Herr Winter

 

Herr Winter fegt mit wild Gebraus

und Schneesturm um die Ecken.

Musst du nicht raus, dann bleib im Haus,

sonst wird er dich arg necken.

 

Die Mütze reißt er dir vom Kopf,

wirft Schnee dir in den Kragen.

Die Hände sind zu Eis erstarrt,

die Nas´ ist rot gefroren.

 

Herrn Winter ist dies eine Freud,

wenn Frost so richtig kracht.

Wenn zugefroren Teich und See,

das Herze froh ihm lacht.

 

Herr Winter schau, bald kommt der März

und erste Frühlingssonne.

Wir fürchten dich schon gar nicht mehr,

bald lachen wir vor Wonne.

Christina Telker

Am Futterhaus

 

Flocken fallen sanft und still,

decken Wald und Flur.

Vöglein duckt sich auf den Ast,

hier ist Kälte nur.

 

„Wo find ich ein Körnlein klein?

Hunger tut so weh!“

„Komm“, ruft Max, der freche Spatz

„Schau mal, was ich seh!

 

Dort in diesem kleinen Haus,

ist der Tisch gedeckt.

Futter gibt`s in Fülle dort,

oh wie gut das schmeckt!“

 

„Danke“, piepst die kleine Meise.

„Dank, euch Menschen all!

Im Sommer sing ich euch ein Lied,

mit fröhlich, lust`gem Schall.“

© Christina Telker

Winterzauber

 

Siehst du früh den Reif dort schimmern?

Kälte zieht jetzt übers Land,

wie ein märchenhaftes Glimmern,

das der Winter uns gesandt.

 

Häuser tragen weiße Mützen,

Stare schaun nach Futter aus.

Zugefroren sind die Pfützen,

schaut die Welt nicht prächtig aus

 

Glocken läuten in der Ferne,

sagen, dass bald Weihnacht ist.

Heimlichkeiten, Glitzersterne

das auch du recht froh bald bist.

 

Eiszapfen wie lange Nasen

hängen heut vom Dach herab.

Weißes glitzern auf dem Rasen,

erste Flocken fallen sacht.

(c) Christina Telker

Schneeflöckchen

 

Ein Flöckchen fiel zur Erde

und dachte so bei sich:

„Wo werde ich wohl landen?

Mich friert so fürchterlich!“

 

Doch als es noch so dachte,

da setzte es sich grad,

dem Frieda auf die Nase,

das war ein lust´ger Spaß.

 

Nun wurd´ dem kleinen Flöckchen;

so wohlig und so warm,

es ward ein  Wassertröpflein

und fiel auf Friedas Arm.

 

Die anderen vielen Flöckchen

sie landeten im Gras.

Die Kindern baun ein Schneemann

und hatten Riesenspaß.

Christina Telker

Neuschnee


In weißem Kleid, wie wunderschön,
sind Garten und die Hecken.
Die Meise kommt ans Futterhaus,
sie kann so leicht nichts schrecken.

Am Zaun, da haben Kinder
'nen Schneemann sich gebaut.
Sie hoffen lange noch auf Schnee,
daß er nicht so schnell taut.

„Bahn frei!“, hört man die Rufe,
der nahen Rodelbahn,
welch eine große Freude,
der Kinder bricht jetzt an.

Ja groß und klein erfreut
sich an dieser weißen Pracht,
die uns in diesem Jahre
der Winter hat gebracht.

© Christina Telker

Winter einst

 

Wisst ihr noch, wie es einst war in der Winterzeit,

bereits Mitte November war alles tief verschneit.

Der Schnee lag hoch, wir konnten –

uns einen Schneemann baun.

Der Gartenzaun war weiß geschmückt, wie Watte sah es aus.

Die Vögel an dem Fenster, sie kamen gar in Scharn,

wir spielten gar zu gerne, im Frei`n, das war doch klar.

Gab es auch rote Nasen, das störte uns doch kaum,

im Schnee herumzutollen, war jedes Kindes Traum.

Jetzt gibt es nur noch Regen, in jeder Jahreszeit,

ob Sommer oder Winter, das ist ganz einerlei.

© Christina Telker

 

 

Der Kachelofen

 

Draußen weht der Wind von Westen,

tief verschneit sind Feld und Flur.

Du wärmst dich am Kachelofen

er vertreibt der Kälte Spur.

 

Aus der Röhre Äpfel duften,

Großmama den Faden spinnt,

spricht von Märchen und von Sagen,

gerne hört sie jedes Kind.

 

Kommt wir kuscheln uns zusammen,

Dämmerschein den Raum erfüllt.

Wesen huschen durch die Stube,

Phantasie uns fest umhüllt

 

Vor dem Ofen liegt das Kätzchen

schnurrt verträumt so vor sich hin,

träumt vom Mäusefang im Freien,

wenn die Wiesen wieder grün.

© Christina Telker