Lutherbibel 1984, © Deutsche Bibelgesellschaft bzw.

Gute Nachricht Bibel, © 2000 Deutsche Bibelgesellschaft

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28.03.2020

5. Woche

Meine Zuversicht ist bei Gott

Psalm 62,2-8

 

Werr starr auf seinem Platz verankert ist, wird sicher eher umknicken, wie einer der ein wenig wankt. Denken wir nur an die Bäume, die sich im Winde bewegen. Nur durch ihre Flexibilität ist ihnen die Standfestigkeit möglich. Ganz wichtig sind die Wurzeln, die tief im Erdreich ihren Halt finden. Mit einem festen Fundament sind wir standsicherer, einem festen Glauben haben wir ein stabiles Fundament, auch in den Stürmen des Lebens.

Der bengalische Dichter Rabinranath Tagore sagte:

Schweig stille mein Herz, die Bäume beten.

Ich sprach zu dem Baum:

Erzähl mir von Gott und er blühte.

Welch ein gutes Beispiel. Die Natur weiß, nach jedem Winter kommt der Frühling wieder. Denken wir nur an den Vers mit den Lilien auf dem Feld in Lukas 27 oder an das Lied von Paul Gerhard, 

 Befiehl du deine Wege
und was dein Herze kränkt
der allertreusten Pflege
des, der den Himmel lenkt.
Der Wolken Luft und Winden
gibt Wege, Lauf und Bahn
der wird auch Wege finden,
da dein Fuß gehen kann.

Wer sich dieses Lied durchliest, kann viel Hoffnung darauf schöpfen,

in allen Lebenssituationen.

Franz von Assisi sagt: Wo die Stille mit dem Gedanken Gottes ist, da ist nicht Unruhe noch Zerfahrenheit. Wir sehen in diesen Beispielen, die man endlos fortsetzen könnte, dort wo die Zuversicht des Glaubens in uns ist, kann uns zwar ein Sturm zum wanken bringen, uns auch einmal die Füße wegreißen, aber trotz allem wissen wir uns immer geborgen in Gott. Bleibt behütet, Gott schütze uns auch in dieser Zeit.

(c) Christina Telker

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21.03.2020

4. Woche

Hiob 30,24-31

24 Aber wird man nicht die Hand ausstrecken unter Trümmern und nicht schreien in der Not? 

25 Ich weinte ja über die harte Zeit, und meine Seele grämte sich über das Elend. 

26 Ich wartete auf das Gute, und es kam das Böse; ich hoffte auf Licht, und es kam Finsternis. 

27 In mir kocht es und hört nicht auf; mich haben überfallen Tage des Elends. 

28 Ich gehe schwarz einher, doch nicht von der Sonne; ich stehe auf in der Gemeinde und schreie. 

29 Ich bin ein Bruder der Schakale geworden und ein Geselle der Strauße. 

30 Meine Haut ist schwarz geworden und löst sich ab von mir, und meine Gebeine sind verdorrt vor hitzigem Fieber. 

31 Mein Harfenspiel ist zur Klage geworden und mein Flötenspiel zum Trauerlied

 

Die 4. Woche beginnt mit einem schweren Text. Doch unser Leben besteht nun einmal nicht nur aus Freude und Glück, sondern leider auch manchmal aus dem Tal des Leides, in dem sich Hiob zu dieser Zeit befindet.

Ich hoffte auf das Licht und es kam Finsternis

Ein schwerer Text, den man sich hier aussuchte für die 4. Fastenwoche und doch kennen viele Menschen solche Zeiten wie Hiob. Beim besten Willen kann man nicht mehr die Sonne sehen. Da muß man sich einfach beklagen über soviel Ungerechtigkeit. Habe ich nicht alles im Leben getan, was nur möglich war, fragt Hiob? Und doch muß ich durch dieses finstere Tal. Alle wenden sich von mir ab, die Gesundheit läßt mich im Stich. Warum, ja warum nur? Diese Frage hat sich sicher so mancher schon gestellt. Warum gerade mir, soetwas geschieht? Doch oft ist es so, wenn wir uns erst einmal in einem tiefen seelischen Loch befinden, sehen wir keinen Ausweg mehr. Das Licht am Ende des Tunnels hält sich unserem Blick verborgen.

