen zwischen sich und den Menschen. Aus diesem Grunde nimmt Jesus diesen qualvollen Tod am Kreuz auf sich, damit wir einst mit ihm leben können. Vater hilf uns diesen deinen Weg zu verstehen. Amen  (c) Christina Telker

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18.04.2019

Gründonnerstag

 

Ein Blick in die Zukunft

Viele Menschen lesen das tägliche Horoskop in der Zeitung. Einige lassen sich sogar ein persönliches Jahreshoroskop erstellen oder forschen auf eigenem Wege nach der Zukunft. Nicht immer fällt dieser Blick in die Zukunft so aus, wie wir es uns wünschen.

Auch Jesus läßt seine Jünger beim letzten Abendmahl einen Blick in die Zukunft tun. Sie sind entsetzt über das, was sie erfahren müssen. Verrat in ihren Reihen! Wie entsetzlich! Dachten sie doch bisher, einer können sich auf den anderen verlassen. Sie schauen sich gegenseitig an und können es nicht fassen. Solche Nachrichten sind schwer zu verkraften.  Später gehen sie gemeinsam in den Garten Gethsemane. Bisher ahnen die Jünger noch nicht, daß dies die letzte Nacht sein wird, die sie mit ihrem Herrn verbringen. Vielleicht nehmen sie auch darum die Bitte Jesu nicht ganz so erst, mit ihm in dieser Nacht zu wachen und zu beten. Immer wieder schlafen sie übermüdet ein. Erst als die Soldaten erscheinen, um Jesus festzunehmen, wird ihnen der Ernst der Lage bewußt. Jetzt ist Petrus noch mutig, er wehrt sich mit seinem Schwert und will Jesus verteidigen. Doch dieser lehnt Gewalt ab. Wenige Stunden später wird Petrus zum Verräter, aus Furcht um sein eigenes Leben.

Wollen wir wirklich immer alles, was die Zukunft bringt vorher wissen oder vertrauen wir auf Gott? (c) Christina Telker

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12.04.2019

Karwoche

 

Wer kennt heute noch diesen Begriff? Doch wohl kaum einer. Längst ist er aus unserem Sprachgebrauch verschwunden. Nur in der Christenheit hat er nach wie vor eine große Bedeutung, war es doch die schwerste Woche Jesu hier auf Erden. Verhöre, Verspottungen und Folter bis am Ende hin zur Kreuzigung. Welch ein Leidensweg! Heute denken wir meist doch nur an das bevorstehende Osterfest und welches Geschenk wir für unsere Lieben noch besorgen müssten oder welcher Festbraten denn allen Gästen munden würde.

Noch vor 50 Jahren sah dies anders aus in unseren Kirchen. Die Kerzen erstrahlten erst wieder in der Osternacht oder am Ostersonntag. Man verhielt sich stille. Musik und Tanz hatten zu schweigen. Sieht man heute Umfragen im Fernsehen, wissen manchen Menschen nicht mehr, und dies betrifft nicht nur die Jungend, warum wir überhaupt Ostern feiern, von der Bedeutung der Karwoche oder des Karfreitag ganz zu schweigen. Vielleicht wird es Zeit zum reden, damit unser Glaube nicht ganz verloren geht. Reden wir mit unseren Kindern und Enkeln, geben wir die Botschaft Jesu weiter. Ganz besonders jetzt in der bevorstehenden Karwoche.

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05.04.2019

Das rechte Maß

 

Backen sie ebenso gerne wie ich? Damit ein Gebäck gut gelingt, ist das rechte Maß der Zutaten wichtig. Hält man sich nicht an die vorgeschriebenen Rezeptangaben, kann das Meisterstück schnell mißlingen. Ebenso ist es bei einer guten Mahlzeit. Selbstverständlich hat ein jeder von uns seine hauseigenen Rezepte, möglichst noch von der Großmutter oder Mutter überliefert. Diese wecken gleich die Erinnerung an Kinderzeiten in uns.

