Lutherbibel 1984, © Deutsche Bibelgesellschaft bzw.

Gute Nachricht Bibel, © 2000 Deutsche Bibelgesellschaft

25.01.2020

Verlaß dich auf den Herrn von ganzem Herzen,

und verlaß dich nicht auf deinen Verstand,

sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen,

so wird er dich recht führen. Sprüche 3:5-6

Ist das nicht ein bißchen viel verlangt, wo wir doch alleine von unserem Verstand alles erwarten? Doch wer verleiht uns eigentlich unseren Verstand? Wer legt die Anlage bereits im Mutterleib in uns? Haben wir nicht all das unserem Schöpfer zu verdanken? Was würden wir denn aus eigener Kraft schaffen? Haben wir nicht alles, was uns ausmacht von Gott, unserem himmlischen Vater geschenkt bekommen? Warum trauen wir ihm dann nicht ein wenig mehr zu? Er schuf uns im Mutterleibe, er gab uns seinen Segen in der Taufe und nahm uns als sein Kind an. So wird er uns auch in unserem Leben führen, selbst dann, wenn es einmal nicht ganz so gerade läuft wie wir uns das vorgestellt haben. Vertrauen wir auf Gott, er wird uns führen! Vertrauen ist das, was unser ganzes Leben leiten sollte.. Gewiß, von Menschen werden wir oft im Leben enttäuscht und haben lange damit zu tun und wieder aufzurichten. Gott enttäuscht uns nicht, wenn wir ihm Vertrauen schenken. (c) Christina Telker

 

 19. Januar

Alle Morgen weckt er mir das Ohr, daß ich höre,

wie Jünger hören. Jesaja 50, 4

Hören wir noch die Glocken am Sonntagmorgen, die uns seit Jahrhunderten zum Gottesdienst rufen oder nehmen wir sie gar nicht mehr wahr, weil unsere Gedanken zugeschüttet sind mit vermeintlich wichtigeren Dingen? Fühlen wir uns als Jünger Jesu, die einen Auftrag haben in unserer Welt oder sehen wir Gott, wenn überhaupt, nur als Wunscherfüller, wenn wir ihn gerade einmal brauchen könnten? Diese Empfindungen die Jesaja oder auch später die Jünger Jesu im Neuen Testament anspornten und trieben, Gottes Wort zu verkündigen und nach seinem Willen zu fragen, sind uns meist abhandengekommen. Meist meinen wir: „Das war eine andere Zeit, das lief das Leben doch noch ganz anders als heute. Das kann man doch gar nicht mehr vergleichen.“ Natürlich unsere Zeit wird sich immer ändern, jedes Jahrhundert schreibt seine eigene Geschichte und doch ist über alle Jahrtausende Gott immer der gleiche geblieben. Auch wir sind für ihn immer noch gleich. Ihn stört nicht unsere moderne, technische Entwicklung, für Gott zählt nur einzig allein unser Herz. Lassen wir uns doch einmal wieder anrühren vom Klang der Sonntagsglocken und folgen wir ihrem Ruf. (c) Christina Telker

 

12. Januar

Ich bin der Erste und ich bin der Letzte,

und außer mir ist kein Gott. Jesaja 44, 6

 

Wenn wir ehrlich zu uns selber sind, müssen wir zugeben, daß es oftmals unser Denken überfordert, wenn wir von archäologischen Funden hören, die Millionen Jahren zurückreichen. Denken wir nur den Bernstein und seine Geschichte. Wer kann solche Dimensionen überhaupt erfassen?

Denken wir dann an Gott, der die Welt erschuf und für den es kein Ende gibt in seinem himmlischen Reich, dann können wir es noch weniger mit unserem Verstand erfassen. Wie es auch in dem Lied von Tobias Clausnitzer heißt: „Unser Wissen und Verstand ist mit Finsternis umhüllet, wo nicht Deines Geistes Hand uns mit hellem Licht erfüllet.“ Gottes Größe ist für uns nur schwer zu begreifen, wenn wir es mit dem Verstand versuchen. Wir können ihn nur mit dem Herzen erfassen und an ihn glauben. (c) Christina Telker

 

Monatsspruch Januar

 5. Januar

 

Gott ist treu, 1. Korinther 1, 9

 

Eigentlich habe ich ja bereits genug schlechte Erfahrungen gemacht in meinem Leben. Wie oft fiel ich auf die Nase, weil ich mich in Menschen täuschte. Wo war das die vielgelobte Treue. Und jetzt soll ich Gott vertrauen? Darauf vertrauen, daß er da ist und mich liebt und auch noch treu ist? Eigentlich ist das wohl ein bißchen viel verlangt, oder? Wer garantiert mir denn, daß er wirklich treu ist? Was, wenn ich wieder enttäuscht werde?