Mascha Kaleko sagt:  Die Nacht, in der das Fürchten wohnt, hat auch die Sterne und den Mond. Wir brauchen also nur unseren Blick zu wenden und schon können wir die Sterne und den Mond, wieder erkennen. Ja, wenn das so einfach wäre, das wäre schön! Doch meist dauert es sehr lange bis sich dieser Schleier lichtet und wir auch wieder gute Seiten des Lebens wahrnehmen. In solchen Situationen perlt jeder gutgemeinte Ratschlag von uns ab. Es dauert oft lange, bis wir dieses Tief überwunden haben und bereit sind, wieder nach der Sonne Ausschau zu halten. Es kann aber nur vorwärtsgehen, wenn man dazu bereit ist. Nach langem Warten und aufbäumen Hiobs über die vermeintliche Ungerechtigkeit, kommt der Tag, an dem sich Gott erbarmt, wie wir in Hiob 42 lesen können. Da heißt es: 10 Nachdem Hiob für seine drei Freunde gebetet hatte, ließ der HERR ihn wieder gesundwerden und gab ihm zweimal so viel, wie er vorher besessen hatte. 11 Alle seine Brüder und Schwestern und die früheren Freunde besuchten ihn und feierten mit ihm in seinem Haus. Sie bekundeten ihm ihr Mitgefühl und trösteten ihn wegen all des Unglücks, das der HERR über ihn gebracht hatte. Jeder schenkte ihm eine große Silbermünze und einen goldenen Ring.12 Der HERR segnete Hiob während der nun folgenden Zeit seines Lebens noch mehr als vorher.

Es gibt also das Licht am Ende des Tunnels. Dies gilt nicht nur zu Hiobs Zeiten, sondern auch noch heute und darauf sollten wir vertrauen. (c) Christina Telker

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13.03.2020

3. Woche

Sollte dem Herrn etwas unmöglich sein2. Mose 18,9-14Da sprachen sie zu ihm: Wo ist Sara, deine Frau? Er antwortete: Drinnen im Zelt. 10 Da sprach er: Ich will wieder zu dir kommen übers Jahr; siehe, dann soll Sara, deine Frau, einen Sohn haben. Das hörte Sara hinter ihm, hinter der Tür des Zeltes. 11 Und sie waren beide, Abraham und Sara, alt und hochbetagt, sodass es Sara nicht mehr ging nach der Frauen Weise. 12 Darum lachte sie bei sich selbst und sprach: Nun ich alt bin, soll ich noch der Liebe pflegen, und mein Herr ist auch alt! 13 Da sprach der HERR zu Abraham: Warum lacht Sara und spricht: Meinst du, daß es wahr sei, daß ich noch gebären werde, die ich doch alt bin? 14 Sollte dem HERRN etwas unmöglich sein? Um diese Zeit will ich wieder zu dir kommen übers Jahr; dann soll Sara einen Sohn haben.

 