So, wie es in der Küche wichtig ist, das rechte Maß einzuhalten, ebenso ist es auch im Leben. Wichtig ist dabei, daß wir klare Vorstellungen von dem haben, was wir erreichen möchten. Nicht immer wird alles so gelingen, wie wir es uns wünschten, das ist in der Kochkunst oder im Leben gleich. Nur ist es bei unseren Gerichten nicht ganz so schwerwiegend, wenn wir uns im Maß einmal geirrt haben, als wenn uns auf unserem Lebensweg ein Fehler unterläuft. Dabei denke ich, es wird nur wenige geben, denen es gelingt ihren Weg von Jugend an, ohne Stolperfallen oder Hindernisse zu bewältigen. Manches Mal vergreift man sich im Maß der Zutaten und hat es dann schwer, dies wieder zu richten.

Manches Mal sind Lebenswege steinig und schwer. Gut, wenn wir dann Freunde haben, die uns zur Seite stehen.

Wie ist das aber im Glauben? Kann es da überhaupt ein zu viel geben? Ich denke, eher nicht. Und doch ist auch der Glaubensweg, ein Weg, den ein jeder für sich auf seine Weise geht. Was dem einen in die Wiege gelegt wird, muß der andere erst im Laufe seines Lebens verstehen lernen. In manchem Falle, will der Glaube, wie das ABC, erst einmal entdeckt werden.

Gott ist es ganz gleich, auf welche Weise, ein jeder von uns den Weg zu ihm findet. Wichtig ist ihm, daß wir den Weg zu ihm finden. Wenn dieser Weg, mit einem winzigen Körnlein an Glauben beginnt, so ist es doch der rechte Weg und das rechte Maß. Denken wir da nur an Paulus, der vom Christenverfolger, zum verkündigenden Christen wurde. Solche Menschen gibt es auch heute noch. (c) Christina Telker

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29.03.2019

Dein persönliches Kreuz

 

Wie stolz war ich, als ich zu meinem sechsten Geburtstag von meiner Mutter eine Kette geschenkt bekam. Diese kleine Kette zeigte im Anhänger einen Anker, ein Kreuz und ein Herz. Meine Mutter sagte mir dann die Worte: „Glaube, Hoffnung, Liebe diese drei, aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“ Es gab keinen Tag, an dem ich diese Kette nicht getragen hätte. Auch wenn die Liebe unser ganzes Leben durchdringt, von unserem ersten bis zum letzten Atemzug, so war das Kreuz doch das, was stets die größte Bedeutung für mich hatte. Noch heute befinden sich mehrere Kreuzketten in meinem Schmuckkästchen, die ich sehr gerne trage.  Nicht nur als Schmuck, sondern in erster Linie Bedeutung wegen. Das Kreuz ist zwar ein besonderer Schmuck von uns Christen, aber nicht, weil es aus Gold, Holz oder Bernstein ist, sondern weil es für uns die enge Verbindung zu Jesus widerspiegelt.

Jeder Lebensweg trägt sein eigenes Kreuz. Kaum einem von uns ist es möglich nur freudestrahlend durchs Leben zu gehen. Bei dem einen ist es die Gesundheit, die ihm immer wieder Steine in den Weg legt, manchmal riesige Brocken. Bei einem anderen sind es die Finanzen oder die Liebe, die immer wieder Enttäuschungen bringen, trotz allem guten Willen.  Doch ganz gleich, wie unser Lebenskreuz ausfällt, wir müssen es ertragen. Ganz allein sind wir dann auf uns gestellt. Oder nicht?  War da nicht eine Zusage unseres himmlischen Vaters? ‚Ich bin bei euch alle Tage, bis an der Welt enden!‘ Er ist immer für uns da und hilft uns, unser Kreuz zu tragen.(c) Christina Telker

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22.03.2019

Guten Morgen

 

Was kann es schöneres geben, als am Morgen vom Vogelgesang und der Sonne geweckt zu werden? Ist es dann vielleicht, sogar auch noch ein Sonntag, kann uns nichts mehr halten, um diesen Tag zu genießen. Raus ins Grüne, in Gottes schöne Natur, um den beginnenden Frühling zu begrüßen. Wie schön, die ersten Frühblüher am Wegesrand zu entdecken, den Duft des frischen Grüns einzuatmen und die Lungen damit aufzutanken.

