Dieses Kinderlied kannte wohl ein jeder in den 50er Jahren und zuvor. Damals konnte man noch das Säen miterleben, konnte beobachten wie der Bauer mit den Getreidekörnern über den Acker ging und sie aussäte. Man konnte miterleben, wie die Saatkartoffeln in den Acker gelegt wurden und beobachten, wie sie aufgingen.

Tomaten und andere Gemüsesorten wurden im Gewächshaus aus Samen vorgezogen, um an frostfreien Tagen im Freien ausgepflanzt zu werden.

Heute steht uns im Supermarkt zu jeder Jahreszeit ein Überangebot an Obst und Gemüse zur Verfügung. Kaum einer fragt mehr nach dem woher und nach der Arbeit die nötig ist, damit Obst und Gemüse bei uns auf dem Teller landen. Handarbeit ohne Maschinenkraft könnte sich heute kein Bauer mehr leisten. Aber auch mit Maschinen, die dem Landwirt eine große Hilfe bedeuten, gehört nach wie vor viel Körperkraft dazu, bis aus einem Samenkorn die jeweiligen Nahrungsmittel gewachsen sind.

Fahren wir doch einmal raus ins Grüne, um unseren Kindern vor Ort das Leben auf dem Lande, die Aussaat im Frühjahr und im Herbst die Ernte zu erklären.

Die Achtung vor den Lebensmitteln würde vielleicht steigen, wenn wir den Weg ihrer Entstehung kennen würden.

82 kg Lebensmittel landen pro Person all jährlich im Müll. Wie kann so etwas möglich sein? Durch bewusstes Einkaufen, können wir einen guten Schritt dazu beitragen, weniger Lebensmittel zu verschwenden. Der Verein „foodsharing“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, dieser Lebensmittelverschwendung entgegenzuwirken. Jeder von uns kann seinen Beitrag dazu leisten, dass in der Welt weniger Menschen hungern müssen und weniger Lebensmittel entsorgt werden. © Christina Telker

 

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