Zu Zeiten der Bibel geschehen viele Wunder. Wir nehmen sie hin und staunen darüber, machen uns unsere Gedanken und versuchen uns diese Texte zu erklären. Wir zweifeln an vielem und meinen oftmals, das erklärten sich die Menschen der damaligen Zeit wohl so. Auch Sara ging es ähnlich. Sie glaubte dem Bericht ihres Mannes, daß sie Nachkommen bekommen sollten, zunächst nicht. Sie lachte sogar darüber, weil sie längst das Alter überschritten hatte, Kinder zu gebären. Doch gleichzeitig hoffte sie, daß Gottes Versprechen sich erfüllen würden. Was ja dann auch in Issak geschah. Wir kennen diese Geschichte. Wir kennen ähnliche Situationen aus unserem eigenen Leben. Lange hofften wir auf eine bestimmte Sache, dann geben wir auf und plötzlich kommt die Nachricht. Jetzt ist es soweit, eine lange unterbrochene Verbindung, scheint sich doch anzubahnen, oder ein Medikament auf das ich lange hoffte ist jetzt erforscht worden. Kann man dem trauen? Zuerst einmal werden wir der Nachricht eher skeptisch gegenüberstehen und vielleicht wie Sara etwas zynisch darüber lachen. Auch heute gibt es sehr späte Schwangerschaften. Wir hören immer wieder davon. Doch Gott selbst hatte Abraham seine Zusage gegeben, daß er viele Nachkommen haben sollte und nichts geschah. Sara wartete umsonst schwanger zu werden. In der Bibel lesen wir viel von Wundern, es wird Wasser zu Wein, die Speisung der 5000 uvm. Wird es nicht immer Menschen gegeben haben die zweifelten, z. B. der Diener bei der Hochzeit von Kana, als er von Jesus den Auftrag erhält die Krüge mit Wasser zu füllen, das später der beste Wein des Festes ist. Zweifeln, staunen, wundern.  Zuerst einmal gehen wir davon aus: Das ist doch gar nicht möglich! Erst wenn wir vom Gegenteil überzeugt sind, kommt das staunen. Alleine im NT finden wir 56 Wunder. Wenn man in einem Lexikon nachschaut, wird ein Wunder als „ein Ereignis, dessen Zustandekommen man sich nicht erklären kann“ beschrieben. Demnach wäre nur daß ein Wunder, was sich nicht rational erklären läßt. Die „Sieben Weltwunder“ z.B. sind Bauwerke, deren Erbauung sich die Menschen nur schwer oder gar nicht vorstellen bzw. erklären konnten. Für uns Christen ist eines wichtig: das Eintreten eines Wunders wird nicht dem zugeschrieben, auf dessen Veranlassung das Wunder geschah, sondern immer Gott selbst. Nicht der Mensch ist Urheber des Wunders. Ein Wunder ist ein Zeichen für Gottes handeln.Auch heute erwarten wir immer wieder Gottes Eingreifen. Doch die Wunder unserer Zeit sehen anders aus. Sie beginnen schon im ganz Kleinen: Wenn er uns Augen und Ohren öffnet für unsere Mitmenschen. Wenn aus alten Feinden versöhnte Menschen werden. Wenn Gott durch seinen Geist in uns wirkt. Wenn auf den Trümmern von Tschernobyl Blumen wachsen. Wenn wir spüren dürfen, daß wir in Gott geborgen sind. „Wunder gibt es immer wieder“, sang vor Jahren Katja Ebstein. Ich denke, es liegt daran wie wir das Leben annehmen. Ob wir noch staunen können und nicht alles negativ hinterfragen. „Zuversicht! Sieben Wochen ohne Pessimismus“ Heißt unser diesjähriges Motto der Fastenaktion. Versuchen wir es doch einmal, 7 Wochen positiv zu denken. Es tut unserer Seele gut.Trauen wir auch heute Gott noch etwas zu? Haben wir in unserem Leben erfahren dürfen, wie wir getragen wurden und konnte wir daraus Vertrauen aufbauen? (c) Christina Telker