Liegt es nicht an uns, was wir aus dem beginnenden Tag machen? Mit einem freundlichen Blick in den Spiegel, mit dem Wunsch uns selbst anzunehmen und uns einen guten Tag zu wünschen, ist oft schon viel erreicht. Uns Zeit nehmen für eine gemütliche Tasse Kaffee, selbst dann, wenn wir dafür fünf Minuten eher aufstehen müssen. Ein aufmunterndes Wort für unseren Partner und die Kinder. All das sind Kleinigkeiten, die den Morgen schönmachen können. Mit einem guten Start in den Morgen ist der Tag schon fast gewonnen.

Jeder Morgen ist ein Geschenk unseres himmlischen Vaters. Jeden Morgen neu erwachen, ganz gleich was dieser Tag uns bringt, ist des Dankes wert. Jeden Morgen neu annehmen, mit der Neugier, was er wohl für mich bereithält. Den Blick in den Morgenhimmel gerichtet und zu versuchen, ihm das Beste abzugewinnen, selbst dann, wenn er einmal grau in grau ist. Nach jeder Regenwolke taucht auch wieder die Sonne auf. Denken wir an die Vögel, sie müssen sich jeden Tag auf neue ihr Futter suchen, sind dabei so manchen Gefahren ausgeliefert, aber sie beginnen jeden neuen Morgen mit einem Danklied. Versuchen wir, es ihnen nachzumachen.(c) Christina Telker

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15.03.2019

Unterwegs mit Gott

 

In den 1950er Jahren erlebte ich meine Kindheit in der Bibelschule Malche. Dort berichteten ab und zu Missionare von ihrer Arbeit. Für mich waren diese Vorträge stets sehr spannend. Diese Menschen stellten ihr eigenes Leben hintenan. Sie waren mit Begeisterung im Namen Gottes unterwegs, seine Botschaft in die Teile der Erde zu tragen, wo man noch nichts vom ihm wußte.  Diese Reisen waren nicht ungefährlich. Es gab manches Abenteuer zu bestehen. Manches Mal ging es auch gesundheitlich sehr an die Substanz.  Ich bewunderte diese Menschen. Als ich richtig lesen konnte, las ich sehr gerne Bücher über Missionsarbeit. Mein Wunsch war damals, ebenso mutig zu werden, um diesen Dienst antreten zu können. Das Leben spielte anders.

Ein jeder von uns kennt den Herrnhutstern, der in der Adventszeit unsere Wohnungen erhellt. Aber kennen wir auch die Geschichte der Brüdergemeinde? Ihre Gründungsgeschichte ist ein Abenteuerroman. Für diese Menschen war und ist es wichtig, Gottes Wort in die Welt zu tragen. Ihre Losungen, die wir in fast jedem christlichen Hause finden, werden alljährlich in mehr als einhundert Länder geliefert.  

Doch müssen wir Helden sein, um Gottes Wort in die Welt zu tragen? Gibt es nicht, um uns her, genügend Möglichkeiten für ihn tätig zu werden? Auch in unserem Alltag finden sich immer wieder Möglichkeiten von ihm zu erzählen oder seine Liebe und Hilfsbereitschaft zu unseren Mitmenschen zu tragen im Alltag bei unseren Mitmenschen wirksam werden zu lassen. Oft sind es die kleinen Dinge des Lebens, die uns überall die Möglichkeiten hierfür geben. Suchen wir nach neuen Wegen.(c) Christina Telker

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08.03.2019

7 Wochen ohne - Mal ehrlich

 

