22.01.2021

Das Leben spüren

 

Fünf Sinne sind uns für unser Leben gegeben, mit denen wir das Leben wahrnehmen können. Wir sind reich an Empfindungen. Viel stürmt an nur einem Tage auf uns ein, dass wir zu verarbeiten haben und das uns berührt. Nicht alles können wir so weit an uns herankommenlassen, dass es uns unter die Haut geht. Ein jeder Körper besitzt hierfür eine Schutzvorrichtung, eine innere Wand, die uns schützt und das ist gut so.

Doch wie ist es mit der Nächstenliebe? Zeigen wir nur dort echte Empfindungen wo es um unsere engsten Freunde und die Familie geht? Tagtäglich geschieht unfassbares Leid auf unserer Welt. Gehören wir zu denen, die sich stundenlang empören könnten, über die Ungerechtigkeit im kleinen und in der Welt oder legen wir selbst Hand mit an und erweisen uns als Christen, so wie es Jesus von uns erwartet? Sehen wir uns um, in unserer Stadt, in unserer Gemeinde. Es gibt zahlreiche Aufgaben, die auf uns warten.

Sich hinter verschlossenen Türen aufzuregen bringt nichts. Reden wir mit, erheben wir unsere Stimme für die Gerechtigkeit! Es kommt nicht darauf an große Reden zu schwingen, hilfreich ist, im Kleinen zu wirken. Helfen wir dort wo wir gebraucht werden. Lassen wir unseren Nachbarn, unsere Nächsten im Betrieb oder in der Gemeinde spüren, dass wir da sind und ihm zur Seite stehen, ohne viel Worte zu machen, wenn sie uns brauchen. Das ist ein großer Schritt an Menschlichkeit und Nächstenliebe.  Gehen wir mit offenen Augen durch den Tag und wir werden spüren, wo wir zufassen sollten. Jesus erwartet von uns, dass wir uns für unsere Mitmenschen einsetzen, so wie auch er sich für uns einsetzt. © Christina Telker

16.01.2021

 

Eine Frage des Mutes

 

Immer wieder kommen wir in unserem Leben in Situationen, die uns Mut abverlangen. Einzuschreiten, wenn jemand Hilfe braucht, wäre eine Möglichkeit unseren Mut unter Beweis zu stellen. Aber selbst ein Telefonat, dass Hilfe herbeiruft, kann schon Mut erfordern.  Manchmal geht es jedoch auch um anderen Dinge, wie um unsere Gesinnung.

Zu Zeiten der DDR brauchten Christen Mut, um ihren Glauben öffentlich zu bekennen. Jugendlichen konnte dies, den Weg aufs Gymnasium verbauen. Es gibt heute noch 50 Länder, in denen Menschen viel Mut beweisen müssen, wenn sie ihren Glauben leben möchten. Über 600 Millionen Christen leben in diesen Ländern. Harte Strafen warten oft auf diejenigen, die sich zu ihrem christlichen Glauben bekennen. Wie gut haben wir es doch, dürfen wir uns doch frei zu Jesus und unserem christlichen Glauben bekennen.

Bereits der preußische König Friedrich der II. setzte sich für Glaubensfreiheit ein. Auch wenn wir heute alle Möglichkeiten haben frei zu reden, fällt es so manch einem von uns immer noch schwer. Selbst in unserer Zeit kann es immer noch geschehen, dass wir verlacht werden, wenn wir im Betrieb oder in Schulen und Vereinen über unseren Glauben reden würden. Gerne gehen wir dann den Weg des geringsten Widerstandes und schweigen einfach, wenn das Thema aufkommt. Wie wäre es jedoch, wenn Gott zu uns schweigen würde?