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07.03.2020

2. Woche Sollte dem Herrn etwas unmöglich sein 2. Mose 14,9-13 Und die Ägypter jagten ihnen nach mit Rossen, Wagen und ihren Männern und mit dem ganzen Heer des Pharao und holten sie ein, als sie sich gelagert hatten am Meer bei Pi-Hahirot vor Baal-Zefon. 10 Und als der Pharao nahe herankam, hoben die Israeliten ihre Augen auf, und siehe, die Ägypter zogen hinter ihnen her. Und sie fürchteten sich sehr und schrien zu dem HERRN 11 und sprachen zu Mose: Waren nicht Gräber in Ägypten, dass du uns wegführen musstest, damit wir in der Wüste sterben? Warum hast du uns das angetan, dass du uns aus Ägypten geführt hast? 12 Haben wir's dir nicht schon in Ägypten gesagt: Lass uns in Ruhe, wir wollen den Ägyptern dienen? Es wäre besser für uns, den Ägyptern zu dienen, als in der Wüste zu sterben. 13 Da sprach Mose zum Volk: Fürchtet euch nicht, steht fest und seht zu, was für ein Heil der HERR heute an euch tun wird. Denn wie ihr die Ägypter heute seht, werdet ihr sie niemals wiedersehen.

Hier haben wir wieder dieses menschliche Zögern. Wären wir doch, ach hätten wir doch.. jetzt geht es uns erst richtig schlecht, was soll nur werden? Schwarz und schwärzer malen sich die Israeliten ihre Zukunft aus, doch dann einige Verse weiter im gleichen Kapitel lesen wir von der Rettung. Mose teilt das Meer, indem er mit dem Stock auf das Wasser schlägt. Ganz so einfach wird es nicht gewesen sein, jedenfalls weigert sich unser Verstand dies zu glauben. Wissenschaftler fanden jedoch bei Forschungen Spuren dieses Ereignisses. Es wird viel darüber gerätselt, ob es genau dieser Ort war, an dem Mose die Israeliten durch das Meer führte, viele Seen in der Umgebung kommen in Frage und immer gibt es eine Erklärung, die dies möglich gemacht hätte. Wir wollen hier keine Geschichtsstunde abhalten und darum lassen wir es offenstehen. Doch denken wir nur an den Herbst 89. Es brodelte in unserem Land. Keine von uns wußte, wie es ausgehen würde. So manches Mal hatte man Angst es könnte blutig enden., denn aufzuhalten war die Wende nicht. Und dann, am 9. November wie durch ein Wunder, der rettende Satz: Ab sofort ist die Mauer offen“ Wir kennen die Freudentränen und alles Weitere.
Ob es nun bei den Israeliten zu Mose Zeiten oder in der Gegenwart 1989 war. Die Menschen waren verzweifelt. Sie wollten heraus aus dem Joch und doch zweifelten sie daran, daß es klappen könnte. Zuerst sehen wir immer die negative Variante die sich wie eine Mauer vor uns auftürmt und immer nur wächst. Was wird, wenn? Es fällt uns schwer, gerade in solchen Zeiten positives zu sehen. (c) Christina Telker

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28.02.2020

1. Fastenwoche

Sorge dich nicht

Lukas 12, 22-28

Er sprach aber zu seinen Jüngern: Darum sage ich euch: Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen sollt, auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen sollt. 23 Denn das Leben ist mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung. 24 Seht die Raben an: sie säen nicht, sie ernten auch nicht, sie haben auch keinen Keller und keine Scheune, und Gott ernährt sie doch. Wie viel besser seid ihr als die Vögel! 25 Wer ist unter euch, der, wie sehr er sich auch darum sorgt, seines Lebens Länge eine Spanne zusetzen könnte? 26 Wenn ihr nun auch das Geringste nicht vermögt, warum sorgt ihr euch um das andre? 27 Seht die Lilien an, wie sie wachsen: sie spinnen nicht, sie weben nicht. Ich sage euch aber, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen. 28 Wenn nun Gott das Gras, das heute auf dem Feld steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, wie viel mehr wird er euch kleiden, ihr Kleingläubigen!

 

In der ersten Woche geht es, wie wir sehen, um die Sorgen. Geht das überhaupt, 7 Wochen ohne Sorgen. Heißt es nicht auch in der Bibel bei Matthäus 6, 34

Quält euch also nicht mit Gedanken an morgen; der morgige Tag wird für sich selber sorgen. Es genügt, daß jeder Tag seine eigene Last hat.