Die Fastenaktion der evangelischen Kirche hat sich für 2019 ein schwieriges Thema gewählt, wie ich meine. Sind wir doch einmal ehrlich zu uns selbst. Nein, mit der landläufigen Statistik gehen wir sicher nicht konform. Das wäre auch schlimm, denn 200 mal pro Tage zu lügen, wäre uns doch wohl eher unvorstellbar. Wo bliebe da noch die Wahrheit? Sollten wir den Studien Glauben schenken, dann lügen Männer um einiges häufiger als Frauen. Zum Weiteren ist die Sache mit dem Lügen Altersabhängig und wohl auch von den jeweiligen Umgebungen und Situationen. Auch gibt es diverse Unterschiede in der Art der Lüge. Da ist zuerst einmal die Notlüge, ohne die kaum einer auskommt. Oder? Dann kommt das Verschweigen. Wie steht es denn damit? Ist dies eine Lüge oder nicht? Dann das Schummeln, das wir auch nicht unter die Lüge einordnen, oder? Wir sehen, es ist nicht so einfach bei den unterschiedlichsten Lügen noch durchzublicken. Das Beste wird sein, es ohne Lüge zu versuchen. Vielleicht beginnen wir mit dem Versuch bei "7 Wochen ohne" (Christina Telker)

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22.02.2019

Hinter der Maske

 

In den nächsten Tagen werden viele von uns wieder eine Maske aufsetzen. Verborgen hinter der Maske, ist es das, was wir uns wünschen? Nicht erkannt zu werden, bei dem was wir tun und lassen. Einmal so leben wie es uns gefällt, ohne nach der Etikette zu fragen. Vielleicht wünscht sich das manch einer. Doch fühlen wir uns wirklich wohl hinter der Maske, möchten wir nicht viel lieber offen und erhobenen Hauptes durchs Leben gehen. Ganz gleich, ob wir uns eine Maske aufsetzen, um unser Treiben zu vertuschen, vor Gott können wir uns nicht verbergen. Er durchschaut uns immer. Sieht hinter jede Maske.(c) Christina Telker

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15.02.2019

Sonnige Stunden

 

Kennen sie das noch, klirrender Frost, frisch gefallener, unberührter Schnee auf den die Sonne fällt? Dieses Glitzern ist mit nichts zu vergleichen. Es ist ein Anblick, als wäre der Schnee mit tausenden Kristallen bedeckt. Unser Herz atmet durch und bleibt staunend stehen, um dieses Wunder ganz in sich aufzunehmen. Diesen Anblick vergessen wir unser Leben lang nicht. 

Die Sonne, das Licht, ist wichtig für unser Leben, ganz besonders in der Winterzeit. Die Tage sind kurz und wir sehnen uns nach dem Frühling, nach dem Licht der Sonne. Ebenso ist es mit dem Licht der Liebe und der Freundschaft, das in unser Leben fällt. Auch hier sind besondere Momente, Meilensteine auf unserem Lebensweg, die in Erinnerung bleiben. Wie unser Hochzeitstag oder die Geburt unserer Kinder.

Jesus möchte sein Licht in uns anzünden, möchte, daß wir dieses helle Leuchten seiner Liebe erkennen und in unserer Seele leuchten lassen. Auch auf unserem Glaubensweg finden wir Meilensteine, Momente in denen wir unserem himmlischen Vater ganz besonders nahe waren. Dies ist nicht immer so. Manches Mal befinden wir uns auch lange auf der Suche und tappen im Dunkeln. Können wir uns in diesen Zeiten jedoch an diese besonderen Momente erinnern, an dieses Licht, daß einmal in unserer Seele leuchtete, werden wir immer wieder den Weg zu ihm finden. Selbst aus dem dunkelsten Tal heraus denn seine ausgestreckte Hand warten stets auf uns!(c) Christina Telker

08.02.2019

 

Einer trage des anderen Last


Ist das nicht ein bisschen zu viel verlangt? Haben wir nicht ein jeder für sich genug zu tragen? Ist unser eigenes Päckchen nicht schon oft schwer genug? Oder beginnt es bereits mit dem Verständnis für den anderen? Wie hat sich Jesus das nur gedacht?