Meine Gedanken tasten sich zurück in die Vergangenheit, zurück in meine Kindheit. Ich war oft krank und das war nicht immer nur ein Schnupfen. Durfte ich dann wieder aufstehen und hatte mich hochgerappelt, dankte meine Mutter Gott für seine Führung und Hilfe. Damals glaubte ich fest an ihn. Ja, damals! Seitdem floß eine Menge Wasser die Spree herunter. Wieder gehen meine Gedanken zurück und zeigen mir Stellen meines Lebens auf, die ich längst vergessen glaubte. Komisch, immer muß ich feststellen, war mir Gott zur Seite, wenn ich in Not und Gefahr war. Wann ging er mir eigentlich verloren? Oder ging ich ihm verloren? Mir fällt nichts ein, was mich von ihm forttrieb. Ich nabelte mich ganz einfach mehr und mehr ab. Die Stürme des Lebens, der ständige Streß in Familie und Beruf taten wohl ihr jeweiliges hinzu. Ob ich es noch mal versuche mit ihm? Brauchen könnte ich immer einen Freund. Einen, auf den ich mich verlassen kann. „Gott ist treu!“ Was kann mir da eigentlich passieren. Ich werde versuchen ihm zu vertrauen. (c) Christina Telker

Lutherbibel 1984, © Deutsche Bibelgesellschaft bzw.

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01.01.2020

Ich glaube; hilf meinem Unglauben!

Markus 9, 24

(Jahreslosung 2020)

 

Wer von uns war nicht schon einmal in einer ähnlichen Situation. Der Glaube ist fest in uns verwurzelt, wir rufen nach Gott und wissen in unserem tiefsten Herzen, daß er uns hört und für uns da ist. Wir wissen, er läßt uns niemals allein und doch steigt ganz am Rande unserer Seele ein Fragen auf. Herr, hilfst du mir auch so, wie ich es gerne hätte? Ich bin mir bewußt, Gott ist keine Wunschmaschine, in die ich meine Wünsche programmiere und dann die gewünschte Antwort erhalte. Mir ist bewußt, er handelt wie er es für richtig hält uns doch reißen mich Zweifel hin und her. Wie wird er in meiner konkreten Situation reagieren? Seit meiner letzten schweren Operation, kann ich keine Krankenhäuser mehr sehen. Auch wenn ich mich zu jeder Zeit in ihm geborgen fühlte, so war es doch eine schwere Zeit. Nun sitze ich hier im Wartezimmer und bange vor einer neuen Einweisung. „Herr hilf mir, daß ich wieder heim darf!“, flehe ich ihn immer wieder an. Dann endlich werde ich aufgerufen und erhalte die Auskunft. Ich habe mich dieses Mal umsonst gefürchtet. In meine Herzen steigen Dank und Jubel zum Himmel empor. Danke Herr, rufe ich im Stillen immer wieder. Doch wie sieht es aus beim nächsten Mal? Bleiben nicht immer einige Zweifel in uns, auch bei noch so starkem Glauben?

Es gab einen Menschen, den ich immer sehr bewundert habe, in Glaubensfragen und das war meine Mutter. Sie schien sich vor nichts zu fürchten und einzig auf Gott zu vertrauen, ganz gleich was kam. Leider konnte ich meine Fragen, die ich heute gerne stellen würde, nicht mehr stellen. Sie wird jedoch stets ein Vorbild im Glauben für mich sein. Herr, hilf meinen immer wieder aufkommenden Zweifeln. Amen

 

Herr, du bist immer an unserer Seite!

Als guter Hirte führst du uns und sorgst dich um uns

Und doch kommen immer wieder Zweifel in uns auf.

Hilf du uns in solchen Stunden und reich uns deine Hand,

die uns führt und schenke uns ein festes Herz, das dir vertraut.

Amen