Es gibt also jeden Tag, irgend etwas, worum wir uns Gedanken machen, worum wir uns Sorgen. Sogar Jürgen von der Lippe sang vor Jahren in seinem Lied: „Guten Morgen liebe Sorgen“. Doch im Wort „Sorgen“ steckt auch positives sorgen, wie z. B. „Fürsorge“ oder „Vorsorge“. Aber hier geht es nicht um diese Art Sorgen, hier ist ein unnützes sorgen gemeint.

Würde unsere Rente ausbleiben oder wie heute bei man den Arbeitnehmern der Lohn, weil der Betrieb nicht mehr zahlungsfähig ist, dann würden wir uns auch berechtigt sorgen. Wir Deutschen sind wohl ganz besondere „Sorgenkinder“, denn wie ich laß gibt es keine andere Nation, die so überversichert ist, wie wir. Also treffen wir Vorkehrungen in allen nur möglichen und unmöglichen Bereichen, nach dem Motto, allem vorbeugen, was kommen könnte. Dies trifft nicht nur im privaten zu, wir sorgen uns auch als Christen um die unterschiedlichsten Dinge. Wie zum Beispiel unsere Gemeinden, hier geht es in erster Linie darum, daß immer das liebe Geld fehlt, für den Bau des Gemeindehauses zum Beispiel, zum zweiten sorgen wir um das Fortbestehen der Gemeinde, was ist, wenn die heute ältere Generation wegfällt, wir sorgen uns um schlecht besuchte Gottesdienste landesweit.

Es ist schon schlimm, daß kein Nachwuchs in Punkto Ehrenämtern in Sicht ist. Ein Mensch, mit dem alles steht oder fällt. Da hilft kein Aufruf, seit Jahren im Gemeindebrief. Wo ist die nächste Generation? Die meisten von uns sind über 80.

Es besteht also keine Gefahr, daß uns die Sorgen einmal ausgehen würden. Dabei vergiften Sorgen unser Leben, unseren Tag unsere Seele. Immer wieder lesen wir das wir als Christen allen Grund zur Freude haben, wie es bei Philipper 4,4 heißt: Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch!

Zahlreiche Bibelverse reden von der Freude. Aber passen tägliche Sorgen und die Freude zusammen. Irgendwie sind sie ein sehr ungleiches Paar. Und da kommen wir auch schon wieder zum Pessimismus, um den es in diesen 7 Wochen geht. Wie wäre es, wenn ich nicht immer negativ denken würde? Was wäre, wenn ich mich bedeutend weniger sorgen würde? Sehen wir uns nur hierzu noch einmal die Verse 22-24 aus unserem Wochentext an. Der Text will uns ganz deutlich machen, wir sind nicht alleine. Gott geht durch alle unsere Nöte mit uns. Das soll jedoch nicht heißen, das wir nicht vorsorgen sollten. Das muß sein und dafür hat Gott uns auch den Verstand gegeben, um alles zu regeln. Nur unnötige Sorgen, bei denen wir immer zuerst schwarzsehen und erst nach dem wir überzeugt wurden, auch das positive anerkennen, dies ist nicht der richtige Weg. Viele Dinge in unserem Leben können wir einfach nur hinnehmen. Unsere Macht reicht nicht soweit um einzugreifen. Dort wo wir machtlos sind, sollten wir auch aufhören uns zu sorgen. Sondern lieber auf Gott vertrauen. (c) Christina Telker

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Sonntag, den 7. Februar

Freut euch darüber, daß eure Namen im Himmel verzeichnet sind!

Lukas 10,20

Kennen Sie die Bedeutung Ihres Namens? Es ist nicht immer einfach für ein Kind, diesen Anforderungen zu entsprechen, die manches Mal an sie stellt. Die meisten Eltern denken sich bei der Namensgebung etwas und gehen nicht nur davon aus, daß dieser Name einen guten Klang hat. So kann mein Name mich aufbauen und Leitstern sein, er kann mich aber auch wie eine Last drücken. Nun lesen wir, daß unsere Namen sogar im Himmel geschrieben sind. Im goldenen Buch Gottes sind wir aufgeschrieben seit dem Moment unserer Taufe. Dieses Wissen, bei Gott aufgeschrieben zu sein, als sein geliebtes Kind zu gelten, kann uns auf alle Fälle durch unser Leben tragen, weil wir wissen, einen besseren Beschützer als ihn können wir nicht in unserem Leben haben.