Wir kennen Jesus als Gottes Sohn und stellen ihn uns als überirdisch vor. Doch ich denke Jesus stand mit beiden Beinen im Leben. Zumindest in der Zeit als er auf der Erde weilte. Er wusste ganz genau was er da von seinen Mitmenschen erwartete. Doch bevor ich die Last des anderen tragen kann, muss ich erst einmal mit meiner eigenen Läst klar kommen. Mein Bündel annehmen und es nicht auf den Schultern des anderen ablegen. Erst wenn ich mit mir selbst im reinen bin, kann ich auch meinem Nächsten zur Seite stehen. Versuchen wir Stück für Stück unsere Lasten vor Gott abzulegen, um die Last erträglich zu machen. Erst dann kann ich auch mit meiner Kraft, die mir geschenkt wird, Hilfe für andere sein. (c) Christina Telker

01.02.2019

 

20 % Rabatt

 

Ständig flattern uns viele Sonderangebote ins Haus, zu Jahresbeginn häuft sich dies noch. Früher nannte man es Winterschlussverkauf, heute löst das gesamte Jahr über, ein Angebot das andere ab. Viele von uns sind regelrechte Schnäppchenjäger. Sie kaufen nur heruntergesetzte Ware. Nicht immer, ist man damit jedoch gut bedient. So manches Mal stellen wir schon sehr bald fest, wie minderwertig doch diese Ware war. Mit ein paar Euro mehr, hätte man preiswerter eingekauft, denn nun muss man bereit nach kurzer Zeit etwas Neues kaufen.

Vor einiger Zeit bot ein Zeitungsbote, die Sonntagszeitung vor dem Bahnhof gratis an. Kaum einer wollte sie haben, weil keiner dem Frieden traute. Jeder kennt es, greift man nach der angebotenen Zeitung, folgt auch schon der Satz: „Möchten sie einen Vertrag, ich hätte da ein lukratives Sonderangebot.“ Schon ist man in ein Gespräch verwickelt. Doch hier, bei diesem Zeitungsboten, konnte ich feststellen, er verschenkte die Zeitungen tatsächlich, gratis. Ohne Haken im Nachhinein. Es war kaum zu fassen! Anstatt eines Vertragsangebotes, wünschte er einen schönen Sonntag, beim überreichen der Zeitung.

Eben solch ein Angebot unterbreitet uns Gott. Völlig gratis bietet er uns seine Liebe an, ohne Hintergedanken und Gegenleistungen. Alles was es hier zu bezahlen gab, zahlte Jesus am Kreuz auf Golgatha für uns. Wir brauchen dieses Geschenk nur anzunehmen, das Geschenk der Auferstehung. Seine Liebe allein, löscht unsere Schuld. Die einzige Gegenleistung, die er von uns erwartet ist diese Liebe anzunehmen. (c) Christina Telker

25.01.2019

 

Puzzle der Freude

 

Bis jetzt zählt das neue Jahr erst wenige Tage, der rechte Moment, um Rückschau zu halten. Die wichtigsten Ereignisse haben sich bei uns förmlich eingebrannt, wir werden sie auch nach Jahrzehnten nicht vergessen. Aber wie ist es mit den kleinen Dingen des Alltags? Wie wäre es, wenn sie ein Kommissar, wie manchmal in einem Tatort, fragen würde: „Wo waren sie am 4. Februar letzten Jahres, um 17 Uhr?“ Sicher ginge es ihnen ebenso wie mir, sie müßten die Antwort schuldig bleiben. Und doch gibt es an jedem Tag des Jahres eine kleine Freude, die uns begegnet, selbst dann, wenn wir im groben Rückblick denken, ‚das kann gar nicht sein. ‘