Er wird immer zu uns stehen, so wie er es in der Taufe versprach. Versuchen wir dies dankbar anzunehmen und künftig auch zu ihm zu stehen. Selbst, wenn es einmal etwas schwierig wird. © Christina Telker

 

 09.01.2021

Vertrauenssache

 

Das neue Jahr hat gerade seine Tore für uns geöffnet, noch liegt es unberührt vor uns. Wie gut wäre es, wir würden diese kommende Zeit mit einer großen Portion Vertrauen beginnen.  Nicht immer ist dies einfach. Gerade das Vertrauen wird oft im Leben enttäuscht. Manches Mal hinterlässt solch eine Enttäuschung tiefe Wunden, ein anderes Mal, nur Wut und Zorn und doch, wäre eine Welt ohne Vertrauen, eine traurige Welt.

‚Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser‘, sagt ein altes Sprichwort. Doch ist es dann noch Vertrauen, wenn wir es zuvor kontrollieren müssen? Es ist oft schwer die richtige Entscheidung zu treffen. Wir können mit zu wenig oder gar keinem Vertrauen Menschen schwer vor den Kopf stoßen.

Fragen wir unser Herz, das ist immer der beste Weg. Greifen wir auf Erfahrungen zurück, die wir bereits machen konnten und versuchen wir immer positiv zu denken. Doch wenn es geht, entscheiden wir uns immer für den Weg des Vertrauens.

Gott vertraut uns auch. Er vertraut uns immer wieder, auch wenn wir ihn noch so oft enttäuschten. Es gibt Situationen, die wir uns selbst nie verzeihen können. Gott verzeiht immer und er reicht uns stets aufs Neue die Hand, im festen Vertrauen. Nur Liebe macht Vertrauen möglich. Gott liebt uns, seine Kinder, ganz uneingeschränkt ohne jedes Wenn und Aber. Versuchen wir einen kleinen Teil, dieses großen Vertrauens, das uns entgegengebracht wird, an unsere Nächsten weiterzugeben. Es wäre ein guter Schritt ins neue Jahr. © Christina Telker

 

1.1.2021

Neubeginn

 

In jedem Jahr wagen wir einen Neubeginn. Es bleibt uns ja auch gar nichts anderes übrig, wird er uns doch vom Kalender weltweit vorgeschrieben. Doch haben wir uns schon einmal Gedanken darübergemacht, wie oft wir im Leben neu beginnen? Der erste Tag in einer Kindereinrichtung, die Einschulung, der Beginn der Lehre und später der Wechsel in einen anderen Betrieb, ein Umzug, vielleicht sogar in eine fremde Stadt. Immer wieder heißt es neu zu beginnen. Nicht immer werden wir gefragt, ob es uns recht ist. So manches Mal können wir gar nicht anders, wenn wir unsere Arbeit behalten wollen. Der eine liebt öfter einmal einen Wechsel, ein anderer hält am Altbewährten gerne fest. Es gäbe noch eine Menge an Möglichkeiten aufzuzählen.

Aber wie ist es mit unserem Glaubensleben? Gibt es dort nur einen Neubeginn? Ich denke, das ist wohl eher die Minderheit unter uns Christen, die ihr Leben ohne Glaubenszweifel meistert. Immer aufs Neue kommen wir zu Gott, mit der Bitte um Vergebung. Nicht nur einmal im Leben ändert sich unsere Lebenseinstellung. In der Kindheit oder Jugend denken wir anders als im Alter. Lebenserfahrung kommt hinzu, die dieses Umdenken bewirkt. Manche von uns finden durch schwere Situationen erst recht zu unserem himmlischen Vater, andere wieder brauchen längere Zeit, weil sie den Sinn der jeweiligen Situation nicht erkennen. Wie oft wir auch Zweifeln in unserem Leben, können wir doch darauf bauen; Gott liebt uns, er verzeiht uns. Für einen Neubeginn sind wir unserem himmlischen Vater stets willkommen! (c) Christina Telker

 

Jeder Mensch hat einen Engel an seiner Seite,

auch, wenn wir ihn oft nicht erkennen.

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