Danke, mein himmlischer Vater, daß ich dein Kind sein darf! In dieser Gewißheit möchte ich meinen Namen stolz tragen, dir zur Ehre. Amen

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16. Februar

Das ist mir lieb, daß der Herr meine Stimme und mein Flehen hört. Denn er neigte sein Ohr zu mir; darum will ich mein Leben lang ihn anrufen. Psalm 116:1-2

In unserer Zeit, wo von früh bis spät vieles auf uns einstürmt, haben wir oft das Zuhören verlernt. Wir schalten innerlich einfach ab und hören nicht mehr zu. Wir sind viel zu sehr mit uns selbst und unseren eigenen Gedanken beschäftigt, um auch noch den anderen hineinzulassen. Für unsere Umgebung ist dies nicht angenehm, denn, wenn ich mit jemandem rede, möchte ich auch, daß er mich wahrnimmt, daß er mir zuhört. Ich möchte verstanden werden und warte auf eine Antwort. Nur so kann eine gute Kommunikation möglich sein. Viele zerbrechen heute daran, weil ihnen niemand mehr zuhört. Wer redet schon gerne gegen eine Wand? Die K#älte untereinander ist erschreckend.

Anders ist dies bei Gott, er kennt keine Sprechstunden, er ist in der Lage jeden von uns gleichzeitig wahrzunehmen, ohne die Leitung abzuschalten. Nicht immer kommen wir uns erhört vor. Manchmal dauert es viele Jahre bis wir begriffen haben, auch als er uns scheinbar nicht erhörte, war er ganz dicht an unserer Seite und führte uns. Seine Leitung zu uns ist nie unterbrochen.(c) Christina Telker

Herr, du hörst uns, auch wenn wir dich nicht sehen, so spüren wir doch deine Nähe und Gegenwart. Schenke du uns Menschen die uns verstehen. Amen

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9. Februar

„Jesus Christus spricht:

Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!"

Lukas 6,36

Wo fängt die Barmherzigkeit an, könnte man fragen. Beginnt sie erst in der großen Weltpolitik oder bereits im täglichen Leben, in der kleinsten Gemeinschaft, der Familie? Wie ist es mit der Barmherzigkeit in unseren christlichen Gemeinden? Wo stimmt es denn noch im Kleinen, wenn wir uns die letzten Jahrzehnte betrachten? Die sogenannten Vorzeige-familien sind selten geworden. Wo wir hinschauen Unverständnis und Unfrieden. Ist es nicht auch Barmherzigkeit, meinen Partner, meinen Nächsten zu verstehen? Es ist für uns selbstverständlich, daß wir von Gott Barmherzigkeit erwarten. Er ist unser himmlischer Vater, der sogar seinen Sohn für uns in die Welt sandte, damit wir durch seinen Tod und seine Auferstehung Vergebung und Erlösung fänden. Sollte es da nicht selbstverständlich für uns sein, auch in unserer Umgebung, Barmherzigkeit walten zu lassen? Vater schenke uns die Kraft hierzu! Amen (c) Christina Telker