Darum habe ich einen Vorschlag. Im vergangenen Jahr habe ich es probiert. Erstellen wir uns, unser eigenes Puzzle. Das Puzzle der Freude. Fast in jedem Haushalt gibt es ungenutzte, leere Bilderrahmen. Für diesen Rahmen schneiden wir zwei weiße, passende Bögen Zeichenkarton zu. Den einen Bogen legen wir in den Rahmen ein und hängen ihn an die Wand. Zugegeben, das sieht ein wenig kahl aus, aber jedes Puzzle und sei es noch so schön, hat einmal bei null begonnen. Den zweiten Bogen legen wir uns bereit. Jeden Abend schneiden wir ein kleines Teil von diesem zweiten Bogen ab, bemalen es farbig und schreiben darauf, was wir an diesem Tage positives erlebten. So kleben wir Abend für Abend ein Puzzleteil hinzu. Schon bald beginnt unser Puzzle zu wachsen. Am Ende des Jahres werden wir staunen, wieviel Freude uns das Jahr brachte. Ich wünsche uns allen hierbei gutes Gelingen und viele positive Erlebnisse. (c) Christina Telker

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18.01.2019

Eine Frage des Mutes

 

Immer wieder kommen wir in unserem Leben in Situationen, die uns Mut abverlangen. Einzuschreiten, wenn jemand Hilfe braucht, wäre eine Möglichkeit unseren Mut zu beweisen. Aber selbst ein Telefonat, daß Hilfe herbeiruft, kann schon Mut erfordern.  Manchmal geht es jedoch auch um anderen Dinge.

Zu Zeiten der DDR brauchten man manches Mal etwas Mut, um seinen Glauben öffentlich zu bekennen. Jugendlichen konnte dies, den Weg aufs Gymnasium verbauen. Es gibt heute noch 50 Länder, in denen Menschen viel Mut beweisen müssen, wenn sie ihren Glauben leben möchten. Über 600 Millionen Christen leben in diesen Ländern. Harte Strafen warten oft auf diejenigen, die sich zu ihrem christlichen Glauben bekennen. Wie gut haben wir es doch, können wir doch frei zu Jesus und unserem christlichen Glauben stehen. Bereits der preußische König Friedrich der II. setzte sich für Glaubensfreiheit ein. Auch wenn wir heute alle Möglichkeiten haben frei zu reden, fällt es so manch einem von uns immer noch schwer. Selbst in unserer Zeit kann es immer noch geschehen, daß wir verlacht werden, wenn wir im Betrieb oder in Schulen und Vereinen über unseren Glauben reden würden. Gerne gehen wir dann den Weg des geringsten Widerstandes und schweigen einfach, wenn das Thema aufkommt. Wie wäre es jedoch, wenn Gott zu uns schweigen würde? Er wird immer zu uns stehen, so wie er es in der Taufe versprach. Versuchen wir dies dankbar anzunehmen und künftig auch zu ihm zu stehen. (c) Christina Telker

 

11.01.2019

 

Neubeginn

 

In jedem Jahr wagen wir einen Neubeginn. Es bleibt uns ja auch gar nichts anderes übrig, wird er uns doch vom Kalender weltweit vorgeschrieben. Doch haben wir uns schon einmal Gedanken darübergemacht, wie oft wir im Leben neu beginnen? Der erste Tag in einer Kindereinrichtung, der Beginn der Lehre und später der Wechsel in einen anderen Betrieb, ein Umzug, vielleicht sogar in eine fremde Stadt, immer wieder heißt es neu zu beginnen. Nicht immer werden wir gefragt, ob es uns recht ist. So manches Mal können wir gar nicht anders, wenn wir unsere Arbeit behalten wollen. Der eine liebt öfter einmal einen Wechsel, ein anderer hält am Altbewährten fest. Es gäbe noch eine Menge an Möglichkeiten aufzuzählen.

Aber wie ist es mit unserem Glaubensleben? Gibt es dort nur einen Neubeginn? Ich denke, das ist wohl eher die Minderheit unter uns Christen, die ihr Leben ohne Glaubenszweifel meistert. Immer aufs Neue kommen wir zu Gott, mit der Bitte um Vergebung. Nicht nur einmal im Leben ändert sich unsere Lebenseinstellung. In der Kindheit oder Jugend denken wir anders als im Alter. Lebenserfahrung kommt hinzu, die dieses Umdenken bewirkt. Manchen von uns bringen schwere Situationen erst recht unserem himmlischen Vater näher, andere wieder brauchen längere Zeit, weil sie das ‚Warum‘, der jeweiligen Situation nicht losläßt. Wie oft wir auch Zweifeln in unserem Leben, können wir doch darauf bauen; Gott liebt uns, er verzeiht uns und wir sind stets aufs Neue willkommen! (c) Christina Telker

05.01.2019

Die heiligen drei Könige


Ob sie nun Weise, Sterndeuter oder Könige waren, sei dahingestellt. Eins ist jedoch allen dreien wichtig. Sie haben den Stern gesehen, den Stern, dessen Licht auf den unscheinbaren Stall in Bethlehem strahlt. Dieser Stern hat so große Bedeutung für sie, so zieht er alle drei zu dem Kind in der Krippe. Lesen wir die Bibel, meinen wir, die Drei zogen schon immer gemeinsam des Weges, so erschien es mir jedenfalls als Kind. Stets werden sie im Zusammenhang genannt. Doch dann, wenn wir etwas genauer hinsehen, verstehen wir auf einmal, daß sie aus ganz verschiedenen Erdteilen kommen. Trotz der Entfernung, die diese Gruppe trennte, finden sie den gemeinsamen Weg nach Bethlehem, den Weg zu dem Stern. Über alle Kontinente strahlt das Licht des Sterns, strahlt Gottes Liebe. So finden sie trotz aller Verschiedenheit einen gemeinsamen Weg, den Weg zum Kind in der Krippe, das Gott uns sandte zur Versöhnung, als Friedensstifter. Diese Drei sprechen verschiedene Sprachen und doch macht Gott eine Verständigung möglich. Der Weg der drei Könige lehrt auch uns über alle Grenzen hinweg, den Weg der Verständigung anzustreben. Den Weg über das Kind in der Krippe hin zu Gott. Solange wir dieses Ziel vor Augen haben, gibt es keine Trennung nach Ländern, keine Trennung durch Sprachen. Wir sind alle Gottes Kinder und das ist es was alleine zählt. (Christina Telker)

Suche den Frieden und jage ihm nach.

Psalm 34, 15

Gedanken zur Jahreslosung

 

Frieden, wünschen wir uns den nicht alle? Aber wieso ist es dann so kriegerisch auf unserem Erdball. Nicht nur im Großen bekriegt sich die Welt, solange sie steht, nein, und das ist viel schlimmer, finde ich, auch im Kleinen. Gerade haben wir da „friedvolle“ Weihnachtsfest hinter uns gelassen. Sind wir jedoch ehrlich, dann wissen wir, daß gerade an solchen Tagen, an denen man sich verpflichtet fühlt sich mit der ganzen Familie zu treffen, immer wieder Streit ausbricht und man hinterher froh wäre, es hätte so manches Familientreffen nicht gegeben. „Suche nach Frieden und jage ihm nach“! Würden wir alle, ein jeder für sich diese Psalmworte beherzigen, wie schön und friedvoll wäre unsere Welt. Doch wir leben noch auf dieser Erde und wir sind nur Menschen. Da hilft es auch oftmals nicht, wenn der einen sich anstrengt, weil er sich nichts sehnlicher wünscht als Frieden und der andere immer streitlustiger wird. Bereits bei Wilhelm Tell heißt es: „Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt“.

„Suche den Frieden und jage ihm nach!“ Wollen wir es doch versuchen, vielleicht gelingt es uns, wenn wir ganz in unserem Herzen Frieden suchen, ein klein wenig dazu beizutragen, daß unsere Welt ein wenig friedlicher wird. Das wünsche ich uns allen für das neue Jahr. Ihre Christina    

 

(Lutherbibel 1984, © Deutsche Bibelgesellschaft bzw. Gute Nachricht Bibel, © 2000 Deutsche Bibelgesellschaft)