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25.01.2020

Verlaß dich auf den Herrn von ganzem Herzen,

und verlaß dich nicht auf deinen Verstand,

sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen,

so wird er dich recht führen. Sprüche 3:5-6

Ist das nicht ein bißchen viel verlangt, wo wir doch alleine von unserem Verstand alles erwarten? Doch wer verleiht uns eigentlich unseren Verstand? Wer legt die Anlage bereits im Mutterleib in uns? Haben wir nicht all das unserem Schöpfer zu verdanken? Was würden wir denn aus eigener Kraft schaffen? Haben wir nicht alles, was uns ausmacht von Gott, unserem himmlischen Vater geschenkt bekommen? Warum trauen wir ihm dann nicht ein wenig mehr zu? Er schuf uns im Mutterleibe, er gab uns seinen Segen in der Taufe und nahm uns als sein Kind an. So wird er uns auch in unserem Leben führen, selbst dann, wenn es einmal nicht ganz so gerade läuft wie wir uns das vorgestellt haben. Vertrauen wir auf Gott, er wird uns führen! Vertrauen ist das, was unser ganzes Leben leiten sollte.. Gewiß, von Menschen werden wir oft im Leben enttäuscht und haben lange damit zu tun und wieder aufzurichten. Gott enttäuscht uns nicht, wenn wir ihm Vertrauen schenken. (c) Christina Telker

 

 19. Januar

Alle Morgen weckt er mir das Ohr, daß ich höre,

wie Jünger hören. Jesaja 50, 4

Hören wir noch die Glocken am Sonntagmorgen, die uns seit Jahrhunderten zum Gottesdienst rufen oder nehmen wir sie gar nicht mehr wahr, weil unsere Gedanken zugeschüttet sind mit vermeintlich wichtigeren Dingen? Fühlen wir uns als Jünger Jesu, die einen Auftrag haben in unserer Welt oder sehen wir Gott, wenn überhaupt, nur als Wunscherfüller, wenn wir ihn gerade einmal brauchen könnten? Diese Empfindungen die Jesaja oder auch später die Jünger Jesu im Neuen Testament anspornten und trieben, Gottes Wort zu verkündigen und nach seinem Willen zu fragen, sind uns meist abhandengekommen. Meist meinen wir: „Das war eine andere Zeit, das lief das Leben doch noch ganz anders als heute. Das kann man doch gar nicht mehr vergleichen.“ Natürlich unsere Zeit wird sich immer ändern, jedes Jahrhundert schreibt seine eigene Geschichte und doch ist über alle Jahrtausende Gott immer der gleiche geblieben. Auch wir sind für ihn immer noch gleich. Ihn stört nicht unsere moderne, technische Entwicklung, für Gott zählt nur einzig allein unser Herz. Lassen wir uns doch einmal wieder anrühren vom Klang der Sonntagsglocken und folgen wir ihrem Ruf. (c) Christina Telker

 

12. Januar

Ich bin der Erste und ich bin der Letzte,

und außer mir ist kein Gott. Jesaja 44, 6

 

Wenn wir ehrlich zu uns selber sind, müssen wir zugeben, daß es oftmals unser Denken überfordert, wenn wir von archäologischen Funden hören, die Millionen Jahren zurückreichen. Denken wir nur den Bernstein und seine Geschichte. Wer kann solche Dimensionen überhaupt erfassen?

Denken wir dann an Gott, der die Welt erschuf und für den es kein Ende gibt in seinem himmlischen Reich, dann können wir es noch weniger mit unserem Verstand erfassen. Wie es auch in dem Lied von Tobias Clausnitzer heißt: „Unser Wissen und Verstand ist mit Finsternis umhüllet, wo nicht Deines Geistes Hand uns mit hellem Licht erfüllet.“ Gottes Größe ist für uns nur schwer zu begreifen, wenn wir es mit dem Verstand versuchen. Wir können ihn nur mit dem Herzen erfassen und an ihn glauben. (c) Christina Telker

 

Monatsspruch Januar

 5. Januar

 

Gott ist treu, 1. Korinther 1, 9

 

Eigentlich habe ich ja bereits genug schlechte Erfahrungen gemacht in meinem Leben. Wie oft fiel ich auf die Nase, weil ich mich in Menschen täuschte. Wo war das die vielgelobte Treue. Und jetzt soll ich Gott vertrauen? Darauf vertrauen, daß er da ist und mich liebt und auch noch treu ist? Eigentlich ist das wohl ein bißchen viel verlangt, oder? Wer garantiert mir denn, daß er wirklich treu ist? Was, wenn ich wieder enttäuscht werde?

Meine Gedanken tasten sich zurück in die Vergangenheit, zurück in meine Kindheit. Ich war oft krank und das war nicht immer nur ein Schnupfen. Durfte ich dann wieder aufstehen und hatte mich hochgerappelt, dankte meine Mutter Gott für seine Führung und Hilfe. Damals glaubte ich fest an ihn. Ja, damals! Seitdem floß eine Menge Wasser die Spree herunter. Wieder gehen meine Gedanken zurück und zeigen mir Stellen meines Lebens auf, die ich längst vergessen glaubte. Komisch, immer muß ich feststellen, war mir Gott zur Seite, wenn ich in Not und Gefahr war. Wann ging er mir eigentlich verloren? Oder ging ich ihm verloren? Mir fällt nichts ein, was mich von ihm forttrieb. Ich nabelte mich ganz einfach mehr und mehr ab. Die Stürme des Lebens, der ständige Streß in Familie und Beruf taten wohl ihr jeweiliges hinzu. Ob ich es noch mal versuche mit ihm? Brauchen könnte ich immer einen Freund. Einen, auf den ich mich verlassen kann. „Gott ist treu!“ Was kann mir da eigentlich passieren. Ich werde versuchen ihm zu vertrauen. (c) Christina Telker

Lutherbibel 1984, © Deutsche Bibelgesellschaft bzw.

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01.01.2020

Ich glaube; hilf meinem Unglauben!

Markus 9, 24

(Jahreslosung 2020)

 

Wer von uns war nicht schon einmal in einer ähnlichen Situation. Der Glaube ist fest in uns verwurzelt, wir rufen nach Gott und wissen in unserem tiefsten Herzen, daß er uns hört und für uns da ist. Wir wissen, er läßt uns niemals allein und doch steigt ganz am Rande unserer Seele ein Fragen auf. Herr, hilfst du mir auch so, wie ich es gerne hätte? Ich bin mir bewußt, Gott ist keine Wunschmaschine, in die ich meine Wünsche programmiere und dann die gewünschte Antwort erhalte. Mir ist bewußt, er handelt wie er es für richtig hält uns doch reißen mich Zweifel hin und her. Wie wird er in meiner konkreten Situation reagieren? Seit meiner letzten schweren Operation, kann ich keine Krankenhäuser mehr sehen. Auch wenn ich mich zu jeder Zeit in ihm geborgen fühlte, so war es doch eine schwere Zeit. Nun sitze ich hier im Wartezimmer und bange vor einer neuen Einweisung. „Herr hilf mir, daß ich wieder heim darf!“, flehe ich ihn immer wieder an. Dann endlich werde ich aufgerufen und erhalte die Auskunft. Ich habe mich dieses Mal umsonst gefürchtet. In meine Herzen steigen Dank und Jubel zum Himmel empor. Danke Herr, rufe ich im Stillen immer wieder. Doch wie sieht es aus beim nächsten Mal? Bleiben nicht immer einige Zweifel in uns, auch bei noch so starkem Glauben?

Es gab einen Menschen, den ich immer sehr bewundert habe, in Glaubensfragen und das war meine Mutter. Sie schien sich vor nichts zu fürchten und einzig auf Gott zu vertrauen, ganz gleich was kam. Leider konnte ich meine Fragen, die ich heute gerne stellen würde, nicht mehr stellen. Sie wird jedoch stets ein Vorbild im Glauben für mich sein. Herr, hilf meinen immer wieder aufkommenden Zweifeln. Amen

 

Herr, du bist immer an unserer Seite!

Als guter Hirte führst du uns und sorgst dich um uns

Und doch kommen immer wieder Zweifel in uns auf.

Hilf du uns in solchen Stunden und reich uns deine Hand,

die uns führt und schenke uns ein festes Herz, das dir vertraut.

Amen